13 Cheschwan 5782 / Dienstag, 19. Oktober 2021 | Thora-Parascha: Wajera
 
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Das erste Mal am Grab des Rabbi    

Das erste Mal am Grab des Rabbi



Rabbi Nachman aus Breslev sagte einst: „Bislang habe ich noch gar nicht begonnen!“ Um etwas Licht ins Dunkle dieser Materie zu führen, ...

 



Rabbi Nachman aus Breslev sagte einst: „Bislang habe ich noch gar nicht begonnen!“ Aus diesem Satz werden wir nun mit Gottes Hilfe versuchen zu erläutern, auf welche Weise man sich auf den Weg nach Uman, also an das Grab des Zaddiks begeben muss. Und daher sehen wir uns nun am Besten einmal die Weisheiten des Rabbis an (Likutey Moharan Band 1, Kapitel 62):
 

 „…Das Wichtigste bei jeder Sache ist der Anfang. - Da aller Anfang aufgrund des daraus resultierenden Lebenswechsels oder sonstigen Veränderungen schwer ist. - Infolgedessen muss man bei jeder Fahrt zum Zaddik jedes Mal aufs Neue darauf achten, dass man sich selbst in dieser Situation so betrachtet, als ob man bislang noch niemals zuvor dort war. D.h. beispielsweise für einen Menschen, der das zweite Mal zum Zaddik reist, dass er sich dieses Mal so fühlen sollte, so als ob er bislang noch niemals zuvor dort war und dass dies deshalb für ihn sozusagen die erste Begegnung darstellt. - Nach diesem Muster muss man verfahren, da der Anfang das Wichtigste bei und an jeder Sache ist und deshalb ist aller Anfang schwer…Demnach wird der gesamte Verlauf einer Sache durch die anfänglich aufgebrachte Kraft und die Begeisterung dazu bestimmt, da das Wichtigste bei und an jeder Sache der Anfang ist. Infolgedessen muss man jedes Mal aufs Neue von vorne beginnen, da es ja vielleicht so sein kann, dass der Anfang alles andere als gut war und das deshalb der gesamte Verlauf dieser Sache ebenfalls nicht gut sein kann. Das bedeutet also, dass sich jede Sache gemäß dessen Anfang verhält und dass man deshalb stets von vorn beginnen muss. D.h. dass man - wie noch nie da gewesen - jedes Mal aufs Neue zum Zaddik reisen muss, jedes Mal mit einer geballten Portion an Kraft und Begeisterung, sowie dem unerschütterlichen Willen sich IHM - unseren Gott - annähern zu wollen. Auf diese Weise ist der Verlauf dieser Sache aufgrund der anfänglich investierten Kraft und Begeisterung perfekt. Nach diesem Schema muss man bei jeder Begegnung mit dem Zaddik oder bei jeder Sache verfahren, d.h. auch innerhalb einer Begegnung oder sogar einige Male an ein und demselben Tag, denn dadurch verändert man stets seinen anfänglichen Ausgangspunkt zum Guten …“
 
Das Gesagte bedeutet also für einen Menschen, der bereits in Uman war oder sich gerade in Uman befindet und dementsprechend einen besseren kraft- und begeisterungsvolleren Einstieg in die Materie verschaffen möchte, dass er sich diesen Neuanfang bereits durch einen gedanklichen Versuch verschafft, indem er einen Weg zu entdecken versucht, mit Hilfe dessen er die Vorstellung erlangt, bislang noch nie dort gewesen zu sein!! Durch eine genaue Betrachtung dieser Zeilen lässt sich eine sagenhafte Genialität entdecken, da ein Mensch sich in der Regel bei allem was er bislang noch nicht erlebte, eben das exakte Gegenteil denkt. Demnach ist das insbesondere bei einem Menschen der Fall, der in Wirklichkeit noch nie am Grab des Zaddiks war. D.h., dass solch ein Mensch - in der Regel - versucht, sich trotz dieser Tatsache verkrampft einzubilden, er sei bereits dort gewesen; daher verspürt er bei seiner realen Erstbegegnung das irreführende Gefühl, es handele sich dabei bereits um ein “zweites Mal“. - Doch eben darin liegt der illusionäre Irrtum, den sich der Großteil aller Besucher vormachen.
 
