29 Nissan 5781 / Sonntag, 11. April 2021 | Thora-Parascha: Tazria Mezora
 
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Die Akeda - die Bindung ( Nichtopferung) Isaaks - die 10 Prüfungen Abrahams

 



Die Akeda - die Bindung ( Nichtopferung) Isaaks - die 10 Prüfungen Abrahams

Am ersten Tag Rosch ha-Schana hören wir im ersten Buch Moses Kapitel 21.1 „ Und der Ewige bedachte Sara, wie er gesagt, und der Ewige tat an Sara, wie er gesprochen. Sara fühlte sich Mutter und gebar dem Abraham einen Sohn in seinem hohen Alter zu der Zeit, die Gott gesagt hatte.“ und die Haftara berichtet von Hanna wie Gott sie bedachte. Mit der Toralesung am zweiten Tag Rosch ha-Schana erinnern wir uns, und Gott daran, dass Abraham an diesem Tag seinen Sohn Isaak opfern sollte. Aber an Stelle Isaaks brachte er einen Widder auf Gottes Anweisung als Opfer dar. Deshalb wird das Schofar geblasen, weil es aus dem Horn eines Widders hergestellt ist. Gott hat Abraham für seinen Gehorsam reichen Lohn versprochen. Dieses Versprechen gilt bis ins tausendste Geschlecht, also können auch wir darauf hoffen. Wir betrachten Abraham als den ersten Juden weil er sich diesen Titel durch seinen Glauben, sein Vertrauen und seinen Gehorsam zu Gott verdient hat. Er hat die ihm auferlegten zehn Prüfungen bestanden.

 


1. Prüfung:

Sie fand in Ur-Kasdim (1.M.11,28) statt. Ur bedeutet im hebräischen Feuer, welches nach der Aggada (Erzählung) Abrahams erste Prüfung war. Es wird berichtet das Terach, sein Vater, Götzenfiguren verkaufte. Als Terach einmal unterwegs war, sollte Abraham ihn im Geschäft vertreten. Ein alter Mann betritt den Laden und will eine Figur kaufen.

Abraham fragt ihn: „Wie kommt es, dass du einen Gott kaufst, der viel jünger ist als du?“ Darauf hin zerschlug Abraham alle Götzenfiguren. Nur die Größte verschonte er und steckte ihr einen Stock in die Hand. Als Terach zurück kam, wolle dieser wissen was geschehen ist. Abraham gab folgende Erklärung: „Der große Götze mit dem Stock hat alle anderen zerschlagen.“ Sein Vater erwiderte: „Das ist nicht möglich. Es sind Figuren, die sich nicht bewegen können, keine Kraft haben.“

Abraham macht ihn auf seine eigenen Worte aufmerksam. Er fordert ihn auf, seine Worte zu überdenken. Dann meinte er: „Wenn das so ist, wie kann dann eine Götzenfigur Menschen helfen? Warum bittet man sie, wenn sie nichts tun können?“ An dieser Stelle der Erzählung schreibt Raschi, dass Terach seinen Sohn vor den damals wichtigsten König Nimrod gebracht hat, um sein Gerichtsurteil zu hören. König Nimrod stellte Abraham vor die Alternative: entweder du bereust, entschuldigst dich und widerrufst deine Worte oder ich werfe dich ins Feuer. Abraham entgegnete, dass die Götzenfiguren nur aus Stein, Erde oder Holz sein, also aus leblosem Material gefertigt sind und deshalb nichts bewirken können. Darauf hin Nimrod ihn ins Feuer, aus dem Gott ihn errette. Deshalb beten wir auch im Schacharit (Morgengebet): „Du bist der Ewige, der Gott, du hast Awram erwählt und du führtest ihn aus Ur-Kasdim und hast ihm den Namen Awraham gegeben. Du fandest sein Herz treu vor dir und hast mit ihm den Bund geschlossen.“ Durch seinen Glauben an Gott bestand er seine erste Prüfung.

 


2. Prüfung:

Im ersten Buch Moses Kapitel 12,1 lesen wir „Und der Ewige sprach zu Abram: Ziehe hinweg aus deinem Lande, deiner Verwandtschaft und aus dem Hause deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde.“ Die Schwere der Prüfung lässt sich an der Überlegung erahnen, das Abraham nicht wusste wohin ihn der Weg führt. Was muss man  mitnehmen, wie die Reise und den Umzug vorbereiten? Was braucht man in der neuen Umgebung? Außerdem  hatte Abraham zu diesem Zeitpunkt schon viele Schüler und Menschen, die ihm nachfolgten und vertrauten, auf dem Weg weg von den Götzen hin zu Gott. Sie wären dann ohne Lehrer. Abraham ging ohne Rückfragen und Diskussionen los, im Vertrauen auf Gott.


3. Prüfung:

Um Hungersnot und dem Tod zu entgehen, zog Abraham nach Ägypten. Auch bei dieser Prüfung klagt Abraham nicht.

 


4. Prüfung:

Der Pharao bemächtigt sich Sara, Abrahams Frau. Obwohl er die Zusage von Gott hatte, es würde ihm gut gehen, lässt er auch dies zu und Abraham murrt nicht, noch verzweifelt er.

