30 Kislew 5782 / Samstag, 4. Dezember 2021 | Thora-Parascha: Mikez
 
dot  Zu Favoriten hinzufügen   dot  Als Startseite festlegen  
 
   
    Neukunde    |    Login
  
    Mein Konto     Bestellverlauf     Hilfe
 
 
  Mein Land:  
  USA (Vereinigte Staaten von Amerika)   
 
   Sprache:  
  Deutsch   
 
   Währung:  
  US-Dollar   
 
   
Home Breslev Familie Spiritualität Sabbat Feiertage Kultur Essen und Rezepte
   Leben     Wissenschaft und Technik             
 
  Alle Kategorien  
 
 
 
Leben  
 
HomeKulturLebenEine Frage der Rücksicht
 
  Erweiterte Suche via
   Articles
 
   Suche
 
            
 

Eine Frage der Rücksicht    

Eine Frage der Rücksicht



Verantwortung - Blindheit ist in der Tora weit mehr ist als die Unfähigeit zu sehen.

 



»Du sollst dem Blinden kein Hindernis in den Weg legen« (3. Buch Moses 19,14).
 


VERANTWORTUNG - Blindheit ist in der Tora weit mehr ist als die Unfähigeit zu sehen

 

Die Paraschot Acharej Mot und Kedoschim sind die Abschnitte mit den meisten Ge-und Verboten. Und diejenigen, die sie einhalten, werden heilig sein. So steht es im ersten Vers im 3. Buch Moses, Kapitel 19: »Und der Ewige sprach zu Mosche: Sprich zu der ganzen Gemeinde Israels und sage Ihnen: Heilig sollt Ihr sein«.

Ein Großteil der hier beschriebenen Ge- und Verbote bezieht sich auf ethische und moralische Verpflichtungen gegenüber Menschen und der Natur. Dabei ist das Maß sehr hoch gesetzt. So besagt ein Verbot: »Du sollst ... dem Blinden kein Hindernis in den Weg legen, fürchte dich vor deinem G’tt, ich bin der Ewige« (19,14).

Wenn wir zuerst feststellten, dass uns die Tora ein hohes Maß vorlegt und abverlangt und wir versuchen, die Worte zu verstehen, dann stellt sich doch die Frage: Ist es nicht selbstverständlich, darauf zu achten, einem Blinden kein Hindernis in den Weg zu legen? Es ist doch das Mindeste, was man von einem Menschen erwarten kann, dass er sich in so einem Fall rücksichtsvoll verhält. Ist der Maßstab für uns von G’tt so niedrig gesetzt?

 


FRAGEN 

Ist es nicht völlig selbstverständlich? Muss man dafür bereits als heilig bezeichnet werden? Ist Heiligkeit so einfach zu erreichen? Weiter folgt aber auch, dass man sich vor G’tt fürchten solle. Muss dieses Verbot durch Androhungen und durch Furcht erst gefestigt werden? Wozu muss die ethische Selbstverständlichkeit, einem Blinden gegenüber Rücksicht zu nehmen, mit Nachdruck untermauert werden?

Die Auslegungen der Weisen zeigen uns, dass dieser Vers eine Quelle vieler weiterer Informationen ist. Das Wort »blind« oder »Blinder« kommt nicht nur in der Tora, sondern auch in den Propheten vor, beispielsweise in Jesaja 43. Dort ist der Blinde (hebr. Iwer) keiner, der im biologischen Sinne nicht sehen kann, sondern einer, der nicht in der Lage ist, die Wahrheit zu erkennen, ein Unwissender.

Darauf basiert auch Raschis Kommentar. »Vor einen Blinden lege kein Hindernis. Einem, der in einer Sache blind ist, gib keinen Rat, der nicht gut für ihn ist. Sag nicht: ›Verkauf dein Feld und kauf dir einen Esel‹, während du nur einen Vorwand suchst, um es ihm zu nehmen«. Raschi betont: »Und fürchte dich vor deinem G’tt, weil es nicht dem Menschen gegeben ist, zu erkennen, ob die Absicht des anderen zum Guten oder zum Bösen war und dieser sich entziehen und sagen kann: ›Ich habe es gut gemeint‹.« Raschi schließt mit den Worten: »Fürchte dich vor deinem G’tt, der deine Gedanken kennt, und so steht es bei jeder Sache, die dem Herzen des Menschen, der sie tut, übergeben ist, während die anderen Menschen sie nicht zu erkennen vermögen, fürchte dich vor deinem G’tt.«

Im Talmud lernt man aus diesem Vers im Traktat Moed Katan, Seite 17: Ein Vater darf seinen Sohn nicht schlagen. Im Traktat Bawa Mezia, Seite 5 liest man dazu, dass man nicht jemandem Geld ohne Zeugen verteilen darf.
 


Der Autor ist Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Duisburg – Mülheim – Oberhausen und Mitglied der ORD.





Kommentar    Kommentar
   Sehen Sie mehr Artikel von: Rabbiner Yaacov Zinvirt
   Lesen Sie mehr über: Leben




Zum Artikelanfang    Zum Artikelanfang       Artikel per E-Mail senden    Artikel per E-Mail senden          Weiterleiten       Druckversion    Druckversion


 Treten Sie dem Newsletter bei Treten Sie dem Newsletter bei
 
 
  
Wenn Sie weitere Artikel oder Breslev.co.il Beiträge über die E-Mail erhalten wollen, dann geben Sie hier bitte Ihre E-Mail-Adresse ein:

   

 Zum Thema gehörende Artikel Zum Thema gehörende Artikel
 
 

 
Arm an Zeit, Reich an Stress               Gottes Bitte               UN-Resolution gegen Siedlungen
 
 Arm an Zeit, Reich an Stress  Gottes Bitte  UN-Resolution gegen Siedlungen


  0 Talkback     

Ihre MeinungIhre Meinung    Ihre Meinung    

 
 
  
Zu Ehren von:    Zum Gedenken an:
  
 
Hat Ihnen gefallen, was Sie gelesen haben?
 
Helfen Sie Breslev Israel, das Licht von Rabbi Nachman zu offenbaren.
Helfen Sie uns, diese Welt zu einer besseren Welt für uns alle zu machen!
 
Klicken Sie hier, um Breslev.co.il zu supporten
  
 
 
 Angebote des Tages Angebote des Tages
 
 
 
 
Back  1 2 3  Next
 
 
 
 
  •  
  •  
  •  
     
  •  
  •  
 
Back  1 2 3  Next
 
 
 Am häufigsten geklickt Am häufigsten geklickt
 
 
 
 
Up  1 2 3  Down
 
 
 Am häufigsten gelesen Am häufigsten gelesen
 
 
 
 
Up  1 2 3  Down
 
 
 Facebook Facebook
 
 
 
 Newsletter Newsletter
 
 
 
Abonnieren:   
 
   
 

 
 



  
 
 
open toolbar