12 Cheschwan 5782 / Montag, 18. Oktober 2021 | Thora-Parascha: Wajera
 
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Weshalb leben wir    

Weshalb leben wir



Vor etwa zwei Wochen wurde ich zu einem Frage-Antwort Vortrag für deutsche Touristen eingeladen. So fuhr ich also nach Tel-Aviv und stellte die Frage aller Fragen

 



Vor etwa zwei Wochen wurde ich zu einem Frage-Antwort Vortrag für deutsche Touristen eingeladen. So fuhr ich also nach Tel-Aviv und stellte den 150 Anwesenden die Frage aller Fragen: „Weshalb leben wir?“

Eine 45-jährige Lehrerin stand daraufhin auf, nahm das Mikrofon und sagte zu mir: „Rabbi, was für eine Frage stellen sie uns hier eigentlich? Ich möchte ihnen nicht zu nahe treten, aber aus meiner Sicht ist diese Frage lächerlich, denn - da gebe ich ihnen recht -, alles hat seinen Sinn, Grund und Nutzen und deshalb erübrigt sich ihre Frage, da wir alle sehen können: Jeder Mensch kam auf die Welt, um sein Leben zu leben …“.
 
Ich erwiderte der Frau: „Aus ihrer Sicht besteht der Sinn, Grund und Nutzen meiner und unser aller Geburt also darin, unser Leben zu leben, wir alle kamen also auf die Welt um zu leben, super wie schön!!!
 
Und wenn wir nun einmal davon ausgehen das dies stimmt, dann stelle ich mir die Frage, weshalb wir uns von dem Moment der Geburt an unserem Tod nähern!
 
Wenn ich auf diese Welt gekommen bin um zu leben, weshalb nähere ich mich dann mit jedem Augenblick unausweichlich meinem Tod?
 
Das ergibt keinen logischen Sinn. Wenn ich auf die Welt komme um zu leben, ja dann lass mich doch bitte schön auch leben - ohne irgendwann einmal zu sterben!
 
Jeder Mensch, egal ob reich oder arm, wird eines Tages sterben, und auch wenn jemand schafft gleichzeitig der Präsident von Amerika, Europa und Asien zusammen zu sein, auch er wird sterben. Also weshalb erst ein Leben beginnen, das von vornherein meinen Tod besiegelt.“
 
Auf diese Weise versuchte ich dieser Frau zu erklären, dass sie mit ihrem Einwand völlig danebenliegt und deshalb fragte ich sie: „Sehen sie diesen Stuhl? Dieser Stuhl wurde erschaffen, um einem Menschen als Sitzmöglichkeit zu dienen. Wenn ich diesen Stuhl 50 000 Jahre so stehen lasse, dann bleibt er immer noch das was er ist: ein Stuhl! Sie sind aber der Meinung, wir kämen nur auf die Welt um zu leben - doch niemand hier hat eine Garantie für das Leben! Im Gegenteil, wir nähern uns mit jeder Sekunde unserem Tod.“
 
Ich erklärte den Zuhörern und der Frau, dass meine anfängliche Frage: „Weshalb leben wir!?“, durch ihre Antwort noch bedeutender wurde, denn niemand stellt etwas her, um es anschließend zu beerdigen. Also stellte ich erneut die Frage aller Fragen: „Weshalb leben wir!? Weshalb kamen wir auf die Welt?“
 
Die Frau schaute mich an und sagte: „Rabbi sie haben recht. Aus dieser Sicht habe ich mein Leben noch nie betrachtet und deshalb würde ich gern noch einen Versuch wagen, da zweifellos alles einen Sinn hat. Sogar der Flaschenverschluss hier hat einen Sinn, Grund und Nutzen, nämlich, dass nichts verschüttet werden kann.“ „Bitte, bitte nur zu“, sagte ich und sie meinte nun: „Wir kamen auf die Welt, um Kinder in diese Welt zu setzen.“
 
Ich erwiderte ihr daraufhin: „Sie sind nun also der Meinung, dass unser menschliches Dasein darauf basiert, Kinder in die Welt zu setzen. Nun frag ich mich aber, was arme Menschen die zeugungsunfähig sind nach ihrer Auslegung hier auf diesem Planeten suchen? Alles hat doch einen Sinn, Grund und Nutzen - weshalb trage ich z.B. eine Kippa? Um für Gott zu werben, damit jeder weiß: Leute, es gibt einen Gott, nichts geschieht einfach nur so - also weshalb leben dann solche Menschen? Sie sagen, wir kommen auf die Welt, nur um Kinder in die Welt zu setzen, aber was bitte schön, machen dann Zeugungsunfähige hier? Und was ist mit all den Singles, die ihr Leben lang alleine lebten ohne zu heiraten und Kinder zu zeugen!? Ist ihr Dasein etwa sinnlos? Aber wir waren uns doch mittlerweile darüber einig, dass alles einen Sinn, Grund und Nutzen hat …“
 
