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Eine Teetasse    

Eine Teetasse



Heute habe ich eine wunderbare Geschichte gehört und möchte sie gerne mit Dir teilen. Ich erzähle sie Dir in meinen Worten und hoffe, dass ich nichts ausgelassen habe.

 



Heute habe ich eine wunderbare Geschichte gehört und möchte sie gerne mit Dir teilen. Ich erzähle sie Dir in meinen Worten und hoffe, dass ich nichts ausgelassen habe. 

Von wem diese Geschichte im Original stammt, weiß ich nicht. Und auch im Internet konnte ich keine Antwort finden.
  
Ein Paar, das schon lange verheiratet war, unternahm seine verspätete Hochzeitsreise nach England. Dort besuchten sie einen großen Markt für Antiquitäten, der mit schönen alten Dingen und Gemälden gefüllt war. An einem Stand entdeckten sie eine ganz besonders schöne Teetasse. Als die Frau die Tasse in die Hand nahm, um sie genau zu betrachten, begann diese auf einmal zu sprechen:
 
„Ihr solltet wissen, dass ich nicht immer eine Teetasse war. Es gab eine Zeit, in der war ich nichts anderes als ein unförmiger Klumpen Ton. Der Töpfer schlug und rollte mich mit seinen Händen, bis ich es nicht mehr ertragen konnte. Ich schrie ihn an er solle aufhören, denn der Schmerz, den ich empfand, war wirklich groß. Aber er hörte nicht auf, stattdessen legte er mich auf eine Töpferscheibe. Auf dieser wurde ich ein ums andere Mal im Kreis gedreht. Ich schrie meinen Meister an, er möge aufhören, denn mir war schwindelig. Aber mit einem Lächeln auf den Lippen sagte mir mein Herr, dass ich noch nicht fertig hergestellt sei.
 
Er stellte mich in einen dunklen Ofen, in welchem eine brennende Hitze war. Ich hämmerte gegen die Tür, ich wollte nichts anderes als dieser Gluthitze entkommen. Doch wie laut ich auch schrie und klopfte, alles, was ich von meinem Herren hörte, war dass die Zeit noch nicht gekommen sei, mich aus dieser Hölle zu befreien. Als ich dachte, dass ich sterbe in dieser Hitze, öffnete sich die Tür und ich wurde aus dem Ofen herausgenommen und zum Abkühlen in ein Regal gestellt. Die Hitze ließ langsam nach, doch genau in dem Augenblick, als ich begann, mich zu entspannen, wurde ich schon wieder aus dem Regal genommen.
 
Wieder wurde ich in einen Ofen gestellt. Diesmal war er noch heißer und ich dachte ich befände mich in der Mitte eines riesigen Feuers. Ich merkte, dass es keinen Weg gab, lebend aus dieser Hölle zu entkommen. Ich weinte und schrie, ich wusste nicht mehr weiter. Da wurde ich aus dem Ofen gezogen, erstarrt vor Angst. Denn wer weiß, welche Tortur nun auf mich warten würde. Mein Herr reichte mir einen Spiegel und bat darum, dass ich mich genau betrachten solle. Was ich im Spiegel sah, war wunderschön und perfekt. Das konnte nicht ich sein!“
 
Da erhob mein Meister seine Stimme und sprach: „Ich weiß, gerollt, geschlagen und geformt zu werden hat dir sehr weh getan. Aber wenn ich dich nicht so behandelt hätte, wärst du ausgetrocknet und ich hätte dich nicht mehr formen können. 

 
Ich weiß, dir war schwindelig, als ich dich auf der Töpferscheibe gedreht habe. Aber wenn ich das nicht getan hätte, wärst du nicht stabil geworden, sondern irgendwann einfach zu Staub zerfallen. Ich bin mir im Klaren darüber, wie schlimm es für dich im Ofen war, aber du brauchtest die Hitze, damit du keinen Sprung bekommst, wenn ich Dich bemale. Es war schwer für dich die benebelnden Dämpfe der Glasur und das Kratzen der Bürste zu ertragen. Aber hätte ich dir diese Prozedur erspart, dann hättest du nun keine Farbe in deinem Leben. Und hätte ich dich nicht ein zweites Mal in der Gluthitze des Ofens gebrannt, wärst du nicht hart genug gewesen und die Farbe in deinem Leben hätte nicht den schönen Glanz, den sie jetzt hat.“
 
Diese Geschichte hat mich tief berührt ... Denn es ist wahr; Hashem ist unser Töpfer. Und wir sind nichts als Ton in seinen Händen. Wir werden vom Leben durch seinen Willen geformt. Er schenkt uns genau die Behandlung die wir brauchen, um das Beste zu zeigen, was in uns steckt. Das, was uns zu einem aufrechten, ehrlichen und guten Menschen macht.
 
Wenn Du also den Eindruck hast, das Leben treibt Dich an die Grenze des für Dich erträglichen; wenn Du denkst, dass Deine kleine Welt völlig außer Kontrolle geraten ist und Du nicht mehr weißt, was Du tun sollst: wenn Du Dir vorkommst wie die Teetasse im Ofen, der Hitze ausgesetzt, ohne Hoffnung auf ein Entkommen; wenn Dir das Leben an sich stinkt und Du am liebsten aufgeben möchtest:
 
Dann möchte ich Dich bitten: Mach Dir Deinen liebsten Tee in der schönsten Tasse, die Du besitzt. Nimm Dir eine Stunde Zeit und denk an diese Geschichte. Und dann ist der ideale Zeitpunkt gekommen, Dich an den Schöpfer zu wenden. Sei ehrlich und sag ihm alles, was Dir in den Sinn kommt, schrei, weine sei ganz Du selbst. Bitte um Erlösung aus deiner schwierigen Situation, gestehe auch Dir ein, dass alles, was passiert außerhalb Deiner Kontrolle liegt. Allein diese Erkenntnis ist ein Segen, denn sie nimmt uns die ungeheure Last der Verantwortung von den Schultern. Und wenn Du merkst, wie gut Dir das Gespräch mit dem Meister der Welt tut, bitte gönne Dir die Zeit, es regelmäßig zu tun. Auch wenn es Dir vielleicht zu Anfang lang vorkommt, oder Du nicht das Gefühl hast, das richtige Gebet zu finden, sei Dir sicher, jedes Wort, das ehrlich aus Deinem Herzen kommt, ist genau das richtige.
 
Und ich verspreche Dir: auch wie die Teetasse wirst Du am Ende des Weges, der Dich formt, etwas Wunderschönes sehen.





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  1 Talkback    Sehen Sie alle Talkbacks  
  1.
  Wunderschön
Yosef31.07.2012 17:07:50
     
 

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