Das bedeutet, das ein Mensch bei allem was er bislang noch nicht erlebte - und das gilt insbesondere für die Reise zum Zaddik -, dass er sich dabei jedes Mal aufs Neue vorstellen muss, er wäre bisweilen noch nie zuvor dort gewesen. 
 
Nach dem gleichen Prinzip lehrt uns Rabbi Nachman die Gegenüberstellung zur „Gottes-Arbeit“, also der Annäherung an Ihn und zum Glauben. - Er sagte diesbezüglich beispielsweise, das Größte für einen Menschen sei es zu dem Punkt zu gelangen, von dem aus er trotz seines Glaubens und/oder seiner Thorakenntnisse sagen kann, er habe bislang noch nicht den wahren Genuss der Thora, des Glaubens und eben Gott kosten können. Denn er habe ja bisweilen noch niemals wirklich gebetet oder sich wirklich an Gott angenähert, geschweige denn die Thora studiert. / Und all dies - wie bereits gesagt - trotz der Tatsache, dass er in Wirklichkeit ein religiöser Mensch ist und daher sehr viel Zeit und Energie in sein Thora-Studium, sowie in die Gebete zu unserem Vater im Himmel investiert hat!
 
Um etwas Licht ins Dunkle dieser Materie zu führen, behelfen wir uns nun mit einem Midrasch (Auslegung der Thora im Kommentar Raschis - das istRabbi Schlomo Itzchak, der 1040 in der französischen Provinzstadt Troyes geboren wurde und 1105 verstarb und innerhalb dieser Zeit auch in Deutschland, in Mainz und in Worms lebte- über den im Buch Hiob stehenden Satz: Der Abgrund sprach: „Nicht in mir ist sie.“ Und das Meer sprach: „Sie ist nicht bei mir!“ [Hiob Kapitel 28, Satz 14[ ).

Dieser Midrasch geht auf die Situation ein, in der der Satan, bei der Offenbarung der Zehn Gebote und der Thora, am Berg Sinai auf Gott zuging und Ihn fragte, wo denn die Thora sei, da er sie nicht mehr im Himmel sah.
 
Daraufhin erwiderte Gott dem Satan, dass er sie dem Sohn Amrams - also Moses - gab.
 
Der Satan machte sich daraufhin unverzüglich auf den Weg zu Moses und fragte ihn anschließend, wo die Thora nun sei!?
Moses erwiderte ihm daraufhin, sie sei im Meer.
 
Der Satan machte sich also auf den Weg ans Meer und befragte es, wo denn die Thora zu finden sei!?
 
Das Meer erwiderte ihm: „Sie ist nicht bei mir, daher gehe zum Sohn Amrams, also zu Moses.“
 
Der Satan machte sich daraufhin erneut auf dem Weg zu Moses und fragte ihn zum zweiten Mal, wo die Thora sei!?
 
Dieses Mal erwiderte er ihm, dass sich die Thora im Abgrund befinde.
 
So gesagt machte sich der Satan auf den Weg zum Abgrund und fragte nun diesen, wo die Thora sei.
 
Der Abgrund erwiderte ihm: „Nicht in mir ist sie, daher gehe zum Sohn Amrams, d.h. zu Moses.“
 
Der Satan ging also wieder einmal zu Moses und fragte ihn zum dritten Mal, wo die Thora sei.
 
Moses erwiderte ihm: „Bei Gott!“
 
In diesen kurzen Midrasch steckt wahrlich eine sagenhafte, atemberaubende Weisheit. Zunächst einmal stellt sich die Frage, wie Moses, nachdem Gott ihm die Zehn Gebote und die gesamte Thora überreichte und ihm anschließend den Auftrag erteilte, sie dem Volk Israel und der gesamten Menschheit bis in alle Ewigkeit zu übergeben dazu kam dem Satan zu sagen, sie befände sich im Meer und dann auch noch im Abgrund!! Und daraus folgt eine weitere Frage, ob es wirklich sein kann, dass Moses - Gott behüte - lügt!? Zu allem Überfluss sagte er dem Satan am Schluss auch noch, die Thora befindet sich bei Gott, obwohl Gott sie ihm bereits übermittelte!!
 
