13 Kislew 5781 / Sonntag, 29. November 2020 | Thora-Parascha: Wajeze
 
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Jona und Jom Kipur    

Jona und Jom Kipur



Alle kennen die Geschichte von Jona und dem Walfisch. Aber warum lesen wir ausgerechnet dieses Buch als Haftara an Jom Kipur?

 



An Jom Kippur lesen wir das Buch Jona.

Der jüdische Prophet Jona wurde von HaShem nach Ninve geschickt, in eine nicht-jüdische Stadt, um ihr anzukündigen, dass HaShem sie für ihre Sünden bestrafen würde.

 

Jona will nicht nach Ninve, er flieht per Schiff. Ein sehr schwerer Sturm kommt auf, und die Seeleute werfen das Los, wer den Zorn G-ttes auf ihr Schiff zieht. Das Los fällt auf Jona. Er rät den Seeleuten, ihn über Bord zu werfen. Das tun sie. Jona wird von einem Wal verschluckt und der Sturm legt sich. Im Bauch des Walfisches betet Jona um Errettung, und nach drei Tagen befiehlt HaShem dem Wal tatsächlich, Jona an Land zu spucken. HaShem schickt Jona erneut nach Ninve und diesmal stimmt er zu, zu gehen.

 

Er kündigt den Einwohnern Ninves an: in vierzig Tagen wird Ninve untergehen. Dann geschieht etwas Überraschendes: Die Einwohner Ninves nehmen sich die Zurechtweisung durch Jona zu Herzen. Sie fasten, beten, und ändern ihren Lebenswandel, kurz, sie tun Tshuva. Und darum bleibt die angekündigte Bestrafung aus. Jona ist wütend.

"Darum bin ich geflohen, weil ich wusste, dass du gnädig und erbarmungsvoll bist", sagt er zu HaShem (Jona 4, 2)

 

 

Jona sah voraus, dass HaShem Ninve nicht bestrafen würde, nachdem sie Tshuva täten. Warum wollte er das nicht? Dazu haben unsere Ausleger verschiedene Ideen.

 

  1. Jona sah voraus, dass Ninve, im Königreich Ashur, für Israel gefährlich werden würde. Er wollte, dass sie bestraft und geschwächt werden würden. Aber Ashur hatte noch eine wichtige Aufgabe als Werkzeug Hashems.

 

  1. Jona fürchtete um seinen Ruf als Prophet. Er war extra hierher gekommen, um die Strafe anzukündigen, und jetzt geschah nichts? Aber wir haben die Regel, dass schlechte Prophezeiungen nicht eintreten müssen.

 

  1. Jona war ein strenger Mann, er war davon überzeugt, dass auf jedes Vergehen Strafe folgen muss. Auch als der Sturm wegen ihm das Schiff zu kentern drohte, versuchte er nicht, Tshuva zu tun. Stattdessen riet er den Seeleuten, die ihm zugedachte Strafe sofort zu vollstrecken, ihn ins Meer zu werfen, wo er er ertränke.

 

 

Aber HaShem lehrt Jona: HaShem will nicht strafen. HaShem will, dass wir moralisch und in Freude leben. Wenn die Ankündigung der Strafe reicht, damit wir Tshuva tun, hat er keinen Grund, uns die Strafe wirklich zukommen zu lassen. "Will ich denn, dass der Übeltäter stirbt? Will ich nicht vielmehr, dass er von seinem Weg umkehrt und lebt?!", sagt HaShem durch Jecheskel (Kap 33, 10). 

Wir sollen HaShem ähnlich sein. Es ist also nicht unsere Aufgabe, den Sündern Strafe zu wünschen, sondern, dass sie es schaffen, umzukehren.

 

 

Und die Geschichte geht weiter. Damit Jona ihn versteht, lässt HaShem einen Busch wachsen, da wo Jona sich außerhalb der Stadt hingesetzt hat und schaut, was passiert. Jona freut sich über den Schatten des Busches. Am nächsten Tag ist der Busch verdorrt. Jona tut es um den Busch sehr leid.

"Dir tut es um diesen Busch leid, für den du nichts getan hast, der an einem Tag gewachsen und wieder verdorrt ist?", fragt HaShem, "Und mir tut es leid um die Stadt Ninve, Tausende Menschen, die ich erschaffen habe, und die Tiere!"

 

HaShem liebt seine Geschöpfe. Deshalb regiert er uns nicht ausschließlich mit Gerechtigkeit, wie Jona gewollt hätte. Sondern mit Gnade, und hat uns die Möglichkeit der Tshuva gegeben.

 

 

Dieser Artikel wurde verfasst unter Verwendung der Quellen auf http://tora.us.fm/tnk1/prqim/t1704.htm. Eine sehr hilfreiche Resource zum Studium des Tanach (aber nur auf Hebräisch).





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