Die Frau zeigte sich mir gegenüber unbeeindruckt und sagte: „Herstellungsfehler. Diese Welt ist voller Fehler und dies ist leider einer davon.“ Ich meinte dann: „Auch das kann definitiv nicht der Sinn, Grund und Nutzen unserer Erschaffung sein, denn niemand stellt etwas Fehlerhaftes zur Schau. Daimler Benz würde niemals eine Mercedes S-Klasse ohne Motor im Ausstellungssaal zum Verkauf anbieten, denn niemand würde sich dafür interessieren. Das Auto hat ja keinen Motor! Und wenn man nun davon ausgehen würde, sie hätten recht und Menschen die keine Kinder in die Welt setzen können - oder werden - hätten hier nichts zu suchen, da ihr Dasein ja sinnlos sei, dann würde sie niemand großziehen. Man würde sie von vornherein aussortieren. Aber allein durch diese bizarre Vorstellung wird mir schlecht - und deshalb glaube ich, dass sie mir erneut zustimmen werden, dass sie mit ihrer etwas weithergeholten Antwort falsch liegen.“

Die Frau blickte mich an und sagte: „Rabbi, im Fußball würde man jetzt wohl sagen: 2 zu 0.“

Ich musste nun natürlich ein wenig schmunzeln und meinte: „Bei einem Fußballspiel könnte man jetzt wohl wirklich von einem 2 zu 0 sprechen. Aber leider sprechen wir heute nicht über irgendwelche Spielchen. Der Großteil aller Menschen weiß nämlich nicht, weshalb sie auf diese Welt gekommen sind! Und das ist beschämend, denn wenn ich einen Nagel fragen würde, weshalb er auf diese Welt kam, dann würde er mir sofort antworten, damit du z.B. ein Foto an die Wand hängen kannst…“.
 
Die Frau ließ nicht locker und sagte beim dritten Anlauf: „Wir kamen auf diese Welt, um Spaß zu haben, um das Leben zu genießen.“
 
Ich sagte dann: „…also um voller Spaß das Leben zu genießen, ach wie toll, Sonne, Mond, Sterne, Strand - Oh happy Day -, nur trotz all dieser Dinge sehe ich nicht wirklich viele Menschen, die wirklich Spaß am Leben haben, geschweige denn ihr Leben genießen. Ich sehe Menschen die jeden Tag mindestens 8 Stunden hart für ihr Brot arbeiten müssen. Menschen die jeden Tag 8 Stunden schlafen müssen, weil der Körper dies aus gesundheitlichen Gründen braucht und fordert. Menschen die jeden Tag mindestens 4 Stunden mit irgendwelchen Behördengängen, Einkäufen oder sonstigen Erledigungen beschäftigt sind. Also unterm Strich sehe ich, dass ein Mensch in der Regel 23 Stunden am Tag damit beschäftigt ist, sein Leben in den geregelten Bahnen zu halten. Was bleibt, ist eine Stunde, in der ein Mann seine Frau zu einer Pizza einlädt - so schaut es doch bei fast allen Menschen auf der Welt aus, oder etwa nicht?!? Und wie kann sich ein Mensch an seinem Leben erfreuen, der erblindete? Eine Familie, deren Haussegen völlig schief liegt, lebt sie etwa in Spaß und Harmonie? Kriege, Krankheiten, wer kann von sich behaupten, dass er sein Leben genießt? Wenn sie sagen, wir kämen auf diese Welt um unser Leben zu genießen, ja dann lassen sie es uns doch bitte auch genießen! Wenn sie gesagt hätten, wir kämen auf die Welt um zu tanzen, ja dann würden wir jetzt wohl alle tanzen, springen oder was weiß ich was, aber weshalb sehen wir nicht alle Menschen ihr Leben genießen!!?? Wenn es auf dieser Welt darum geht Spaß zu haben, dann sollten doch alle Menschen an diesem Spaß, der doch die allgemeine Lebensbestimmung verkörpern soll, teilhaben. Aber in Wahrheit gibt es nicht allzu viele Menschen, die wirklich Spaß haben, daher kann auch diese Antwort nicht stimmen, da die richtige Lösung für alle gleich ist.“
 
Ich sagte dann weiter, dass Rabbi Schalom Arusch diese Antwort bereits in dem Vorwort seines Buches: „Im Garten des Glaubens“ gab. Dort sagte er u.a., dass er bei seiner konstruktiven Arbeit an sich selbst und vor allem durch die tagtäglichen Zusammenkünfte mit Menschen verschiedener Nationalitäten, klar und deutlich sah:

„Die Wurzel und der Grund aller Probleme und Schwierigkeiten, die alle Menschen auf dieser Welt tagtäglich durchleiden müssen, ist der mangelnde Glaube an Gott!“

Folglich heben sich nach Wiederherstellung des Glaubens alle Mängel eines Lebens - sowohl auf der geistigen als auch auf der körperlichen Seite - auf. Daher muss ein Mensch sein Augenmerk hauptsächlich auf die Erlangung und die Vertiefung des Glaubens setzen. Nur auf diesem Weg kann sich ein Mensch ein für alle Mal von allen Leiden und Sorgen verabschieden, und deshalb hat er sich auch entschlossen, das Buch: „Im Garten des Glaubens“, das ein reiner Extrakt des Glaubens darstellt, zu schreiben. 
 
Daher klick jetzt bitte hier, damit Du Dir das gesamte - an Dich gerichtete - Vorwort von Rabbi Schalom Arusch lesen kannst.





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  1.
  Weshalb leben wir
Batsheva27.12.2010 13:46:26
     
 

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