1 Ijar 5781 / Dienstag, 13. April 2021 | Thora-Parascha: Tazria Mezora
 
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Der Talmud lehrt uns: „Jeder unserer Väter hat etwas in diese Welt gebracht, das noch nicht existierte.“

 



Der Talmud lehrt uns: „Jeder unserer Väter hat etwas in diese Welt gebracht, das noch nicht existierte.“

Dank Abraham gibt es heute den Prozess des Altwerdens - bevor Abraham Gott darum bat, einen Menschen alt werden zu lassen, gab es keinen einzigen Menschen auf der Welt, der im heutigen Sinne alt war - es gab vom äußerlichen Erscheinungsbild keine Opas.

Ein Mensch kam also als Baby auf die Welt und wuchs heran. Und mit dem 21. Lebensjahr, also dem Jahr des vollständigen Auswachsen eines Körpers, veränderte sich das äußere Erscheinungsbild nicht mehr. Ein Mann, der beispielsweise 75 Jahre alt war, schaute immer noch genauso aus wie mit 21.

Die Thora lehrt uns, dass Abrahams Sohn Itzchak seinem Vater verblüffend ähnlich sah. Und jedes Mal, wenn die beiden zusammen unterwegs waren, wurden sie von den Menschen verwechselt. Zum Vater, also zu Abraham sagten sie Itzchak und zu Itzchak sagten sie Abraham.

Itzchak war dies natürlich sehr unangenehm, vor allem wegen des Gebotes der Elternehre, so wie es in den Zehn Geboten heißt: „Ehre deinen Vater und deine Mutter ...“

Auch Abraham fühlte sich dabei immer etwas unwohl und deshalb wandte er sich an Gott mit der Bitte, Er solle doch die Menschen alt werden lassen, sodass man Alt von Jung und Vater von Sohn unterscheiden könne. Gott gefiel der Wunsch Abrahams und sagte: „Abraham, Gutes hast du gesprochen, daher werde ich deiner Bitte folgen, indem ich mit dir den Anfang mache …“

Und so wurde aus dem an Jahren alten Abraham auch äußerlich ein alter Mann.

Als Itzchak älter wurde, sah er, dass viele Menschen diese Welt verließen, ohne sich zuvor Gedanken über ihre Lebensbestimmung zu machen. Das Leben war damals, im Gegensatz zum heutigen tagtäglichen Überlebenskampf, beschwerdefrei. Daher sahen sich viele Menschen damals fälschlicherweise auch nicht gezwungen, sich an Gott zu wenden Sie bildeten sich ein, Ihn ja nicht wirklich zu brauchen, denn man könne ja alles selbst regeln.


Itzchak wandte sich daher an Gott und sagte: „Lieber Gott! Ach, welch große Liebe empfindest Du - gelobt seist Du - für jeden Menschen auf dieser Welt! Daher weise doch bitte jeden einzelnen Menschen zurecht, damit jeder auf den geraden Lebensweg kommt! Bitte, lieber Gott, so wie ein Vater, der seinen Sohn voller Liebe mit dem Zepter in der Hand ab und zu zurechtweisen muss, damit dieser ja nicht vom rechten Weg abkommt, so musst auch Du uns auf dieser Welt Schläge geben …“

Gott hatte Gefallen an den weisen Worten Itzchaks und sagte: „Itzchak, Gutes hast du gesprochen und deshalb werde ich nun mit dir beginnen …“ Itzchak erblindete kurz darauf …

Dies kommentierte König Salomon voller Weisheit, Gott weise nur den zurecht, den Er liebt. Er strebt aufgrund seiner Liebe zu dem Menschen nur nach dessen Wohl, so wie ein liebender Vater, der sich um seinen Sohn sorgt und kümmert. (Sprüche Salomons, Kapitel 3, Satz 12)

Doch jene, die Gott nicht liebt, leben ihr Leben ohne jegliche Zurechtweisungen, so wie ein Sohn, dessen Vater einfach sein Zepter aus der Hand legt und den Sohn tun und lassen lässt, was er möchte ...