Die Antwort auf diese Fragen ist schlichtweg eine ausgesprochen atemberaubende. Moses der Zaddik wusste, dass der Satan in seiner Boshaftigkeit wusste, was in der Thora steht und deshalb entschloss er sich ihm zu beweisen, dass es keinen Sinn macht nach ihr zu suchen und auf diesen Weg zu versuchen, die gesamte Menschheit auf seinen Irrweg in die Hölle zu führen. Im Grunde genommen stellte Moses den Satan schlichtweg bloß, da dieser nicht erkannte, weshalb Moses sich ausgerechnet für das Meer und den Abgrund als Antwort entschied. Darüber hinaus nahm er seine Aussagen völlig ernst und begab sich wie ein Dummkopf ans Meer und zum Abgrund in der Hoffnung, das Unbeschreiblichste auf dieser Welt an diesen Orten finden zu können.

Moses hat aber bei seinen Aussagen keineswegs gelogen. Er entschloss sich anfänglich dem Satan zu sagen, er wisse wirklich nicht, wo sich die Thora befände und wo sich die in ihr befindlichen Weisheiten und Erkenntnisse verbergen. Infolgedessen sagte er ihm, dass sie sich am Meer und im Abgrund befinde.
 
Der Satan hätte nach der ersten Antwort die Moses ihm gab bereits verstehen müssen, dass er ihn zum Buch Hiob hinführt. Dort steht im 28. Kapitel (Satz 12) die Antwort auf die Frage, wo die Weisheit der Thora zu finden ist und was ihre Essenz verkörpert. Im 13. Satz steht nämlich: „Kein Mensch kennt ihren Preis und im Lande aller Lebenden ist sie unauffindbar.“ Und dann folgen im 14. Satz die Aussagen des Meeres und des Abgrundes: „Nicht in mir ist sie.“, sowie „Sie ist nicht bei mir!“

In den anschließenden Sätzen (15-23) steht dann:
 
„Gediegenes wird man nicht für sie geben und mit Silber kann man ihren Kaufpreis nicht aufwiegen. Ebenfalls kann man ihren Wert nicht durch das Gegenwiegen von Ofir-Gold, kostbaren Onyx und Saphir ermitteln. Ihr Wert lässt sich ebenso wenig durch den Wert von Gold und von Glas erschätzen und außerdem gibt es für sie keinen Tauschpreis, nicht einmal etwas aus Gold. Und auch Korallen und Kristalle kommen nicht in Frage; und der Schmuck ihrer Weisheit steht vor dem Wert der Perlen. Und auch durch den Topas vom Kusch lässt sich ihr Wert nicht schätzen, da man sie nicht einmal gegen reines Gold aufwiegen kann. - Aber die Weisheit - wo kommt sie her und was verkörpert ihre Erkenntnis? Hohl ist sie vor den Augen aller Lebendigen und dem Vogel des Himmels ist sie verborgen. Die Verwesung und der Tod sprachen: Mit unseren Ohren hörten wir ihre Kunde: Nur Gott kennt ihren Weg und den Weg zu ihr; und nur Er kennt den Ort, wo sie sich befindet! …“
 
Nunmehr ist klar, weshalb Moses dem Satan in Demut am Schluss sagte, dass sich die Thora bei Gott befindet, trotz der Tatsache, dass Er sie ihm schon überreicht hatte. Da niemand - außer Gott - wirklich genau weiß, was in der Thora steht und was sich wahrhaftig in ihrer Tiefgründigkeit befindet.
 
Daraus lässt sich nun schlussfolgern: Moses verstand, dass er trotz seiner Auserwählung immer noch nicht begonnen hatte sie zu verstehen und sie sich deshalb auch nach wie vor noch bei Gott befindet. Und so schließt sich nun der Kreis der Lehren Rabbi Nachmans, die wir am Anfang dieser Zeilen aufführten. Das wir uns nämlich niemals etwas vormachen sollten, wir hätten von diesen und jenen Dingen richtig viel Ahnung oder wir wären dort schon unzählige Male gewesen, usw. Im Gegenteil, erst der demütige Blick auf eine bestimmte Sache führt uns zum wahrhaftigen Erfolg, da wir uns dann wahrhaftig damit auseinandersetzen können und dadurch wiederum den wahren verborgenen Kern der Dinge erkennen und nicht etwa nur unsere illusionären Fantasiegebilde. Und derjenige, der dies anderen Menschen lehrte, konnte letztendlich den vollen Umfang dieser Weisheiten verinnerlichen, so wie der Zaddik Rabbi Nachman von Breslev…!
 

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