19 Ijar 5779 / Freitag, 24. Mai 2019 | Thora-Parascha: Bechukotei
 
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Schöne neue Welt



Nach einem meiner Vorträge ging einer der Zuhörer auf mich zu und meinte, sein Leben wäre schwärzer als schwarz …

 



Ins Deutsche übertragen von Rabbi David Kraus

Wir alle befinden uns gerade in der Zeit vor Chanukka. Daher werde ich euch nun etwas - im Zusammenhang - über dieses Fest erzählen.


Nach einem meiner Vorträge ging einer der Zuhörer auf mich zu und meinte, sein Leben wäre schwärzer als schwarz …
 
Ich erwiderte ihm daraufhin, dass er sich von nun an nur noch auf seine guten Seiten, also auf seine innere Schönheit konzentrieren und mit sich selbst zufrieden sein sollte. (Likutey Moharan, Band 1, Kapitel 282)
 
Der völlig verstörte und unmotivierte Mann meinte daraufhin:
 
„Gute Punkte!? Innere Schönheit!? Rabbi wovon sprechen sie! Ich bin gelinde ausgedrückt ein absolutes Charakterschwein. Auch wenn ich versuchen würde ihren Rat zu befolgen, es würde am Ende nichts Gutes dabei herauskommen …“
 
Ich muss ehrlich zugeben, mit solch einer Antwort hatte ich nicht gerechnet. Vor allem  nicht vom einem gläubigen Juden. Dieser Mann sah auch entsprechend aus, hatte also Schläfenlocken und einen Bart. Er trug die klassische chassidische Kleidung mit dem dazugehörigen Hut, einen kleinen Talit und er betete bestimmt das Morgengebet, legte die Tefillin an, hütet den Schabbat, hörte sich meinen Thoravortrag an usw. usf. … Ich war schlichtweg schockiert! Schockiert darüber, bis wohin die Lüge des bösen Triebs geht!

Dessen einzige Aufgabe besteht darin, einem Menschen alles an sich selbst und an seinem Leben schwarz zu malen! So wie bei diesem Mann, der auf Anhieb etliche gute Punkte an sich finden könnte, sich allerdings als ein absolutes Charakterschwein betrachtet.

 
In dem eben geschilderten Fall handelte es sich um einen Juden, doch von ähnlichen Problemen berichtete mir auch mein treuer Schüler Rabbi David Kraus über seine Besuche in Deutschland und Österreich. Dort traten auch Nichtjuden auf ihn zu und klagten über ein ach so schlimmes Leben. Mein treuer Schüler Rabbi David antwortete natürlich ähnlich wie ich, nämlich:
 
„Blicke von nun ab nur noch auf deine gute Seite! Konzentriere dich also auf deine innere Schönheit und sei zufrieden von dir selbst.“
 
Doch leider meinten diese Menschen auch nur, es handele sich bei ihnen um völlig hoffnungslose Fälle …! Was für ein Selbstbetrug!!!
 
Daher müssen wir uns alle jetzt fragen:
 
Was geschieht eigentlich mit dem wunderschönen Licht, durch das das Leben eines Menschen wegen seiner guten Taten erhellt wird, so wie es heißt:
 
„Ein wenig Licht verdrängt sehr viel Dunkelheit!“
 
Mit anderen Worten verdrängt ein Mensch seinen schwarzen Alltag durch die Ausführung guter Handlungen bzw. Gebote Gottes.
 
Doch eben sahen wir, es gibt Menschen die sich zwar gut verhalten, anderen Menschen helfen, ihren Partner lieben, ihre Kinder gut erziehen, an Gott und nicht etwa an Götzen glauben usw. - und dennoch unglücklich sind und darüber hinaus auch noch verspüren, sie führen ein Leben voller Schlechtigkeit und haben ein bösartiges Wesen …
 
Wo ist dieses Licht, von dem unsere Weisen sprachen? Diese Wärme und Licht spendende Helligkeit, welches das manchmal schwarz scheinende Leben eigentlich erleuchten sollte!?
 
Die Antwort:
 
Ein Mensch verspürt und sieht in seinem Leben dieses wundervolle und guttuende Licht nur:
 

  • Wenn er selbst achtet was er tut!
  • Sich also darüber auch freut, etwas Gutes getan zu haben!
  • Und daher auch das Gute an sich selbst und die daraus hoffnungsvolle Zukunft erkennt!
  • Und sich für all das natürlich bei Gott bedankt!