 


5. Prüfung:

Abraham muss seinen Neffen Lot aus Gefangenschaft befreien. Dieser war zwischen die Fronten der sich bekriegenden Könige geraten (1.M. 14,1ff). Wieder im vollkommenen Vertrauen auf Gott geht und handelt Abraham.

 


6. Prüfung:

Gott schließt einen Bund mit Abraham (1.M. 15,8-21). Er bekommt den Auftrag bestimmte Tiere zu schlachten und zu zerteilen. In diesem Zusammenhang erfährt er, was mit ihm und seinen Nachkommen geschehen wird; die Versklavung in Ägypten, die babylonische Gefangenschaft, Zerstörung des ersten und zweiten Tempels, Kriege und Vertreibung durch die Römer. Trotz dieses Wissens, hört man von ihm kein Klagen und Fragen warum Gott dies zulässt.

 


7. Prüfung:

Im Alter von 99 Jahren erhält Abraham von Gott den Befehl der Beschneidung, seiner eigenen, und aller Männer in seinem Haus. Ohne zu zögern führt er Gottes Anweisungen aus.

 


8. Prüfung:

Auch König Abimelech findet an Sara gefallen und lässt sie zu sich bringen. Abimelech muss die Verschleppung teuer bezahlen. Er muss Sara an Abraham mit großen Geschenken zurück geben. Gott lässt  manchmal Menschen Reichtümer anhäufen die sie an andere, die Gott bestimmt, weiter reichen müssen.

 


9. Prüfung:

Sara fordert von Abraham, Hagar und Ismael zu verstoßen. Als Gott ihm diese Forderung bestätigt, handelt er wieder ohne zu zögern, obwohl es sich um seinen Sohn und seine Magd handelt.

 


10. Prüfung:

Die letzte und zugleich schwerste Prüfung für Abraham betrifft Isaak, seinen einzigen Sohn von Sara, seiner Frau. Als Isaak 37 Jahre alt ist, erteilt Gott Abraham den Auftrag, Isaak als Schlachtopfer darzubringen.

Kurz zuvor hatte Gott ihm verheißen, dass er durch Isaak  unzählige Nachkommen erhalten werde. Dies wäre ein guter Grund gewesen nicht zu handeln. Abraham überlegt aber anders: ‚Handle ich nicht, ist es gut für mich, habe aber Gottes Auftrag nicht ausgeführt. Führe ich diesen Auftrag nicht aus, ist es eine Katastrophe für mich. Gott wird wissen warum und sich um alles weitere kümmern.’ Für uns ergibt sich noch eine weitere Frage aus dem Geschehen: Warum erhält nur Abraham dafür Lohn?

Isaak war 37 Jahre und  hatte genug Kraft sich zu wehren. Da er dies nicht tat, war er einverstanden für Gott zu sterben. Unsere Weisen erklären dies so: In Abrahams Charakter sind die Eigenschaften der Wohltätigkeit, Hilfsbereitschaft, Gastfreundschaft, Rettung von Menschen ein fester Bestandteil, so dass alle neun Prüfungen seiner Natur entsprachen.

Nur die zehnte Prüfung steht dem entgegen. Daraus leitet man ab, dass es in erster Linie eine Prüfung für den Vater  war. Es ist viel schwerer den eigenen Sohn zu töten als passiv zu sterben. Eine Aggada erzählt dazu: Satan meint, dass die ersten neun Prüfungen für Abraham viel zu leicht gewesen seien. Gott soll von ihm fordern, seinen Sohn zu opfern und er würde verweigern.

So kommt Satan zu Sara und fragt sie nach Ehemann und Sohn. Auf ihre Antwort, sie seien unterwegs, erklärt er ihr, Abraham wolle ihren Sohn töten. Sie solle schnell nacheilen. Nur so könne sie es noch verhindern. Sara antwortet: „Was mein Mann macht ist richtig.“, obwohl sie ein paar Tage später vor Kummer und Gram gestorben ist. Satan sieht, dass Abraham geht und so versucht er ihn aufzuhalten. Er erinnert ihn daran, dass er mit Sara keinen weiteren Sohn bekommt und die Verheißung der zahlreichen Nachkommen damit nicht mehr erfüllbar ist.

Als er auch bei Abraham keinen Erfolg hat, wendet er sich an Isaak. Er eröffnet ihm, dass sein Vater ihn töten will. Er appelliert an seine Vernunft, an seinen Lebenswillen, sich nicht einfach töten zu lassen. Doch sein Reden beeinflusst auch Isaak nicht.

So schickt er den beiden Männer einen Fluss in den Weg, der sie aufhalten soll. Sie gehen einfach weiter bis ihnen das Wasser zum Mund reicht. Da riefen sie zu Gott und wurden errettet. Nach drei Tagen erreichen sie den Berg Moria (Berg zum Lernen) und Abraham bereitet das Opfer vor, hebt die Hand mit dem Messer um seinen Sohn zu töten. Da greift Gott durch den Engel ein. Von ihm erfährt Abraham, dass es eine Prüfung war. Er verschont seinen Sohn und opfert den Widder. Darauf hin segnet der Engel Abraham. Zu seinem Lohn gehört nun auch, dass wir uns in jedem Gebet auf unseren Stammvater Abraham berufen.

 


Der Autor ist Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Hof (Saale) und Mitglied der ORD.





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