1 Ijar 5781 / Dienstag, 13. April 2021 | Thora-Parascha: Tazria Mezora
 
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Die Bedeutung der Gottesfurcht - Wajera    

Die Bedeutung der Gottesfurcht - Wajera



Abimelech, König von Gerar, konnte sich keinen Reim darauf machen, warum Abraham seine Ehefrau Sara als seine Schwester ausgegeben hatte. Er bat Abraham um Auskunft: ...

 



Zum Wochenabschnitt Wajera (Bereschit 18,1 – 22,24)

Die Bedeutung der Gottesfurcht

Abimelech, König von Gerar, konnte sich keinen Reim darauf machen, warum Abraham seine Ehefrau Sara als seine Schwester ausgegeben hatte. Er bat Abraham um Auskunft: „Was hast du denn gesehen, dass du dies getan hast? Da sprach Abraham: Weil ich sagte: es ist nur keine Gottesfurcht in dieser Gegend, und man wird mich wegen meiner Frau töten“ (Bereschit 20, 10&11). Rabbiner S.R. Hirsch kommentiert: „Ihr habt mir nichts getan, ich habe auch keine besonderen Erfahrungen bei euch gemacht, die mich zu dem Verfahren veranlasst haben. Es fehlt bei euch nichts, es herrscht bei euch dieselbe staatliche Ordnung wie überall, nur habe ich wie überall, so auch bei euch, nicht die Gottesfurcht vorausgesetzt, die Gottesfurcht, die mir verbietet, mein Weib freiwillig preiszugeben, die euch verbieten sollte, das Weib eines Fremden anzutasten, oder ihn zu töten, wenn er es wagen wollte, sich eurer Unsitte zu widersetzen.“

Abrahams Antwort hat dem König von Gerar sicher zu denken gegeben; dass jemand die Gottesfurcht zu einem Maßstab macht, dürfte ihn verblüfft haben. Die soziale Bedeutung der Gottesfurcht hatte bisher wohl niemand Abimelech so deutlich vor Augen geführt. Abrahams These läuft darauf hinaus, dass eine staatliche Ordnung nicht ausreicht, um bestimmte Verbrechen zu verhindern, die aus Leidenschaft begangen werden; nur in einer Gesellschaft, in der Gottesfurcht zu finden ist, kann man davon ausgehen, dass Fremde unbehelligt bleiben. Es ist nicht so, dass gottesfürchtige Menschen keine asozialen Wünsche haben - jedoch stoßen diese auf einen inneren Widerstand und gelangen nicht zur Ausführung.

Es ist eine der 613 Mitzwot der Tora, gottesfürchtig zu sein (Maimonides, Sefer Hamitzwot, Ase Nr. 4). Im Wochenabschnitt Ekew heißt es: „Gott, deinen Gott, fürchte so, dass du ihm dienst“ (Dewarim 10, 20). Der Autor von Sefer Hachinuch macht darauf aufmerksam, dass dieses Gebot zu den sechs „Mitzwot hatemidiot“ zählt, also zu den Mitzwot, die ständig zu erfüllen sind (siehe auch Rabbiner Bachja zu Dewarim 28, 58). Was bedeutet es, ein Gebot sei ununterbrochen auszuführen? Das heißt, eine bestimmte Haltung wird verlangt!

Diese Haltung muss erworben werden, denn Gottesfurcht ist nicht angeboren. Wie man zur Gottesfurcht gelangt, kann man vom jüdischen König lernen. Dieser ist verpflichtet, für sich eine Torarolle zu schreiben: „Sie sei bei ihm, so lange er lebt,  damit er lerne, Gott, seinen Gott, zu fürchten, alle Worte dieser Lehre und alle diese Gesetzte gewissenhaft zu erfüllen“ (Dewarim 17, 19). Zur Gottesfurcht führt demnach ein intensives Studium der Tora.
 
Sind auch Nichtjuden zur Gottesfurcht verpflichtet? Diese Frage ist zu bejahen (siehe Rabbiner B. Epstein, Tora Temima zu Schemot 17, 9 Abschnitt 5). Gewiss, Nichtjuden sind nicht angehalten, die 613 Gebote der Tora zu halten, sie sind aber wohl verpflichtet, die 7 Noachidischen Gebote zu beachten (für eine Auflistung siehe Rabbiner A. Daum, Halacha aktuell, Frankfurt 1992). Sowohl Juden als auch Nichtjuden sollten bei Erwägung sündhafter Handlungen die zu erwartende göttliche Strafe bedenken.

Vom Fehlen der Gottesfurcht lesen wir auch im Wochenabschnitt Ki Teze: „Gedenke, was dir Amalek getan auf dem Wege bei eurem Auszuge aus Mizraim. Der dich traf auf dem Wege und deinen Nachtrab erschlug, all die Schwachen hinter dir – du aber warst matt und müde – und fürchtete Gott nicht“ (Dewarim 25, 17&18). Wer fürchtete Gott nicht? In den Kommentaren finden wir zwei Auffassungen. Raschi, Nachmanides u.a. erklären, dass sich diese Aussage auf Amalek bezieht. Hingegen meint Chisekuni im Anschluss an den Midrasch (Mechilta zu Beschalach), dass die Schrift den Israeliten bescheinigt, sie seien nicht gottesfürchtig gewesen. Chisekuni zieht den Schluss: „Wäret ihr aber gottesfürchtig gewesen, dann hätte Amalek euch nicht antun können!“ Nach dieser Interpretation hilft uns die Gottesfurcht also nicht nur im Kampf gegen den Trieb zum Bösen, sie vermag auch Gottes Schutz herbeizuführen.
 





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