22 Siwan 5779 / Dienstag, 25. Juni 2019 | Thora-Parascha: Korach
 
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Dankbarkeit zahlt sich aus    

Dankbarkeit zahlt sich aus



Es sind die kleinen Aufmerksamkeiten, die für Geborgenheit und Nähe sorgen. Lebe eine glückliche Partnerschaft!

 



Viele Frauen behaupten oft: „Wieso sollte ich mich ständig bei meinem Mann für sein Tun bedanken?! Es reicht doch wohl völlig aus, wenn ich mir im Herzen still und leise meinen Teil dazu denke. Jeder Mann ist ein Macho und wenn ich mich für alles bei ihm bedanke, dann wird er nur noch arrogant und wird sich deshalb auch erlauben, sich über mich zu stellen.“

 

Und genau das ist eben falsch! Eine Person, bei der man sich immer bedankt, fühlt sich absolut motiviert, nur Gutes zu tun. Ein schlichtes „Danke“ drückt Anerkennung und Respekt aus und eben das sucht auch ein Macho! Jeder Mann erwartet für jede seiner Bemühungen ein „Danke“. Wenn eine Frau sich also aufrichtig bei ihrem Mann für sein Tun bedankt, sei es dafür, dass er den Müll rausträgt oder was er sonst alles für eurer gemeinsames Heim tut, kann der Mann dadurch emotional auftanken. Deshalb wird er auch niemals seiner Frau gegenüber arrogant werden. Schließlich vermittelt sie ihm durch ihre Dankbarkeit, wie sehr sie ihn schätzt.

 

Hand aufs Herz, zum Streiten gehören immer zwei. Wenn eine Person meint, dich nieder machen zu müssen, du dich aber nicht darauf einlässt, indem du deinem guten Charakter treu bleibst und dich für das, wofür es sich zu bedanken gehört, bedankst, wird sich die Person, die sich dir gegenüber so schrecklich verhält, bald selbst ziemlich für ihr eigenes Verhalten schämen: „Sie tut mir immer nur Gutes, ist dankbar und wertschätzend - und ich verhalte mich dagegen ausgesprochen unmöglich“, so würde jeder von uns denken, wenn man uns selbst gut und wohlwollend begegnet, aber unsere Reaktion darauf zu wünschen übrig lässt.

 

 

ES WIDERT MICH AN

 

Fakt ist: Ein Mensch, der sich jedem gegenüber dankbar erweist, wird geachtet und geliebt. Doch jene, die sich einbilden, man müsse sie immer bedienen, werden gehasst und verachtet! Auch wenn du jetzt vielleicht denkst, dass das Leben doch nur die Guten bestraft, wird dich diese Geschichte sicher zu einigen Tränen rühren.

 

Ein Mann erzählte mir: Als ich eines Abends nach Hause kam und meine Frau das Abendbrot serviert hatte, nahm ich ihre Hand und sagte ihr, dass ich ihr etwas Wichtiges mitteilen müsse. Sie setzte sich hin und aß schweigend. Und ich sah aber die Angst in ihren Augen. Auf einmal war ich wie versteinert.

 

Ich konnte meinen Mund nicht mehr öffnen. Aber ich musste ihr sagen, was ich dachte: Ich möchte mich scheiden lassen. Sie wurde nicht aufbrausend und regte sich auch nicht über meine Worte auf, sondern fragte mich nur leise nach dem Grund dafür. Ich vermied eine Antwort auf diese Frage und das verärgerte sie. Sie schmiss ihr Besteck beiseite und schrie mich an, dass ich kein Mann sei. In dieser Nacht redeten wir nicht mehr miteinander. Sie weinte die ganze Nacht. Ich wusste, dass sie herausfinden wollte, was mit unserer Ehe passiert war, aber ich konnte ihr keine zufrieden stellende Antwort geben: „Ich habe mich in Jane verliebt.“ Meine Frau liebte ich nicht mehr.

 

Mit einem tiefen Gefühl der Schuld entwarf ich einen Ehevertrag, in dem ich ihr unser Haus, unser Auto und 30% von unserer Firma anbot. Sie warf einen Blick darauf und zerriss ihn anschließend. Die Frau, mit der ich zehn Jahre meines Lebens verbracht hatte, wurde mir fremd. Mir tat es um ihre Zeit und ihre Energie leid, die sie mit mir verschwendet hatte, aber ich konnte nicht mehr zurück, dafür liebte ich Jane zu sehr. Schließlich brach sie vor meinen Augen laut in Tränen aus, das war die Reaktion, die ich erwartet hatte. Sie weinen zu sehen, brachte mir irgendwie ein Gefühl der Erleichterung. Schon seit einiger Zeit spielte ich mit dem Gedanken, mich scheiden zu lassen, und ich war inzwischen regelrecht besessen von dem Gedanken. Nun wurde das Gefühl nochmals stärker und klarer, dass es die richtige Entscheidung sei.