Dank Itzchak konnte nun jeder Mensch durch sein eigenes Leben verstehen, wo die Wurzel alle seiner Probleme liegen. Ein Mensch, der also nicht wahrhaben möchte, dass er eine Schöpfung ist, die von seinem Schöpfer auf diese Welt ausgesandt wurde und der also auch nicht akzeptiert, dass er nicht „Herr“ über sein eigenes, geschweige denn über das Leben anderer ist, der wird von Gott zurechtgewiesen bzw. bestraft. Gott begann also Gleiches mit Gleichem zu vergelten, damit ein Mensch so zu verstehen lernt, wie man die Botschaften Gottes effektiv entschlüsseln kann, nach dem Motto: „Nach dem Maß, mit dem ein Mensch misst, wird er gemessen!“ Dies bedeutet, ein Mensch kann anhand seiner Probleme erkennen, woran er sich versündigte, denn Gott handelt nach dem Prinzip Maß für Maß.

Beispiel: Samson, der seine Kräfte bekanntlich aus seinen Haaren bezog, folgte seiner verbotenen Begierde zu Delila mit seinen Augen, daher stachen ihm die Philister diese aus.

Mirjam wartete auf Moses eine Stunde lang, indem sie am Ufer des Nils sein Dahinschwappen verfolgte, bis er in Sicherheit war, daher machte das Volk Israel bei seinem Wüstenmarsch für eine Woche halt und wartete dabei solange auf sie, bis sie wieder völlig gesund war.

Einer der Söhne Davids behandelte seine Umgebung stets respektlos, da er sich aufgrund der Pracht seiner Haare als außergewöhnliche Schönheit wertete; am Ende fand er dann durch das Erhängen an seinen Haaren den Tod.

Es gibt heutzutage Krankheiten, deren Symptome im Darmbereich, also im Bauch beginnen und sich bis zum Mund hocharbeiten - Gott behüte. Folglich muss ein Mensch, der an solchen Symptomen leidet daran arbeiten, über keinen Menschen üble Nachreden zu verbreiten. Denn so wie man aus dem Mund ausspricht, was man dem Bauch zuführte hat, so ...

Und dank Jakow sollten wir uns nun einmal überlegen, weshalb alle Menschen sich rund um den Globus beim Niesen des andern „Gesundheit“ wünschen? Warum wünschen wir dies nicht bei irgendeiner anderen spontanen Tat des Nächsten?

Bezugnehmend auf den Satz: „Siehe, dein Vater ist krank“ (1. Buch Moses, Kapitel 48, Satz 1), heißt es im Talmud (Traktat, Baba Mezia, Seite 87a) und Pirkej deRabbi Elieser (52), dass es seit der Schöpfung der Welt bis zur Zeit von Jakow niemals einen Menschen gab, der zuerst krank wurde und danach starb. Es gab also vor Jakow keinen Menschen auf der Welt, der krank wurde! Ein Mensch war immer nur gesund und munter, bis er eines Tages auf der Straße oder sonst wo niesen musste, worauf dann seine Seele den Körper durch die Nasenlöcher verließ!

Damals starben die Menschen also ohne Vorwarnung durch ein einfaches Niesen. Und weil wir heute nicht mehr durch ein Niesen sterben, hat sich überall auf der Welt durchgesetzt, dass man seinem Nächsten Gesundheit wünscht! Deshalb sei ein Mensch sogar verpflichtet, einer niesenden Person „Chajim towim“ - also „LaBriut“ = „Gesundheit“ - zu wünschen (Talmud, Traktat Berachot, Seite 53a), weil dieser Tod in Leben verwandelt wurde!

Angesichts dieser Situation trat Jakow also zu Gott und bat Ihn um Barmherzigkeit, indem Er einen Menschen mit einer Krankheit belegt, welche später seinen Tod besiegeln wird. Der Grund seiner Bitte war der Wunsch, die Gelegenheit zu haben, sich von seiner Frau, seinen Kindern und Enkeln zu verabschieden, um ihnen Anweisungen für den Fall seines Ablebens geben zu können und vieles mehr.


Jakow sagte daher zu Gott: „Ich will mein Haus in Ordnung bringen, ich will meine eigenen Gedanken ordnen, ich will zu meinen Kindern sprechen, bevor ich diese Welt verlasse.“

Und Gott erhörte sein Gebet, so wie es heißt: „Man berichtete Josef, siehe, dein Vater ist krank.“ Dies war dann also ein Zustand, den die ganze Menschheit erstaunte, da seit der Erschaffung von Himmel und Erde noch niemals etwas Derartiges geschehen war.

