1 Ijar 5781 / Dienstag, 13. April 2021 | Thora-Parascha: Tazria Mezora
 
dot  Zu Favoriten hinzufügen   dot  Als Startseite festlegen  
 
   
    Neukunde    |    Login
  
    Mein Konto     Bestellverlauf     Hilfe
 
 
  Mein Land:  
  USA (Vereinigte Staaten von Amerika)   
 
   Sprache:  
  Deutsch   
 
   Währung:  
  US-Dollar   
 
   
Home Breslev Familie Spiritualität Sabbat Feiertage Kultur Essen und Rezepte
   Am Sabbat-Tisch     Anregungen zur Parascha     Verknüpfungspunkte             
 
  Alle Kategorien  
 
 
 
Am Sabbat-Tisch  
 
HomeSabbatAm Sabbat-TischDie Mission der Juden - Lech Lecha
 
  Erweiterte Suche via
   Articles
 
   Suche
 
            
 

Die Mission der Juden - Lech Lecha    

Die Mission der Juden - Lech Lecha



Die Namensänderung unseres Urvaters erwähnen wir täglich im Morgengebet ... Was bedeutet diese Änderung?

 



Zum Wochenabschnitt Lech Lecha (Bereschit 12,1 – 17,27)

Die Mission der Juden

 

 

 

 

Die Namensänderung unseres Urvaters erwähnen wir täglich im Morgengebet: „Du bist der Ewige, Gott, der du Abram erwählt hast, und hast ihn aus Ur Kasdim geführt und ihm den Namen Abraham gegeben“ (Nehemia 9,7). Was bedeutet diese Änderung? Rabbiner H.I. Grünewald erklärt, dass der Name um den hebräischen Buchstaben „Hej“ erweitert wurde, der für den Gottesnamen steht: „So sollte auch im Namen der enge Bund zum Ausdruck kommen, den Gott mit Abraham geschlossen hatte“ (Die Lehre Israels, München 1970).
 
Seinen neuen Namen erfährt Abraham in einer Ansprache Gottes: „Ich – siehe, mein Bund ist mit dir, dass du werdest zum Vater einer Menge von Völkern. Und nicht soll fortan dein Name Abram genannt werden, sondern dein Name sei: Abraham; denn zum Vater eine Menge von Völkern mache ich dich“ (Bereschit 17, 4&5). Hier wird die Mission Abrahams hervorgehoben: er soll der geistige Vater einer Menge von Völkern werden. Rabbiner N.Z.J. Berlin erklärt, die Aufgabe von Abraham bestehe darin, die Völker der Welt mit dem Einen Gott bekannt zu machen. Abraham werde als Vater bezeichnet, denn von ihm wird erwartet, dass er wie ein Vater wirkt, der seinem Sohn die richtige Anschauung vermittelt. Rabbiner Berlin sieht im Befehl „Führe dich vor meinem Angesichte“ (Vers 1) eine Aufforderung an Abraham, Gottes Herrschaft zu proklamieren.
 
Die Abraham aufgetragene Mission zu erfüllen, kann man als die historische Aufgabe des jüdischen Volkes bezeichnen. Im Wochenabschnitt Jitro wird den Israeliten gesagt: „Ihr sollt mir sein ein Königreich von Priestern“ (Schemot 19,6). Owadia Seforno erklärt, es sei die Aufgabe der Juden, der ganzen Menschheit nahezubringen, dass alle Menschen Gott anrufen und ihm gemeinsam dienen sollen. Der Prophet Jesaia hat mehrfach an diesen Auftrag erinnert (Siehe 42,6 & 61,6).
 
Die Tatsache, dass jeder Jude in einem gewissen Sinne als Priester wirken solle, hat eine Verankerung in der Halacha, und zwar an einer Stelle, die manche vielleicht überraschen wird. Im Schma-Gebet lesen wir jeden Tag das Gebot Gott zu lieben: „Und du sollst lieben den Ewigen deinen Gott“ (Dewarim 6,5). Im Midrasch Sifre steht folgende Erläuterung: „Mache Gott bei allen Geschöpfen beliebt, so wie es dein Urvater Abraham getan hat.“ Maimonides erklärt: wer intensiv liebt, der ist von dem Wunsch erfüllt, alle Menschen sollten die Vorzüge des geliebten Objekts erkennen; Abraham habe Gott sehr geliebt und deshalb alle Menschen auf Gottes Herrschaft aufmerksam gemacht – er kann uns als Vorbild dienen (Sefer Hamitzwot, Ase Nr. 3).
 
Die Eigenart unserer Mission ist nicht immer richtig verstanden worden. Was Rabbiner J.J. Weinberg zu diesem Punkt geschrieben hat, stellt die Sache klar: „Die Geschichte Israels bestätigt, dass wir nie auf Proselytenmacherei ausgegangen sind und nie den Wunsch hegten, andere Völker zu unserer Religion zu bekehren oder ihnen unsere Religion aufzuzwingen, um sie für uns zu gewinnen. Dem Judentum lag nie daran, Nichtjuden zu Juden zu machen. Religiöse Menschenfängerei ist vom talmudischen Gesetz verpönt. Unserer Art als Volk der Religion entsprechend lag uns lediglich daran, dass unsere Gedanken über Gott, Welt und Mensch von der übrigen Menschheit verstanden werden. Wir erstrebten keine nationalen Siege. Die Verbreitung von Ideen der Moral und Sittlichkeit, der Wahrheit den Weg zu bahnen, war und bleibt das Ziel unserer nationalen Ambitionen“ (Das Volk der Religion, Geneve 1949).

 

 

Der Autor ist Psychologe und hat an der Universität Köln gelehrt.





Kommentar    Kommentar
   Sehen Sie mehr Artikel von: Prof. Dr. Yizhak Ahren
   Lesen Sie mehr über: Am Sabbat-Tisch




Zum Artikelanfang    Zum Artikelanfang       Artikel per E-Mail senden    Artikel per E-Mail senden          Weiterleiten       Druckversion    Druckversion


 Treten Sie dem Newsletter bei Treten Sie dem Newsletter bei
 
 
  
Wenn Sie weitere Artikel oder Breslev.co.il Beiträge über die E-Mail erhalten wollen, dann geben Sie hier bitte Ihre E-Mail-Adresse ein:

   

 Zum Thema gehörende Artikel Zum Thema gehörende Artikel
 
 


  0 Talkback     

Ihre MeinungIhre Meinung    Ihre Meinung    

 
 
  
Zu Ehren von:    Zum Gedenken an:
  
 
Hat Ihnen gefallen, was Sie gelesen haben?
 
Helfen Sie Breslev Israel, das Licht von Rabbi Nachman zu offenbaren.
Helfen Sie uns, diese Welt zu einer besseren Welt für uns alle zu machen!
 
Klicken Sie hier, um Breslev.co.il zu supporten
  
 
 
 Angebote des Tages Angebote des Tages
 
 
 
 
Back  1 2 3  Next
 
 
 
 
  •  
  •  
     
  •  
  •  
  •  
 
Back  1 2 3  Next
 
 
 Am häufigsten geklickt Am häufigsten geklickt
 
 
 
 
Up  1 2 3  Down
 
 
 Am häufigsten gelesen Am häufigsten gelesen
 
 
 
 
Up  1 2 3  Down
 
 
 Facebook Facebook
 
 
 
 Newsletter Newsletter
 
 
 
Abonnieren:   
 
   
 

 
 



  
 
 
open toolbar