 

Am nächsten Tag kam ich spät nach Hause und sah sie schreibend am Tisch sitzen. Ich war sehr müde an dem Abend und so ging ich ohne Abendbrot direkt ins Bett. Die vielen Stunden mit Jane haben an meinen Kräften gezehrt. Ich wachte kurz auf und sah sie immer noch schreibend am Tisch sitzen. Das war mir aber egal und so drehte ich mich um und war sofort wieder eingeschlafen.

 

Am nächsten Morgen teilte sie mir ihre Forderungen für eine Scheidung mit. Sie verlangt gar nichts weiter von mir, möchte jedoch einen Monat Zeit bis zur Bekanntgabe unserer Scheidung. Sie wünschte, dass wir einen Monat lang unser Leben so leben und so tun sollten, als wäre nichts geschehen. Ihre Gründe dafür waren einfach und einleuchtend: Unser Sohn würde in einem Monat seine Klassenarbeiten schreiben und sie wollte ihn nicht mit unserer kaputten Ehe dabei unnötig belasten. Das konnte ich akzeptieren. Aber dem fügte sie noch hinzu: Sie wollte, dass ich mich daran erinnere, wie ich sie am Tag unserer Hochzeit über die Türschwelle getragen hatte. Sie wollte, dass ich sie jeden Morgen aus unserem Schlafzimmer bis zur Wohnungstür trüge. Ich dachte, dass sie nun total verrückt geworden sei. Damit unsere letzten gemeinsamen Tage aber so unkompliziert wie möglich sich gestalten sollten, willigte ich auch hierin ein.

 

Später erzählte ich Jane von den Bedingungen, die meine Frau gestellt hatte. Sie lachte laut darüber und sagte, dass das alles absurd sei. „Egal, was für Tricks sie anwenden wird, sie muss die Scheidung akzeptieren“, sagte sie höhnisch.

 

Nachdem ich meiner Frau mitgeteilt hatte, dass ich mich scheiden lassen will, hatten wir keinerlei Körperkontakt mehr miteinander. So war es kein Wunder, dass es am ersten Tag ein ungewohntes Gefühl war, als ich sie hinaustrug. Unser Sohn stand hinter uns und applaudierte: „Papa trägt Mama auf Händen“, freute er sich. Seine Worte taten mir weh. Vom Schlafzimmer durch das Wohnzimmer bis zur Wohnungstür - ich trug sie über 10 Meter auf meinen Armen. Sie schloss langsam ihre Augen und flüsterte mir zu: „Bitte sag unserem Sohn nichts über unsere Scheidung.“ Ich nickte und ein bedrückendes Gefühl überkam mich. Ich setzte sie draußen vor der Tür ab. Sie ging zur Bushaltestelle, um dort auf den Bus zu warten, der sie zu ihrer Arbeit bringen würde. Ich fuhr allein in mein Büro.

 

Am zweiten Tag fiel uns das alles schon viel leichter. Sie lehnte ihren Kopf an meine Brust. Ich konnte den Geruch ihrer Bluse riechen. Mir wurde klar, dass ich diese Frau für eine lange Zeit nicht mehr richtig angesehen hatte. Ich begriff langsam, dass sie nicht mehr so jung wie bei unserer Hochzeit war. Ich sah kleine Falten in ihrem Gesicht und auch die ersten grauen Haare. Unsere Ehe war an ihr nicht spurlos vorübergegangen. Für eine Minute habe ich mir die Frage gestellt, was ich ihr damit angetan hatte.

 

Als ich sie am vierten Tag auf den Arm nahm, merkte ich, dass ein Gefühl der Vertrautheit langsam wieder aufkam. Dies war die Frau, die mir zehn Jahre ihres Lebens geschenkt hatte.
 

Am fünften Tag fiel mir auf, dass die Vertrautheit weiter zunahm. Ich erzählte Jane nichts davon. Je weiter der Monat dahinging, desto leichter fiel es mir, sie zu tragen. Vielleicht machte mich mein tägliches Training stärker.

 

Eines Morgens sah ich ihr dabei zu, wie sie überlegte, was sie anziehen sollte. Sie probierte einige Kleidungsstücke an, konnte sich aber nicht entscheiden. Dann sagte sie seufzend: „Alle Kleidungsstücke werden immer größer.“ Und plötzlich bemerkte ich, dass sie viel dünner geworden war. Das war also der Grund dafür, dass mir das Tragen immer leichter gefallen war.

 

Plötzlich traf es mich wie ein Schlag: Sie trug so viel Schmerz und Bitterkeit in ihrem Herzen. Unbewusst streichelte ich ihren Kopf.

