Offenbarung im Geheimen (1)

Das Sohar - das Buch der Bücher der Kabbala - wurde versiegelt und sofort, nachdem es verfasst wurde, mit tausend Schlössern verschlossen ...

3 Min.

Breslev Israel Redaktion

gepostet auf 05.04.21

Heute wissen wir, dass der der Feiertag, Lag BaOmer vor allem durch die kabbalistische Größe, Rabbi Schimon BarJochai geprägt ist. Daher werden wir nun mit Hilfe zweier Artikel der israelischen Zeitung „Kabbala le Am“, die wir von Haglil zur Verfügung gestellt bekamen erklären, wer dieser einzigartige Mann war und weshalb sein Buch, das Sahor, als das bedeutendste Schriftwerk der kabbalistischen Lehre gilt.

Der Code von Rabbi Schimon Bar Jochai:    
 
Das Sohar – das Buch der Bücher der Kabbala, wurde versiegelt und sofort nachdem es verfasst wurde mit tausend Schlössern verschlossen, so irrte es schon seit vielen Jahrhunderten in der Welt umher. Als die Zeit reif war, wurde es von Baal Sulam von Neuem eröffnet.

Der Ort: Berg Meron
Die Zeit: Mitte des zweiten Jahrhunderts allg. Zeitrechnung

… Es sind stürmische Jahre, blutige Kriege finden in allen Teilen der Welt statt, das Menschenleben verliert jeden Wert. Macht, Ruhm und Besitz werden zum höchsten Wert. Gleichzeitig sitzen in einer dunklen und engen Höhle im Norden Israels zehn Kabbalisten und schreiben an einem Buch über Ewigkeit und eine Liebe, die die ganze Welt umfasst. 

Rabbi Schimon bar Jochai sitzt am Kopf der Gruppe, sein Gesicht leuchtet, während er seinen Schülern die Geheimnisse der höheren Welt eröffnet. Seine Stimme ist ruhig, warm und liebevoll. Rabbi Abba sitzt nahe bei ihm, und obwohl die Nacht bereits angebrochen ist, glänzen auf seiner Stirn Schweißperlen. Er lauscht zittrig den gesprochenen Worten und schreibt sie in aller Genauigkeit auf, versucht, kein Wort zu verpassen. 

Die restlichen Schüler sitzen um sie herum. Ihre Augen sind geschlossen, während sie begierig die Worte der "Großen Leuchte" verschlingen. Nichts deutet auf den inneren Sturm hin, den sie gerade erleben. 

So wird, im Dunkeln der Nacht, Buchstabe nach Buchstabe, Wort nach Wort, das tiefgründigste und geheimnisvollste Buch der Lehre der Kabbala verfasst – „Das Buch Sohar“…

Die Geschichte des Buches Sohar beginnt in einer kleinen und finsteren Höhle in Pkiin, im westlichen Gallil-Gebirge, vor etwas weniger als zweitausend Jahren. Dort verstecken sich Rabbi Schimon bar Jochai und sein Sohn, Rabbi Elazar, vor dem römischen Kaiser. Im Laufe von dreizehn Jahren bereiten sie sich darauf vor, ein Buch zu verfassen, welches den Lauf der Menschheitsgeschichte verändern soll. Tag und Nacht vertiefen sie sich in die Geheimnisse der Höheren Welt, erklimmen die höchsten spirituellen Stufen und klären und prüfen, was später im Buch Sohar stehen soll. In ihrem Herzen brennt ein einziger Gedanke – es ist die Zeit gekommen, der Welt die Geheimnisse der Schöpfung zu offenbaren.

Die Jahre vergehen wie im Flug, Rabbi Schimon und sein Sohn vervollständigen die Korrekturen, die sie tun mussten, und verlassen die Höhle. Um jedoch das Buch Sohar zu verfassen, muss Rabbi Schimon Schüler um sich sammeln, um mit deren Hilfe das Höhere Licht „herabzusenken“. Er selbst steht bereits auf einer zu hohen spirituellen Stufe, er hat bereits die Fähigkeit verloren, seine Erkenntnisse in der Sprache der Menschen zu erklären.