Nur so kann ein Mensch durch ein wenig Licht, also mit einer sogar völlig geringfügigen guten Tat, wie z.B. jemanden helfen das Objekt X zu finden, sehr viel Dunkelheit aus seinem Leben entfernen! Doch um das wirklich im Alltag wahrzunehmen bedarf es der eben aufgeführten Punkte!

Ohne das Streben nach der Erfüllung dieser Punkte, die wiederum Freude und Glück zu Folge haben, wird ein Mensch niemals an dieses Licht gelangen! Auch dann nicht, wenn er selbst über 24 Stunden hinweg immer neue gute Taten ausführt! Ohne die Einhaltung der eben erwähnten Punkte bleibt er schlicht und ergreifend im Dunkeln sitzen!
 
Am Anfang versprach ich euch etwas über Chanukka zu erzählen. Dem einen oder anderen ist bestimmt nicht aufgefallen, dass wir uns bereits mit dem ersten Satz dieses Artikels bei der Erfüllung des Chanukka-Festes befinden! Denn sie wissen vielleicht, in der damaligen Zeit waren es die Griechen, die dem Volk Israel ihre Spiritualität und somit also ihren Glauben an Gott rauben wollten. Doch nun stellt sich die Frage, mit welchen Mitteln sie ihr Ziel erreichen wollten! Wie? Indem sie den Menschen in den Kopf setzten, alles wäre schlecht und schwarz! Und eben dieses Hirngespinst führt dazu, dass ein Mensch nicht in der Lage ist, seine guten Seiten - zum Beispiel seine innere Schönheit - zu erkennen, ja überhaupt deren Existenz wahrzunehmen!  
 
Deshalb darf ein Mensch, der sich gerade in einem moralischen Tief befindet, der also traurig und verzweifelt ist, niemals versuchen, die Ursache für seine Situation in seiner Schlechtigkeit zu sehen! Und dies trotz der Tatsache, dass man in der Regel jeden Tag sein Verhalten mit kritischen Augen betrachten und bewerten muss, um so die gewünschte Verbesserung des Charakters auch wirklich zu erreichen. Mit anderen Worten besteht die tagtägliche Betrachtung und Bewertung eines in einem moralischen Tief befindlichen Menschen darin, ausschließlich das Gute und Schöne an sich selbst und somit an seinem Verhalten ausfindig zu machen! Denn egal welchen Fehler ein Mensch auch beging, Gott erwartet von ihm in erster Linie, dass er nach Anerkennung seines Fehlers - glücklich ist! Gott bemängelt bei einem Menschen also als erstes immer:
 

  • Weshalb siehst du nicht das Gute und Schöne an dir!?
  • Weshalb unterschätzt du die unermessliche Kraft des Lichtes deiner Handlungen!?
  • Den Beweis für die Richtigkeit meiner Worte kann man aus den Schriften von Rabbi Itzchak Luri Aschkenasi, dem Ari HaKadosch, ein großer jüdischer Mystiker (also ein Kabbalist) entnehmen! Er bekannte nämlich, alles was er in seinem Leben erreichte kam, weil er jede seiner Guttaten in Freude ausübte! Anders gesagt, er war glücklich und zufrieden mit dem was er tat und deshalb auch mit sich selbst! Also liebte er das Leben und bedankte sich daher auch bei Gott für alles! Dies führte bei ihm zum Erfolg, die innere Schönheit von allem auf dieser Erde zu erkennen! So entdeckte er also auch die geheime Mystik der Thora und offenbarte uns mit der Kabbala einen Teil dieser Erkenntnis …

 
Ein Mensch, der also in seinem Leben alles nur tut weil er meint keine andere Wahl zu haben, dem wird niemals auffallen, dass sich in allem etwas Schönes verbirgt! Die innere Schönheit, mit dem es einem Menschen u.a. gelingt, Herr über seine schlechten Eigenschaften und Angewohnheiten zu werden. Und um diese innere Schönheit zu entdecken, bedarf es der Lebenskunst:
 

  • Zu schätzen, was man selbst tut!
  • Sich also darüber zu freuen, etwas Gutes getan zu haben!
  • Und daher auch das Gute an sich selbst - und die sich daraus entwickelnde hoffnungsvolle Zukunft - zu erkennen!
  • Und sich deshalb auch für all das Gute bei Gott zu bedanken!


In diesem Sinne, wünsche ich euch und der gesamten Welt ein schönes Chanukka-Fest - und vor allem - ein wunderbares Leben,

 
in Liebe,
 
euer Schalom Arusch
 
Klicken Sie bitte hierum - Rabbi Schalom Arusch - das zu Fragen, was Sie vielleicht bisweilen belastet!

 





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