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Die meisten Menschen schätzen das Gute und streben danach, es zu erreichen. Selbst ein Kleinkind kann schon einschätzen, was eine gute Tat ist.

 



Ist das Streben nach dem Guten dem Menschen in die Seele geprägt?
 
Die meisten Menschen schätzen das Gute und streben danach, es zu erreichen. Selbst ein Kleinkind kann schon einschätzen, was eine gute Tat ist. Wenn man ihm von Leuten erzählt, die Gutes taten, glänzen seine Augen vor Freude, wohingegen es vom Schlechten Tun anderer abgestoßen wird. Noch bevor es gelernt hat, was gut und böse ist, sind dem Kind diese Kategorien in die Seele geprägt. Von daher ist auch zu verstehen, was es mit den Grundlagen des Gewissens auf sich hat. Es gibt zum Beispiel nicht wenige Leute, die, wenn sie zum ersten Mal eine Gesetzesübertretung begangen haben, zur Polizei eilen und verlangen, mit aller Strenge des Gesetzes bestraft zu werden, um für ihre Verfehlungen Sühne zu leisten. Und es kommt auch vor, dass Verbrecher an den Ort ihres Verbrechens zurückkehren, obwohl sie dort vielleicht schon von der Polizei erwartet werden. Ebenso unverständlich ist, dass der Gesetzesübertreter einen inneren Zwang verspürt, jemandem seine Tat zu gestehen, obwohl ihn ein solches Geständnis in die Gefahr bringt, festgenommen zu werden. All diese Erscheinungen sind nur von daher verständlich, dass in der Seele des Menschen eine Abscheu vor dem Schlechten verwurzelt ist, die ihn nötigt, wieder ins Lot zu bringen, was er verbrochen hat. Deshalb wird der Verbrecher zum Ort seines Verbrechens gezogen, als ob er dort seine Tat wieder gut machen könnte. Ebenso verhält es sich mit dem Geständnis, das zu den Geboten der Buße und Umkehr gehört. Selbst wenn er sich gegenüber dem Schöpfer der Welt nicht offenbart, so erklärt er sich doch anderen Menschen, denn der Zwang zum Geständnis entspringt einem inneren Drängen der Seele.
 
Dem entspricht, dass der Reichtum des Menschen umso größer ist, je mehr er seine Lebensweise nach diesen geistigen Grundlinien ausrichtet. Die auf das Materielle bezogenen Sinne des Menschen sind eben nicht nur rein instrumental, sondern sind Träger der Lebenserfahrung. Und auch der geistige Sinn ist nicht ein reines Empfangsgerät, um Gott zu erreichen, sondern trägt das tiefste Erfahren des Lebens. Das Auge und das Ohr sind nicht nur Mittel zum Sehen und Hören, die das alltägliche Leben erforderlich macht. Auch ein blinder oder tauber Mensch kann sich im Alltag zurechtfinden. Vielmehr vermitteln sie Erfahrungen wie Schönheit von Farben, angenehme Laute, den erhebenden Eindruck einer Landschaft oder den Wohlklang der Musik.
 
Umso schärfer und entwickelter die Sinne des Menschen sind, desto reicher ist auch sein Lebensgefühl. So gelangt zum Beispiel ein Künstler, sei er Musiker oder Maler, aufgrund seiner hohen Sensibilität zu einer höchsten Erfahrung im akustischen bzw. im optischen Bereich. Daraus folgt, dass der Sinn des Menschen für das Göttliche der Träger der tiefsten und mächtigsten Erfahrung ist, erhabener als jede hervorragende Musik und entzückender als jeder bezaubernde Anblick: Das ist die Erfahrung des Glaubens. Diese Erfahrung erfüllt die Seele mit einem überwältigend reichen, tiefen und weiten Lebensgefühl, das nicht zu überbieten ist. Nach dem Maße, wie dieser Sinn entwickelt ist, so groß und tief ist auch diese Erfahrung. Die Propheten und die mit dem göttlichen Geist Begabten gelangten zu höchstem menschlichen Erfahren, und ihr seelischer Reichtum war unermesslich. Viele Verse in der Bibel bringen dieses Gefühl zum Ausdruck:
 

  • „… dann wirst du an Gott deine Lust haben“(Jesaja, Kapitel 58, Vers 14)
  • Ich aber will mich freuen an Gott und frohlocken über den Gott meines Heils [den Gott, der mir Heil und Rettung verschafft.](Habakuk, Kapitel 3, Vers 18)
  • „Lehre mich den Weg des Lebens, die Freuden der Sättigung“(Psalme Davids, Psalm 16, Vers 11)
  • „Meine Seele und mein Fleisch dürsten nach Dir“(Psalme Davids, Psalm 63, Vers 2)
  • „Die Nähe Gottes ist mir gut“(Psalme Davids, Psalm 73, Vers 28);
  • „Mein Sinn und mein Sein jubeln zu Gott, meinem Leben“(Psalme Davids, Psalm 104).

 
Rabbi Chaim ben Atar schreibt dazu in seinem Kommentar „Das Licht des Lebens“: „Keine Lust auf dieser Welt ist süßer, erfreulicher, angenehmer, lieblicher, begehrenswerter, ersehnter für die Geschöpfe als dem Glanze Gottes ganz nahe zu sein. Und da die ganze Welt befestigt ist mit Pflöcken und Nägeln der Lust des Schöpfers, darum kehren sich die Menschen mit Sehnsucht und innerer Neigung immer wieder ihm zu, sich ihm zu nähern und sich angenehm zu machen vor dem, dessen Name gepriesen sei.“ (Chaim ben Atar, Or ha Chaim, zu 1. Mose 2, 1)
 
Der Schöpfer will, dass die Geschöpfe ihn erkennen und erfahren, wie sie ihr Leben recht nutzen können, um zu dem Bewusstsein zu gelangen, dass die ganze Schöpfung nichts als Liebe ist.
 
Darum gab Gott den Menschen seine Weisung, die den Namen trägt: Die sieben Gebote der Nachkommen Noahs.





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