3 Cheschwan 5781 / Mittwoch, 21. Oktober 2020 | Thora-Parascha: Noach
 
dot  Zu Favoriten hinzufügen   dot  Als Startseite festlegen  
 
   
    Neukunde    |    Login
  
    Mein Konto     Bestellverlauf     Hilfe
 
 
  Mein Land:  
  USA (Vereinigte Staaten von Amerika)   
 
   Sprache:  
  Deutsch   
 
   Währung:  
  US-Dollar   
 
   
Home Breslev Familie Spiritualität Sabbat Feiertage Kultur Essen und Rezepte
   Elul     Rosch Haschana     Jom Kippur     Sukkot und Simchat Thora             
 
  Alle Kategorien  
 
 
 
Schawuot  
 
HomeFeiertageSchawuotFür alle Zeiten
 
  Erweiterte Suche via
   Articles
 
   Suche
 
            
 

Für alle Zeiten    

Für alle Zeiten



Noch zwei Wochen bis Schawuot! Wir befinden uns mitten in der Omerzeit. Seit dem zweiten Tag von Pessach wird gezählt, auch „Lag BaOmer“, der 33. Tag des Omer war bereits.

 



Zwischen Pessach und Schawuot werden die Tage und Wochen gezählt

 

Noch zwei Wochen bis Schawuot! Wir befinden uns mitten in der Omerzeit. Seit dem zweiten Tag von Pessach wird gezählt, auch „Lag BaOmer“, der 33. Tag des Omer war bereits.

Soweit decken sich klassische und moderne Interpretation. In der Tora selbst ist Schawuot jedoch nicht das Fest der Offenbarung, sondern ein Fest mit landwirtschaftlichem Charakter. Es ist vor allem mit dem Tempelritus verbunden. Gleichwohl – auch wenn es das Jerusalemer Heiligtum nicht mehr gibt – setzen wir die Tradition der Omerzählung fort.

 

Was ist Omer? Eigentlich eine Maßeinheit für Getreide und annähernd mit „Scheffel“ zu übersetzen. In das metrische System übersetzt, würde man heute von zwei „Litern“ Getreide sprechen.


Die Tora sagt Folgendes über die Omerzählung: „Und ihr sollt zählen vom Tag nach der Feier an, von dem Tage, an dem ihr das Omer der Schwingung dargebracht habt, sieben volle Wochen. Bis zum nächsten Tage nach der siebten Woche sollt ihr 50 Tage zählen und dem Ewigen ein Speiseopfer vom Neuen darbringen.“ (3. Buch Moses 23, 15-16). An anderer Stelle heißt es: „Sieben Wochen sollst du zählen, wenn die Sichel anhebt in der Saat, sollst du beginnen, sieben Wochen zu zählen“ (5. Buch Moses 16,9). 

 

Der landwirtschaftliche Charakter wird hier klar und noch etwas anderes deutlich: Die Zählung der 49 Tage begann früher offenbar mit dem Tag, an dem ein Omer von der neuen Ernte im Heiligtum geschwungen wurde. Im Talmud wird im Traktat Menachot (66a) eingehend über die erste und zweite zitierte Torastelle diskutiert. Dort heißt es, dass die Anweisung „50 Tage sollt ihr zählen“ und „sieben Wochen sollst du zählen“ den Schluss zulassen, „es sei Gebot, sowohl die Tage, als auch die Wochen zu zählen“. Die Differenz aus sieben Wochen und 50 Tagen erklärt der Talmud so: „Sieben volle Wochen ergeben sich nur dann, wenn man mit der Zählung am Abend beginnt“.


Die Verbindung der Getreideernte und der Darbringung der vorgeschriebenen Opfer lässt auch erkennen, dass die Omerzeit eine fröhliche Zeit war. Das Einbringen der Gerste und der Genuss der ersten Früchte eigener Arbeit lassen Stolz aufkommen, die Sorge um den Ertrag schwindet. Doch auch nach der Zerstörung des Tempels wurde weiterhin Omer gezählt und ein anderer Aspekt dieser Zeit und des Schawuotfestes trat in den Vordergrund. 