Wir lernen daraus, dass es nicht gut ist, ohne Vorwarnung zu sterben, also plötzlich von dieser Welt genommen zu werden. Menschen brauchen Zeit, um ihre Gedanken und ihr Haus zu ordnen. Sie brauchen Zeit mit ihren Kindern. Sie brauchen Zeit mit ihren Ehepartnern.

Wie sehr wir auch unter Krankheiten leiden, wenigstens sind wir gewarnt - und das ist ein Segen. Menschen, die sterben ohne zu wissen, was geschieht, haben nicht Glück, sie sind benachteiligt.

Einmal habe ich durch ein Schreiben von Rabbi Frand aus Amerika erfahren, dass nach der Challenger Katastrophe ein Tumult in den Vereinigten Staaten entstand. Dieser Tumult wurde von den Spekulationen bestimmt, ob die Astronauten der Challenger-Kapsel von ihrem nahenden Untergang wussten oder nicht. Als sie schließlich die Tonbänder fanden und hörten, dass ihre letzten Worte ein Wehklagen waren, wollten ihre Anwälte die NASA verklagen, weil diese das Trauma durchlitten hätten, von ihrem Sterben gewusst zu haben.

Ein Kolumnist schrieb damals: „Bedeutet dies zwangsläufig, dass es gnädiger ist, wenn der Tod plötzlich kommt, dass das letzte bewusste Gefühl ein Hochgefühl war, oder nimmt einem ein solches Ende das Recht, nachzudenken, wenn auch nur für einige kostbare Momente, über die Dinge, die das Leben lebenswert machen?“

Ein Mensch braucht mit Sicherheit Zeit. Er braucht Zeit, um Frieden zu schließen - wenn nicht mit anderen, so wenigstens mit seinem Schöpfer. Wir brauchen Zeit. Das sagen unsere Weisen. Auch wenn es nur ein Moment ist, doch wir brauchen diese Zeit, denn nicht umsonst hat Jakow Gott darum gebeten.

Jakow war also der erste Mensch der Welt, der krank wurde. Dies hatte aber auch zu bedeuten, dass, sobald ein Mensch krank wurde, dieser an den Folgen seiner Erkrankung starb. Heute wissen wir allerdings, dass ein Mensch, der erkrankt, durchaus wieder geheilt werden kann. Dies war damals aber nicht so - und zwar bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Prophet Jesaja dem damaligen König Israels Chiskijahu die Nachricht überbrachte, dass dessen Tod bereits auf ihn wartete. Der König - in dem das Blut Davids floss - erwiderte ihm daraufhin, trotz der wegen seiner Krankheit völlig unrealistischen Überlebenschancen, denn niemand konnte sich damals von einer Krankheit erholen: „Sogar wenn eine scharfe Klinge am Nacken eines Menschen aufliegt, darf dieser die Hoffnung auf die Barmherzigkeit nicht verlieren.“

Gott gefiel so sehr, was Er hörte und ließ das bislang Unglaubliche wahr werden … König Chiskijahu wurde wieder völlig gesund! Chiskijahu war also der erste Mensch auf der Welt, der nach einer Erkrankung wieder gesund wurde!

Trotz der aussichtslosen Situation hat Chiskijahu nicht den Glauben an das Gebet, das ihm das Erbarmen Gottes zukommen wird, verloren. Denn auch wenn es augenscheinlich keine Chance mehr gibt und dadurch alles hoffnungslos wirkt, muss man wissen, dass der Schein trügt! Da mittels des Gebets immer eine reale Chance für alles besteht.

Der Schlüssel des Erfolgs liegt im Glauben! Daher darf man aufgrund einer Schwierigkeit oder eines Problems seinen Kopf niemals hängen lassen. Im Gegenteil, man muss sich in jeder Lebenslage an den Glauben klammern, indem man sich aus seiner Erkenntnis heraus an Gott wendet, und Ihm dabei all seine Schwierigkeiten anvertraut, sowie Ihn um rettende Hilfe bittet.

Die eben erwähnte Erkenntnis bildet das Wissen, dass man sich in der schützenden Obhut Gottes befindet sowie dass jede Situation im Leben den Willen Gottes widerspiegelt und nicht etwa irgendeine Zufälligkeit oder dergleichen!

 

 

Rabbiner David Kraus (M.A in Psychologie und Integrativer Psychotherapie | Dipl. Paar- und Familientherapeut | Dipl. Pädagogischer Elternberater) finden Sie bei Facebook.





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