 

In diesem Moment kam unser Sohn und sagte: „Papa, es ist Zeit, du musst Mama aus dem Zimmer tragen!“ Es wurde ein wichtiger Teil seines Lebens, zu sehen, wie Papa die Mama aus dem Zimmer trug. Meine Frau sagte unserem Sohn, dass er näher kommen solle. Als er das tat, nahm sie ihn fest in den Arm. Ich drehte meinen Kopf weg, weil ich Angst hatte, meine Meinung doch noch in letzter Minute zu ändern.

 

Ich nahm sie dann wieder auf meine Arme und trug sie aus dem Schlafzimmer durch das Wohnzimmer in den Flur. Ihre Hand lag leicht um meinen Hals. Ich hatte sie fest im Arm. Es war so wie einst am Tag unserer Hochzeit.

 

Ich machte mir Sorgen, weil sie immer weniger wog. Als ich sie am letzten Tag auf dem Arm hatte, konnte ich mich kaum bewegen. Unser Sohn war schon in der Schule. Ich hielt sie fest und sagte ihr, dass mir gar nicht aufgefallen war, dass in unserem Leben die Intimität gefehlt hatte. Ich fuhr zu meinem Büro und sprang aus dem Auto, ohne es abzuschließen - dafür war jetzt keine Zeit. Ich hatte Angst, dass jede Verzögerung mich umstimmen könnte. Ich rannte die Treppe hoch. Als ich oben ankam, öffnete Jane die Tür: „Es tut mir leid, aber ich will mich nicht mehr scheiden lassen“, sagte ich ihr.

 

Sie blickte mich erstaunt an und fasste mir an die Stirn: „Hast du Fieber?“, fragte sie. Ich nahm ihre Hand von meiner Stirn und sagte: „Es tut mir leid, Jane, ich will mich nicht mehr scheiden lassen. Unser Eheleben war vermutlich deswegen so eintönig, weil sie und ich uns nicht zu schätzen wussten, und nicht, weil wir uns nicht mehr liebten! Jetzt erst ist mir klar geworden, dass ich ihr damals, als ich sie an unserem Hochzeitstag über die Türschwelle getragen habe, die Treue geschworen habe, bis dass der Tod uns scheidet.“

 

Plötzlich schien Jane aufzuwachen. Sie gab mir eine schallende Ohrfeige, knallte die Tür zu und brach in Tränen aus. Ich lief hinunter zum Blumenladen, der auf meinem Weg lag. Dort angekommen, bestellte ich einen Strauß für meine Frau. Die Verkäuferin fragte mich, was sie auf die Karte schreiben solle. Ich lächelte und schrieb selbst: „Ich werde dich jeden Morgen über die Schwelle tragen, bis dass der Tod uns scheidet.“

 

Als ich an diesem Nachmittag zu Hause ankam, hatte ich ein Lächeln auf den Lippen und einen Strauß Blumen in der Hand. Ich rannte die Treppen hinauf nach oben und fand meine Frau regungslos im Bett. Sie war tot! Meine Frau hatte seit Monaten gegen Krebs angekämpft und ich war viel zu sehr mit Jane beschäftigt, um das überhaupt mitzubekommen. Sie wusste, dass sie bald sterben würde und wollte mich vor einem bewahren: Den negativen Gefühlen unseres Sohnes mir gegenüber. Wenigstens in den Augen meines Sohnes bin ich der liebevolle Ehemann geblieben…

 

Es sind die kleinen Dinge in einer Beziehung, die wirklich wichtig sind. Es sind keine Villa, kein Auto oder Berge von Geld. Diese Dinge können zwar das Leben bereichern, aber sie sind niemals der Ursprung des Glücks.

 

Also nimm dir die Zeit und tue für deine Partnerschaft die Dinge, die eine wirkliche Partnerschaft ausmachen. Es sind die kleinen Aufmerksamkeiten, die für Geborgenheit und Nähe sorgen. Lebe eine glückliche Partnerschaft!

 

Wenn du diese Geschichte und vor allem dieses Buch hier nicht weiter empfiehlst, hilfst du anderen damit nicht weiter.

 

Erzählst du es bzw. empfiehlst du dieses Buch für die Frau und dieses hier für den Mann weiter, so kann es für so manche Ehe, die kurz vorm Aus steht, ein wahrer Segen sein und diese retten.

 

 

David Kraus (M.A in Psychologie und Integrativer Psychotherapie | Dipl. Paar- und Familientherapeut | Dipl. Pädagogischer Elternberater) ist Oberrabbiner der Jüdisch-Chassidischen Kultusgemeinde Breslev Deutschland / Israel mit Sitz in Hanau. David Kraus finden Sie bei Facebook.





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