20 Cheschwan 5782 / Dienstag, 26. Oktober 2021 | Thora-Parascha: Chaje Sara
 
dot  Zu Favoriten hinzufügen   dot  Als Startseite festlegen  
 
   
    Neukunde    |    Login
  
    Mein Konto     Bestellverlauf     Hilfe
 
 
  Mein Land:  
  USA (Vereinigte Staaten von Amerika)   
 
   Sprache:  
  Deutsch   
 
   Währung:  
  US-Dollar   
 
   
Home Breslev Familie Spiritualität Sabbat Feiertage Kultur Essen und Rezepte
   Leben     Wissenschaft und Technik             
 
  Alle Kategorien  
 
 
 
Leben  
 
HomeKulturLebenPositives Denken - das große Missverständnis
 
  Erweiterte Suche via
   Articles
 
   Suche
 
            
 

Positives Denken - das große Missverständnis    

Positives Denken - das große Missverständnis



Positiv denken heißt zu wissen, dass es weitergeht, dass das Positive Teil des Negativen ist und umgekehrt, sozusagen zwei Pole derselben Sache.

 



Positiv denken, heißt zu wissen, dass es weitergeht, dass das Positive Teil des Negativen ist und umgekehrt, sozusagen zwei Pole derselben Sache.

 

Positiv denken, heißt auch zu wissen, dass alle unsere Werkzeuge einen Sinn haben und zur richtigen Zeit eingesetzt werden können und müssen. Das Leben ist keine Serie von glücklichen Momenten. Das Leben besteht aus Höhen und Tiefen, Erfolgen und Niederlagen, Vor und Zurück, es ist voll von Problemen und Herausforderungen, besteht aus großen Siegen, gewaltigen Schiffbrüchen, Enttäuschungen UND glücklichen Momenten, die man umso mehr genießen kann, eben weil sie nicht alltäglich sind.

 

Welchen Wert hat ein Sieg für jemand, der noch nie verloren hat? Welchen Wert hat eine Familie für jemand, der nie von ihr getrennt war? Und wie wichtig ist Geld für jemand, der reich geboren wurde und ohne jedes finanzielle Problem aufgewachsen ist?

 

Negativen Ereignissen ehrlich zu begegnen, die eigenen Gefühle in dem Bewusstsein zuzulassen, dass eine Zeit kommen wird, in der man auch die positiven Aspekte der Ereignisse würdigen kann, wird uns eher weiter bringen als die rosarote Brille. Ebenso werden ein paar kritische Gedanken, bevor wir uns in ein geschäftliches Abenteuer stürzen, eher Wohlstand bescheren, als ein positives Ende einfach vorauszusetzen. Positiv zu denken ist kein Wunschdenken und keine Verdrängung, sondern der positive Umgang mit dem, was man hat, ist und werden kann.

 

Viele Menschen tappen in die Positiv-Denken-Falle und lassen sich dazu hinreißen, negative Gefühle wegzudrücken. In einer Welt in der alle immer gut drauf sind, passt Trauer und Wut und ein kritischer Verstand nicht hinein. Aber sind diese Gefühle dann tatsächlich weg? Natürlich nicht – sie sind nur ausgeblendet und sammeln ihre Kräfte, um irgendwann verstärkt aufzutreten.

 

Nehmen wir an, Ihre Gesundheit lässt zu wünschen übrig, die lästigen Kilos zuviel wollen einfach nicht mehr verschwinden, Ihr Partner oder Ihre Partnerin hat sich grade mit einer oder einem anderen auf und davon gemacht, Ihr Bankkonto wächst einfach immer weiter in die falsche Richtung und als krönenden Abschluss erhalten Sie nach 25-jähriger Betriebszugehörigkeit die Kündigung von Ihrem Unternehmen – aber hey – wir wollen ja positiv denken – Durch die Kündigung haben Sie nun mehr Zeit für sich und Ihre Gesundheit, Sie können nun als freier Mensch wieder ausgehen mit wem und mit so vielen anderen, wie Sie wollen, und was das Bankkonto betrifft – wo nichts ist, kann man nichts verlieren, oder?

 

Selbsttäuschung vermeiden - ich meine, wenn Ihnen in einer solchen (zugegeben etwas überspitzt dargestellten) Situation wirklich danach ist, vor Glück zu schreien, dann herzlichen Glückwunsch. Niemand muss trauern und vor Elend weinen, nur weil das in einer solchen Lage normalerweise von einem erwartet wird. Dann geht es für Sie definitiv schneller wieder bergauf als bei anderen.

