2 Schwat 5781 / Freitag, 15. Januar 2021 | Thora-Parascha: Wa'era
 
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Memoiren eines weltoffenen Tora-Lehrers    

Memoiren eines weltoffenen Tora-Lehrers



Die Autobiographie von Rabbiner Dr. Berel Wein lohnt es sich schon deshalb zu lesen, weil sie eindrucksvoll zeigt, wie viel ein Einzelner für die Allgemeinheit leisten kann.

 



Die Autobiographie von Rabbiner Dr. Berel Wein lohnt es sich schon deshalb zu lesen, weil sie eindrucksvoll zeigt, wie viel ein engagierter Einzelner für die Allgemeinheit zu leisten imstande ist. Seine Lebensgeschichte hat Wein auf Bitten der Enkel aufgezeichnet, aber das nun vorliegende Buch ist gewiss nicht nur für die Familienangehörigen von Interesse. Der Autor schildert vielfältige Erfahrungen, und er kann humorvoll erzählen.

 

Geboren wurde Wein 1934 in Chicago, in dieser Stadt verbrachte er die ersten 30 Lebensjahre. Aus einer Rabbinerfamilie stammend - zu seinen Vorfahren zählt der berühmte Gaon von Vilna! -, wurde er bereits mit 21 Jahren ordiniert. Wein studierte an der Universität Jura und arbeitete einige Jahre lang als Rechtsanwalt. Obwohl erfolgreich in diesem Beruf, zog er es dann doch vor, als Tora-Lehrer zu wirken. 8 Jahre lang war er Gemeinderabbiner in Miami Beach. Im Interesse einer besseren Erziehung seiner Kinder zog die Familie dann nach Monsey, in der Nähe von New York gelegen. Im Rahmen der überregionalen Organisation "Orthodox Union" (OU) leitete er einige Zeit die Abteilung für Koscherzertifikate. 1977 baute er die Synagogengemeinde "Bais Torah" in Monsey auf und ebenfalls eine jüdische Schule, "Yeshiva Shaarei Torah". Um einen Eindruck von der Größe des Projektes zu vermitteln, teilt Wein mit, dass in den 20 Jahren, die er diese Talmud-Schule leitete, die Summe von 30 Millionen Dollar aufgebracht werden mußte. 1997 übersiedelte Wein nach Jerusalem, wo er jahrelang an einer Talmud-Akademie lehrte. Heute ist er der offizielle Rabbiner der Synagoge "HaNassi" im Stadtteil Rechavia. Mit Recht stellt der nun 80-jährige Autor fest, dass er einen "Ruhestand" nicht kennt.
 


In der vorliegenden Autobiographie berichtet Wein von zahlreichen Begegnungen mit prominenten Persönlichkeiten aus der Welt des orthodoxen Judentums. Für die Nachwelt hält er Anekdoten fest, die sonst verloren gehen würden. So berichtet er, dass Rabbiner Joseph Schlomo Kahanemann, der "Ponivescher Rav", einmal in Miami Beach einen großzügigen Spender besuchen wollte; als Wein ihm sagte, der gute Mann sei inzwischen leider verarmt, ließ er sich von dem Besuch nicht abbringen: Seinem früheren Unterstützer sicherte der geldsammelnde Rabbiner Kahanemann bei dieser Gelegenheit lebenslänglich eine monatliche Rente zu! Um noch eine Begebenheit zu referieren: Als Wein einmal der Chauffeur von Rabbiner Jakob Kamenetsky war, überreichte der Fahrer an einer Maut-Stelle dem Kassierer einen Geldschein, bekam das Wechselgeld und fuhr gleich weiter - da bemerkte Rabbiner Kamenetsky zu seinem Chauffeur, er habe vergessen, sich beim Angestellten zu bedanken. Die Moral von dieser Geschichte: Sei dankbar für alles!

 

Über den Kreis seiner Gemeindemitglieder und Schüler wurde Wein durch zahlreiche Publikationen bekannt. Dazu gehören eine Reihe von Büchern über jüdische Geschichte. Wie kam der Tora-Lehrer dazu, historische Darstellungen zu verfassen? Wein gibt zu Protokoll, ein unbekannter Mann habe ihn  auf der Strasse angesprochen und gefragt, an welchem Projekt er gerade arbeite. Wahrheitsgemäß antwortete Wein, er wolle etwas über talmudische Fragen schreiben. Da meinte der Fremde: "Solche Untersuchungen können Sie anderen Talmudisten überlassen - Sie aber sollten über die Geschichte der Juden schreiben!" Diesen Rat hat Wein beherzigt, und zwar, wie er nicht ohne Stolz registriert, mit einem erstaunlichen Erfolg, der sogar einen finanziellen Segen brachte. Zu Weins Leistungen gehört auch die Leitung der Organisation "Destiny Foundation", die Lehrmaterialien für jüdische Schulen bereitstellt. Besonders hervorzuheben ist die Produktion von 2 Filmen, einen über den Bibelkommentator Raschi und einen über den Halachisten und Philosophen Maimonides. Der weltoffene Gelehrte weiss, wie man moderne Techniken zur Stärkung der jüdischen Tradition einsetzen kann.

 

Fast gleichzeitig mit der kurzweiligen und lehrreichen englischen Autobiographie hat Wein 2 Bände mit Tora-Auslegungen auf Hebräisch vorgelegt. Zu jedem der 54 Wochenabschnitte hat er 5 Betrachtungen verfasst. Auf jeder Seite spürt der Leser, dass der Verfasser Tora-Gedanken liebt und dass er stets zur Sache spricht. In vorbildlicher Weise legt Wein Worte der Bibel und unserer Weisen aus; er arbeitet Grundwerte heraus und protestiert gegen die Entstellung jüdischer Positionen. Dieses materialreiche Werk verdient viele aufmerksame Leser.

 

Berel Wein, Teach Them Diligently. The Personal Story of a Community Rabbi. Maggid Books, Jerusalem 2014, 161 Seiten, Preis $ 24,95.
Berel Wein, Bamesila Na`aleh: Sermons on the Weekly Parasha. Maggid Books, Jerusalem 2014, Band 1: 466 Seiten, Band 2: 625 Seiten, Preis pro Band 98 NIS.





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