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Kurzschluss
Von: Rabbi Schalom Arusch

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Kurzschluss in der Verbindung
 
Man sollte wissen, dass eine Frau nicht daran interessiert ist, ihren Mann die ganze Zeit um sich herum zu haben. Im Gegenteil, sollte er sich ständig zu Hause aufhalten, stört er nur und setzt seine Frau dadurch unnötig unter Druck. Denn sie hat es viel lieber, ihre alltäglichen Angelegenheiten genau dann zu erledigen, wenn sich ihr Mann nicht im Haus aufhält. Doch sobald ein Mann den „ unverfrorenen Macho“ heraushängen lässt, überfällt eine Frau das unerträgliche Gefühl, in den Augen ihres Mannes keinen Wert zu haben. Deshalb beschwert sie sich dann auch andauernd und versucht, ihn verbal zu überfahren, indem sie andauernd von ihm fordert, er soll zu einer bestimmten Uhrzeit zu Hause sein oder überhaupt grundsätzlich mehr Zeit im Haus verbringen usw. Doch wie bereits gesagt, eine Frau braucht ihren Mann nicht ständig zu Hause und kann sich selbst nicht erklären, was sie eigentlich genau von ihrem Mann will. Und auch wenn ihr Mann dann schließlich nach Hause kommt, ändert das überhaupt nichts an ihrer Unzufriedenheit.
 
Es versteht sich nun auch von selbst, dass ein Ehemann es nicht nachvollziehen kann, weshalb seine Frau trotz seiner Wunscherfüllungen unglücklich bleibt, daher denkt er sich: „Ich bin nach Hause gekommen, habe ihr geholfen, bin zu Hause geblieben …, ja was will sie denn noch!?“ Und in den meisten Fällen sprechen die Männer ihre Gedanken frei aus und damit überfordern sie ihre Frauen maßlos, da ja auch sie nicht wirklich verstehen, was sie eigentlich von ihren Männern wollen. Da aber dem Mann die Depressionen seiner Frau auf die Nerven gehen, quält und nervt er sie mit Fragen, bis sie dann irgendetwas als Grund ihrer Unzufriedenheit dahinsagt. So bleibt seine Frau weiterhin unglücklich, und auch der Mann wird ungeduldig, weil er nicht versteht, was wirklich in seiner Frau vorgeht.
 
Anders formuliert, handelt es sich hier um einen klassischen Kurzschluss in der Verbindung: Sie ist andauernd darüber erbost, dass ihr Mann sie nicht verstehen will - und ihm geht ihr Getue nur noch auf den Wecker, da er nicht versteht, was seine Frau überhaupt von ihm möchte … und so nimmt dann die Geschichte - so absurd es klingt - ein trauriges Ende.
 
Und alles nur, weil der Mann seiner Frau irgendwann einmal das Gefühl gab, sie stehe nicht an erster Stelle bei ihm. Dieser Moment kann der Anfang vom Ende sein, wenn „Mann“ das nicht erkennen will. Daher sollte er sich nur selbst überprüfen! Es würde ihm dann bestimmt auffallen, dass er vor nicht allzu langer Zeit seiner Frau das Gefühl vermittelte, er wäre gerade mit etwas Wichtigerem als mit ihr beschäftigt; sie also auf einen anderen Zeitpunkt vertröstete; ihr evtl. das Gefühl gab, sie würde ihn gerade stören; oder ihr schlicht etwas verheimlichte usw. Wie dem auch sei, von dem Moment an, wo seine Frau das Gefühl bekam, für ihren Mann zweit- oder drittrangig zu sein, spielte es dann auch keine Rolle mehr, was ihr Mann so alles für sie getan hat. Der Gedanke, nicht das Wichtigste für ihren Mann zu sein, frisst sie innerlich auf. Und so lebt ein Paar dahin mit diesem dummen Kurzschluss … hier Krieg, dort Waffenstillstand …
 
Nimm dir daher bitte die Botschaft zu Herzen: Wenn du dich deiner Frau gegenüber nicht gerade vorbildlich verhältst, indem du ihr beispielsweise das Gefühl vermittelst: „Du bist nicht die Nummer eins in meinem Leben“, dann verletzt du sie damit zutiefst! Und wer eine Frau wahrhaftig liebt, der tut alles, um seine Liebste nicht zu verletzen!
 
 




   
   
 


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1 Leserkritiken    Sehen Sie alle Antworten / Kommentare  
  1.
  Kurzschluss
Stephanie Deiters, 12.03.2012 23:49:07
     
 

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