Einem Midrasch zufolge liegt die Bedeutung des Zählens nicht nur in der Erinnerung an die Darbringung des Opfers, vielmehr in der Verbindung des Pessachfestes mit Schawuot. Dem Midrasch zufolgte sagt Moses den Kindern Israels: „Ihr werdet Gott auf diesem Berge dienen.“ Daraufhin fragen sie: „Wann wird dies geschehen?“ Und Moses entgegnet: „Nach 50 Tagen.“ Von da an habe jeder begonnen, die 50 Tage zu zählen.


Wann aus der Omerzeit eine Zeit der Trauer wurde, ist tatsächlich nicht bekannt, jedoch gibt es verschiedene Erklärungsansätze. Man verweist auf die talmudische Erzählung des Todes der Schüler von Rabbi Akiwa. Später kamen andere Ereignisse hinzu. So wurden in diesen Wochen die deutschen Juden Opfer der nach Israel ziehenden Kreuzfahrer während der Zeit der Kreuzzüge 1096 bis 1099. Auch der Aufstand im Warschauer Ghetto 1943 fällt in diese Zeit.


Die Omerperiode hatte also schon seit der Zerstörung des Tempels mehr als nur ihre buchstäbliche Bedeutung. Ganz gleich, ob man nun den landwirtschaftlichen oder geistigen Aspekt des Wochenfestes betrachtet. So wird in der Tora auch darauf hingewiesen, dass die Mizwa zur Omerzählung weder örtlich noch zeitlich begrenzt ist. Es ist vielmehr ein Gebot „für alle Zeiten, an allen Orten, an denen ihr wohnt“.

 

 

Mehr über den Autor finden Sie hier.





Kommentar    Kommentar
   Sehen Sie mehr Artikel von: Chajm Guski
   Lesen Sie mehr über: Schawuot




Zum Artikelanfang    Zum Artikelanfang       Artikel per E-Mail senden    Artikel per E-Mail senden          Weiterleiten       Druckversion    Druckversion


 Treten Sie dem Newsletter bei Treten Sie dem Newsletter bei
 
 
  
Wenn Sie weitere Artikel oder Breslev.co.il Beiträge über die E-Mail erhalten wollen, dann geben Sie hier bitte Ihre E-Mail-Adresse ein:

   

 Zum Thema gehörende Artikel Zum Thema gehörende Artikel
 
 

 
Das Fest der Tora               Schiff im Kopf               Eine Nation von Konvertiten
 
 Das Fest der Tora  Schiff im Kopf  Eine Nation von Konvertiten


  0 Talkback     

Ihre MeinungIhre Meinung    Ihre Meinung    

 
 
  
Zu Ehren von:    Zum Gedenken an:
  
 
Hat Ihnen gefallen, was Sie gelesen haben?
 
Helfen Sie Breslev Israel, das Licht von Rabbi Nachman zu offenbaren.
Helfen Sie uns, diese Welt zu einer besseren Welt für uns alle zu machen!
 
Klicken Sie hier, um Breslev.co.il zu supporten
  
 
 
 Angebote des Tages Angebote des Tages
 
 
 
 
Back  1 2 3  Next
 
 
 
 
  •  
     
  •  
  •  
  •  
  •  
 
Back  1 2 3  Next
 
 
 Am häufigsten geklickt Am häufigsten geklickt
 
 
 
 
Up  1 2 3  Down
 
 
 Am häufigsten gelesen Am häufigsten gelesen
 
 
 
 
Up  1 2 3  Down
 
 
 Facebook Facebook
 
 
 
 Newsletter Newsletter
 
 
 
Abonnieren:   
 
   
 

 
 



  
 
 
open toolbar