In kurzer Zeit sammelt er um sich neun kabbalistische Größen seiner Epoche – zehn Kabbalisten entsprechend den zehn Sefirot. Als Lernort bestimmt er die kleine Höhle im Gallil-Gebirge mit der Aussicht auf die Berglandschaft der Stadt Safed.

Durch die Verbindung zwischen ihnen erschaffen sie aus dem Nichts einen gemeinsamen spirituellen Bau, durch welchen Rabbi Schimon das Höhere Licht in die Welt hinab führt. Doch die Worte von Rabbi Schimon sind so verborgen, so verschlüsselt… Wie wird man sie an den Rest der Menschheit weiterleiten können?

Der erste Code in der Geschichte der Menschheit

„Und so lege ich es mit euch fest: Rabbi Abba soll schreiben, und Rabbi Elazar, mein Sohn, soll es mündlich [auswendig] lernen, und der Rest der Freunde soll es in ihren Herzen nachsagen“ (Buch Sohar, Abschnit Haasinu)

Unter den Schülern von Schimon bar Jochai war ein Kabbalist, der mit einem besonderen Talent gesegnet war. Sein Name war Rabbi Abba. Er war der Einzige, der die Worte seines Lehrers so aufzuschreiben wusste, dass sie gleichzeitig offenbart und verhüllt waren. Was er von seinem Lehrer hörte, schrieb er so auf, dass wer schon bereit war, die Worte zu verstehen, sie in der ganzen Fülle verstand, und wer nicht bereit war, nur von ihrer äußeren Hülle phantasierte.

Das Buch Sohar bezeichnet dieses besondere Talent als „Offenbarung im Geheimen“. 1800 Jahre später wird Baal Sulam so darüber schreiben: 

„Rabbi Abba wusste es, die Dinge so zu ordnen, dass sie für denjenigen, für den es sich zu begreifen lohnte, vollkommen offenbart waren, und vollkommen verdeckt und versiegelt für diejenigen waren, für die es sich nicht zu verstehen lohnte“ 
(haRaw Jehudah Aschlag, Vorwort zum Buch Panim Meirot uMasbirot).

Sohar, das Buch der Bücher der Kabbala, erblickt zum ersten Mal das Licht der Welt und wird sofort von seinen Verfassern versteckt. Grund: die Menschheit ist noch nicht reif, damit es sich in der breiten Masse offenbart. „Das Buch“, so sagte Rabbi Schimon bar Jochai zu seinen Schülern, „wird sich erst in einer Generation offenbaren, wenn die Menschen von der egoistischen Entwicklung enttäuscht sein werden und danach suchen werden, den Sinn des Lebens zu erfahren. Seine Aufgabe wird es sein, die Zeit der spirituellen Finsternis, die Galluth, das Exil, zu beenden“.
 
Fortsetzung folgt, zu Ehren des heiligen Zaddiks, der führenden rabbinischen Persönlichkeit der talmudischen Zeit: Rabbi Schimon BarJochai!

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1. Batsheva

5/15/2011

Wahrnehmungen.. BALLADE DER WAHRNEHMUNGEN Vertraue den Wahrnehmungen die von oberhalb kommen wenn auch die Sprache verschwindet Die Welt lasst uns enthüllen so wie wir es tun müssen zur Liebe strebend Gehe nicht aus deinem Verlangen die Heilung kommt nach und nach

2. Anonym

5/15/2011

BALLADE DER WAHRNEHMUNGEN Vertraue den Wahrnehmungen die von oberhalb kommen wenn auch die Sprache verschwindet Die Welt lasst uns enthüllen so wie wir es tun müssen zur Liebe strebend Gehe nicht aus deinem Verlangen die Heilung kommt nach und nach

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