1 Ijar 5781 / Dienstag, 13. April 2021 | Thora-Parascha: Tazria Mezora
 
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Natürliches und Übernatürliches    

Natürliches und Übernatürliches



„Nachher kam sein Bruder hervor, seine Hand Esaws Ferse haltend, den nannte er Jakob“ (Bereschit 25,6). Wer hat dem Knaben den Namen Jakob gegeben?

 



Zum Wochenabschnitt Wajischlach (Bereschit 32,4 – 36,43)

„Nachher kam sein Bruder hervor, seine Hand Esaws Ferse haltend, den nannte er Jakob“ (Bereschit 25,6). Wer hat dem Knaben den Namen Jakob gegeben? Raschi macht uns darauf aufmerksam, dass die Aussage des Verses mehrdeutig ist: „Gott nannte ihn so. Oder: sein Vater nannte ihn Jakob, weil er die Ferse seines Bruders festgehalten hatte.“ Der natürliche Gang der Dinge ist, dass die Eltern ihrem Kind einen Namen geben; Raschi, der sich hier auf einen Midrasch stützt, unterstreicht die Tatsache, dass wir auch mit der Möglichkeit rechnen müssen, dass Gott manchmal in das Geschehen eingreift. Rabbiner Owadja Seforno deutet den von Gott gegebenen Namen als Ankündigung, dass Gottes Volk die übrigen überdauern werde, wie der Prophet sagt: „Du fürchte nicht, mein Knecht Jakob, ist der Spruch des Ewigen, denn ich bin mit dir. Wenn ich Vernichtung übe an allen Völkern..., übe ich doch an dir keine Vernichtung“ (Jirmijahu 46,28).

Zweimal wird in unserem Wochenabschnitt berichtet, dass zum Namen Jakob ein zweiter hinzukam. Nach Jakobs nächtlichem Ringkampf mit dem Engel sprach sein Gegner zu ihm: „Nicht Jakob soll mehr dein Name gesprochen werden, sondern Jisrael; denn um den Vorrang gekämpft hast du mit göttlichen Wesen und mit Menschen und hast obsiegt“ (Bereschit 32, 29). Später heißt es: „Und Gott sprach zu ihm: Dein Name ist Jakob; nicht soll genannt werden fortan dein Name Jakob, sondern Jisrael sei dein Name. Und er nannte seinen Namen Jisrael“ (Bereschit 35,10). Rabbi David Kimchi sowie der Maharal von Prag erklären, dass der Engel lediglich die Namenshinzufügung angekündigt hat, die Gott dann offiziell aussprach.
 
Die Begründung des Namens Jisrael verdanken wir dem Engel. In seinem Buch „Volk und Tora“ stellte Rabbiner B. S. Jacobson die Frage: „Was bedeutet der Name Jisrael?“ Ich bin nicht sicher, welche Antwort der Fragesteller als die richtige anerkannt hätte. Vielleicht wollte er seine Leser die Entdeckung machen lassen, dass es verschiedene Deutungen des Namens Jisrael gibt. Rabbiner J.H. Hertz meint: „Wahrscheinlich ‚Kämpe Gottes’. Die Kinder des Patriarchen sind Israeliten, Gottesstreiter, die, durch göttliche Kraft gestärkt, siegreich bleiben.“ M. Buber und F. Rosenzweig vertreten eine ähnliche Auffassung: „Fechter Gottes“; nach N.H. Tur-Sinai bedeutet Jisrael: „Gott kämpft“; Rabbiner S.R. Hirsch übersetzt: „Gott ist der Überragende“; Hirschs Urenkel Marc Breuer schreibt: „Fürst Gottes.“ Unumstritten ist lediglich, dass Gott im zweiten Namen Jakobs erwähnt wird.
 
Was können wir daraus lernen, dass Gott Jakob noch einen zweiten Namen gegeben hat? Nach Rabbiner M.L. Malbim verweisen die zwei Namen unseres dritten Stammvaters auf verschiedene Zusammenhänge: Jakob verweist auf den natürlichen Gang der Dinge (hebr.: hanhaga tivit), Jisrael hingegen auf eine übernatürliche Gesetzmäßigkeit (hebr.: hanhaga nissit). Auf den Bund mit Gott gründet sich eine die Sphäre des Natürlichen überschreitende Leitung der Geschicke des jüdischen Volkes, das Jisrael genannt wird. Der Name Jisrael, der an überweltliche Zusammenhänge erinnert, kann den Namen Jakob jedoch nicht ersetzten, da man nicht jederzeit Wunder erwarten darf.
 
Der Prophet Jeschajahu bezeichnet die Juden als Zeugen Gottes (43,10). In einem seiner schönen Essays beschreibt E. Simon den Inhalt dieses Zeugnisses wie folgt: „Wir bezeugen den Willen einer Abstammungsgemeinschaft, die sich zwar immer durch Übertritte zu ihrem ererbten Glauben von einer Rasse unterschieden hat, aber doch ein Volk war und geblieben ist, als ein solches, als Volk in der Tiefe der Geschichte und in der Breite jeder Gegenwart Gottes Willen zu tun. Jisrael ist zugleich Natur und Übernatur, zugleich Geschichte und Übergeschichte, zugleich von Gott gesetzte Auserwähltheit wie von Menschen immer wieder neu gewähltes oder verworfenes Geschick. In dieser schweigenden Existenz vollzieht Jisrael sein Zeugnis vor der Welt“ („Entscheidung zum Judentum“, Frankfurt 1980).
 





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