16 Cheschwan 5782 / Freitag, 22. Oktober 2021 | Thora-Parascha: Wajera
 
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Schnee von gestern?    

Schnee von gestern?



Was wir in dieser Welt brauchen, sind Hoffnungsträger, Menschen mit Visionen und Perspektiven.

 



Es ist von großer Wichtigkeit, dass der Mensch trotz des heutigen gesellschaftlichen Druckes von außen sich immer wieder vor Augen hält, dass nur ein Leben in der Emuna ein Leben mit gesunden Werten ist.

 

Unsere Gesellschaft steuert immer mehr auf eine Sucht der Maßlosigkeit zu. Das richtige Maß und die Orientierung wiederzufinden, heißt, zurück zu den Wurzeln zu finden. Wer die Tora und den Tanach liest und in seinem Alltag umsetzt, steht mit beiden Beinen auf sicherem Boden. Unser Alltag wird reicher; unser Leben nimmt an Sinn und Bedeutung zu.

Die Heilige Schrift ist da Buch, das uns auf den richtigen Kurs hält. Sie ist der wahre Maßstab und Mutmacher. Wer HaShems Wort und Seine Weisungen in sein Leben lässt, der steht auf dem Boden der Tatsachen. Er ist fest verankert mit den Wurzeln, gesunden Werten, und weiß Prioritäten richtig zu setzen. Er ist fähig, seinen Standpunkt zu vertreten, statt sich der Meinungsmehrheit der Gesellschaft anzupassen. HaShem will mit Seinem Wort der Wahrheit Seiner Schöpfung „Mensch“ nahe kommen. Sein Wort erhöht Ihn bis auf die höchsten Ebenen, ohne dabei den Menschen klein zu machen. Klein machen nicht HaShems Weisungen. Klein machen die falschen Werte dieser Welt.

 

Wie jeder von uns feststellt, ist die Zeit schnelllebiger geworden. Die Gesellschaft lässt kein Raum mehr für Besinnung, Ruhe und Selbstfindung. Stress wird gepflegt und Hektik gehegt. Der Großteil der Menschen ist Opfer eines „Zeitinfarktes“ geworden. Permanente Nervosität, völlige Überdrehtheit, ständiges Gereiztsein, Lebensangst, Zukunftsangst, Hasten, Jagen und Gier beherrschen ihn.

Viele haben Angst vor einer Pause, weil sie in der Stille lediglich innere Leere wahrnehmen. Tempo, Tempo, Tempo ist angesagt, denn Zeitdruck lenkt ab.

Traurig aber wahr: Es ist zur Normalität geworden – für diejenigen, die den falschen Orientierungspunkten dieser Welt folgen! Sinnlos irren sie herum.

 

Sind die guten Werte und richtigen Prioritäten tatsächlich zum Schnee von gestern geworden?

 

Rabbi Nachman aus Breslev sagte einmal: „Wenn der Mensch sich selbst nicht prüft, richten ihn alle Dinge.“

 

Ohne die Werte und die Weisungen der Heiligen Schrift würden wir ziellos, sinnlos, desorientiert und herumgebeutelt durch diese Welt irren.

Wir als Gläubige wissen aus Erfahrung, von was wir da reden. Atheisten hingegen, die die Meinung vertreten, dass Glaube und Hoffnung völlig out seien, können an dieser Stelle nicht wirklich mitreden, denn sie haben in ihrem Leben noch nicht erkannt, wie erfrischend und stärkend ein Leben in der Emuna wirklich ist.

 

Wir müssen immer wieder unseren Standpunkt überprüfen, um wirklich sichergehen zu können, dass wir ein Leben nach HaShems Weisungen und Seinen für uns vorgegebenen Werten der Heiligen Schrift führen.

 

Mehr denn je braucht diese überdrehte, verwirrte Welt Menschen, die über einen Wertevorrat verfügen. Denn ohne ein Mindestmaß an moralischen und gemeinsamen Werten ist kein gesundes gesellschaftliches Miteinander möglich. Wer seine wirkliche Identität und seine Widerstandskraft verloren hat, weil er vom Glauben abgefallen ist oder schon immer ein Atheist ist, der steht weltlichen Werten angepasst und einflusslos am Rande der Gesellschaft.

Unternehmensstrategen und Seminare für Management sprechen lediglich über Erfolg, Karriere und Wohlstand. Aber wie man mit Niederlagen umzugehen hat und wie man mit Krisen fertig wird, darüber redet kein Mensch.

 

Ein Bekannter, der in England lebt, erzählte mir mal betrübt: „Mein Vater hat ein fettes Bankkonto, besitzt zwei Autos und einen Privat-Jet. Er ist erfolgreich der Karriereleiter empor geklettert. Aber irgendwann musste er erkennen: es geht nicht weiter. Die Leiter führte ins Nichts. Er ist immer nur weitergeklettert. Jetzt leidet er unter Angstzuständen und Depressionen. Auf dem Gipfelpunkt seines Ruhmes ist er ein gebeugter, verbrauchter, alter Mann. Ich will nicht so werden wie mein Vater!“

 

Wir dürfen uns als gottesfürchtige Menschen von den Medien keine verdrehten Prioritäten einreden lassen, so nach dem Motto „Karriere und Schönheit sind geil! Glaube und Hoffnung sind out!“

 

Was wir brauchen, sind keine Schiedsrichter, sondern Stürmer. Menschen, die sich aufs Spielfeld trauen, die Ärmel hochkrempeln und sich einmischen. Leute, die diese von gesundem Wert abgefallene Gesellschaft aus ihrem Schlaf erwachen lassen und ihr die Richtung weisen.

 

Rabbi Bunam erzählte einem seiner Chassidim, der ein Schüler von Rabbi Uri aus Strelisk war, folgende Geschichte: „Drei Männer, zwei kluge und ein törichter, saßen einst in einem nachtfinsteren Verlies, in das ihnen täglich Speisen und Essbesteck hinuntergelassen wurden. Das Dunkel und die Not der Gefangenschaft hatten den Narren vollends verwirrt, sodass er den Gebrauch des Bestecks nicht zu nutzen verstand, weil er es nicht sah. Einer seiner Gefährten belehrte ihn, aber am nächsten Tag wusste er das Essbesteck wieder nicht zu handhaben, und so musste der Kluge sich unablässig mit ihm abmühen. Der dritte Gefangene aber saß schweigend und kümmerte sich um den Verwirrten nicht. Einmal fragte ihn der zweite, warum er sich nicht an der Hilfsbereitschaft beteilige. ‚Sieh‘, antwortete er, ‚du mühst dich ab und kommst zu keinem Ziel, denn jeder Tag wirft dein Werk um; ich aber sitze und überlege, wie ich es anstellen muss, um in die Wand ein Loch zu bohren, dass das Licht der Sonne hereinfindet und wir in diesem Raum alles deutlich sehen können.‘“

 

Was wir in dieser Welt brauchen, sind Hoffnungsträger, Menschen mit Visionen und Perspektiven.





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