16 Siwan 5779 / Mittwoch, 19. Juni 2019 | Thora-Parascha: Schelach Lecha
 
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Der König ist im Feld!    

Der König ist im Feld!



Am Rosh Chodesh Elul stieg Moshe das dritte Mal auf den Berg Sinai, nachdem ihn G – tt dazu aufgefordert hatte ...

 



Der jüdische Monat Elul ist der wichtigste Monat des Jahres überhaupt, leitet er doch die Umkehr (Teschuva) zum bevorstehenden jüdischen Neujahrsfest (Rosh HaShana) ein. Aus dem Grund wird der Elul auch der Monat der Teschuva (Umkehr) oder Monat der Rachamim (Gnade) genannt.

Am Rosh Chodesh Elul stieg Moshe das dritte Mal auf den Berg Sinai, nachdem ihn G – tt dazu aufgefordert hatte. Bei seinem ersten Aufstieg erhielt er das erste Paar der Gesetzestafeln, welche er nach seinem Abstieg am 17. Tammuz zerstörte. Nämlich in dem Moment als er das Goldene Kalb sah. Gleich darauf stieg Moshe zum zweiten Mal auf den Berg Sinai, um G – tt zu überreden, die Sühne (Teschuva) der Israeliten anzunehmen und sie keinesfalls zu zerstören. Nun sollte Moshe ein drittes Mal aufsteigen, um das zweite Paar der Gesetzestafeln in Empfang zu nehmen. 40 Tage später, am Yom Kippur, wird er mit den neuen Gesetzestafeln wieder herabsteigen.

Keine jüdisch – orthodoxe Richtung legt soviel Wert auf den Satz aus Shir HaShirim 6:3: "HaMelech BaSadeh – The King is in the Field – Der König ist im Feld", wie die Chassidut.

Gemeint ist damit G – tt, der laut dem Baal Shem To im Monat Elul am leichtesten für uns zugänglich ist. In der Zeit des Elul ist G – tt uns am nächsten und wenn wir nur unsere Vergehen bereuen, ist Er leichter bereit uns anzuhören und zu vergeben. Dies sollte unser Ziel sein im Elul, denn am 1. Tishrei, des folgenden Monat, ist Rosh HaShana, der Tag, an dem die ganze Welt gerichtet wird. Dann entscheidet G – tt für ein weiteres Jahr über die Zukunft unserer Welt und und Menschen. Wie wird dann das neue Jahr fuer uns aussehen ? Erfolgreich, weniger erfolgreich, werden wir gesund bleiben, genuegend Einkommen haben, wird Frieden herrschen, etc. All das wird an Rosh HaShana entschieden. Für Juden spielt der Yom Kippur am 10. Tishrei eine weitere Rolle bezüglich des Gericht G – ttes. Für Nichtjuden ist dagegen Rosh HaShana allein der alles entscheidende Tag.

Ein Minhag (Brauch) vom Baal Shem Tov war es, im gesamten Elul täglich Psalm 27 zu beten. Sieben Mal, wenn ich mich recht erinnere. Laut Chabad (Shaarei HaMoadim) sollte man im Monat Elul täglich drei Kapitel Psalmen beten und natürlich Thora lernen, um G – ttes Gnade zu erwecken.
Elul ist die große Zeit der Hitbodedut, heißt, man soll sich täglich für eine Stunde (kann auch weniger oder mehr sein) zurückziehen und das Gespräch mit G –tt suchen. Wie erwähnt, ist G – tt im Elul leichter zu erreichen. Außerdem hat Elul die Kraft, all unsere Vergehen des gesamten Jahres rückgängig zumachen, wenn wir nur bereuen (Teshuva machen), so der Sefat Emet der Chassidut Gur und dessen einstiger Rebbe. Eine weitere Vorbereitung, Teshuva zu tun und sich so auf Rosh HaShana vorzubereiten ist Zedakah (Spenden) an Bedürftige zu geben.

Die sephardischen Juden beginnen im Elul ihre Selichot – Gebete, welche ebenso zur Gnade G – ttes aufrufen. Auch wird das Schofar (Widderhorn) geblasen. Allerdings in jüdischer Tradition mit bestimmten Tönen und einer vorgeschriebenen Anzahl, auf die ich zum Thema Rosh HaShana in einigen Wochen eingehen werde.

Ashkenazische Juden beginnen mit den Slichot – Gebeten wesentlich später, nämlich am Mozzaei Schabbat (Schabbatausklang) vor Rosh HaShana. Die Selichot müssen NACH Mitternacht gebetet werden. Laut dem Jerusalemer Breslov – Rabbiner (Rabbi Peretz Auerbach) können sie NICHT vor Mitternacht gebetet werden.

Im Sefer Yetzirah (Book of Creation) heißt es, dass der hebräische Buchstabe des Monat Elul das YUD י ist. Das Yud י sieht allgemein aus wie ein kleiner Punkt und dieses Yud symbolisiert G - ttes Erschaffung der Welt mit Weisheit. In der Kabbalah wird das Yud י mit Chochmah (Weisheit) gleichgesetzt. G – tt erschuf unsere Erde als Punkt. Zuerst entstand ein Punkt, der Even HaSchtiah, der Gründungsstein unter dem Altar des Ersten und Zweiten und hoffentlich bald auch Dritten Tempels. Der winzige Punkt began sich allmählich auszubreiten, bis er unsere Welt formte.

Der israelitische Stamm des Elul ist Gad, das Sternzeichen ist die Jungfrau, das Organ ist die linke Hand und der menschliche Sinn ist das Handeln. Handeln deshalb, weil wir Teschuva begehen sollen und dafür ist die Handlung notwendig. Sprich, das Bereuen und um Vergebung bitten. Das Sternzeichen der Jungfrau im Elul stellt gleichsam einen Bezug zur Teschuva (Umkehr zu G – tt) dar. Wer seine Vergehen im Elul bereut und aufrichtig plant, sein Leben zum Positiveren auszurichten, der kann symbolisch betrachtet den Zustand einer Jungfrau erreichen. Genauso unerfahren wie eine Jungfrau; ohne jeglich Vergehen auf dem Sündenkonto, denn wer ernsthaft Teschuva macht, dem kann alles vergeben werden. Vielleicht sei zu erwähnen, das "alles" nicht tatsächlich "alles" bedeutet, denn, wie wir wissen, gibt es Vergehen, die seitens G – tt niemals richtig vergeben werden können. Zusätzlich ist direkte Vergebung im Judentum von besonderer Bedeutung. Heißt, wir müssen schon die jeweiligen Mitmenschen persönlich um Verzeihung bitten und nicht zu G – ttes Gnade erbitten. Real bedeutet dies, dass man einen Mitmenschen im Falle eines Vergehen mindestens dreimal um Vergebung bitten muß. Ist danach die Gegenseite immer noch zu keiner Vergebung bereit, so zählt eine dreimalige aufrichtige Bemühung seitens G – tt dennoch als vergeben und von nun an muß die nicht vergebende Gegenseite mit der eigenen Entscheidung leben.

Wer sich in Jerusalem befindet, der wird tags und auch nachtsüber die Klagemauer (Kotel) voll Menschen finden. Elul ist ein so intensiver Monat, den man unter allen Umständen nutzen sollte.

Ein ganz wichtiger Tag ist der 18. Elul, denn dies ist der Geburtstag des Baal Shem Tov.





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