 

Aber sehr oft stimmt das einfach nicht. In den allermeisten Fällen werden Sie sich in solchen Fällen schlecht fühlen, traurig, frustriert, wütend oder was auch immer. Und tatsächlich steht das schon in der Tora: Es gibt eine Zeit des Lachens und eine Zeit des Weinens, eine Zeit zu lieben und eine Zeit zu hassen usw.

 

Positiv denken heißt, sich dessen bewusst zu sein. Niemand ist immer gut drauf. Positive und negative Gefühlszustände sind zwei Seiten derselben Medaille. Das eine bedingt das andere. Ein Mensch mit einer positiven Grundeinstellung nimmt sich die Zeit, die er braucht, um das Geschehene zu verarbeiten, zu trauern, wütend zu sein - in dem Bewusstsein, dass es danach weitergeht, dass die Zeit kommt, wieder nach vorne zu schauen und den Rest des Lebens anzugehen.

 

Sich selbst zu belügen ist sowieso komplett sinnlos. Stellen Sie sich die oben geschilderte Szene noch einmal vor, wie sie sich über die positiven Aspekte der Kündigung und der neu gewonnenen Freiheit nach außen hin freuen, während Ihr Herz trauert. Raten Sie mal, was Ihr Unterbewusstsein wirklich registriert, Ihre wahren Gefühle oder Ihr Schauspiel?

 

Das Negative ist Teil unseres Lebens. Bei geschäftlichen Aktivitäten spricht die Statistik sogar klar gegen Sie. Die meisten Geschäftsgründungen scheitern innerhalb der ersten Jahre. Ein Großteil der Partnerschaften geht wieder auseinander oder endet unglücklich. Nur eine kleine Minderheit hat heute noch den gleichen Job wie vor 10 oder 20 Jahren. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen solche Dinge passieren ist überdimensional groß. Solche zunächst negativen Ereignisse gehören zu unserem Leben einfach dazu und meines Wissens wurde noch keiner davon verschont, der sich nicht gleich nach der Pubertät einmauern ließ.

 

Positiv denken heißt zu wissen, dass es weitergeht!





Kommentar    Kommentar
   Sehen Sie mehr Artikel von: Rabbiner David Kraus
   Lesen Sie mehr über: Leben




Zum Artikelanfang    Zum Artikelanfang       Artikel per E-Mail senden    Artikel per E-Mail senden          Weiterleiten       Druckversion    Druckversion


 Treten Sie dem Newsletter bei Treten Sie dem Newsletter bei
 
 
  
Wenn Sie weitere Artikel oder Breslev.co.il Beiträge über die E-Mail erhalten wollen, dann geben Sie hier bitte Ihre E-Mail-Adresse ein:

   

 Zum Thema gehörende Artikel Zum Thema gehörende Artikel
 
 

 
UN-Resolution gegen Siedlungen               Sind Muslime unfähig zur Selbstkritik?               Sternschnuppen im Judentum
 
 UN-Resolution gegen Siedlungen  Sind Muslime unfähig zur Selbstkritik?  Sternschnuppen im Judentum


  0 Talkback     

Ihre MeinungIhre Meinung    Ihre Meinung    

 
 
  
Zu Ehren von:    Zum Gedenken an:
  
 
Hat Ihnen gefallen, was Sie gelesen haben?
 
Helfen Sie Breslev Israel, das Licht von Rabbi Nachman zu offenbaren.
Helfen Sie uns, diese Welt zu einer besseren Welt für uns alle zu machen!
 
Klicken Sie hier, um Breslev.co.il zu supporten
  
 
 
 Angebote des Tages Angebote des Tages
 
 
 
 
Back  1 2 3  Next
 
 
 
 
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
     
 
Back  1 2 3  Next
 
 
 Am häufigsten geklickt Am häufigsten geklickt
 
 
 
 
Up  1 2 3  Down
 
 
 Am häufigsten gelesen Am häufigsten gelesen
 
 
 
 
Up  1 2 3  Down
 
 
 Facebook Facebook
 
 
 
 Newsletter Newsletter
 
 
 
Abonnieren:   
 
   
 

 
 



  
 
 
open toolbar