2 Ijar 5781 / Mittwoch, 14. April 2021 | Thora-Parascha: Tazria Mezora
 
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Verantwortung auf sich nehmen    

Verantwortung auf sich nehmen



Da sprach Jakob: Verkauf mir heute deine Erstgeburt. Und Esaw sprach: Siehe, ich gehe zum Tode, und wozu da mir die Erstgeburt? Und Jakob sprach: Schwöre mir heute! ...

 



 Zum Wochenabschnitt Toldot (Bereschit 25,19 – 28,9)

Verantwortung auf sich nehmen

„Da sprach Jakob: Verkauf mir heute deine Erstgeburt. Und Esaw sprach: Siehe, ich gehe zum Tode, und wozu da mir die Erstgeburt? Und Jakob sprach: Schwöre mir heute! Und er schwor ihm und verkaufte seine Erstgeburt an Jakob. Und Jakob gab dem Esaw Brot und ein Gericht Linsen, und er aß und trank und erhob sich und ging weg. Also verachtete Esaw die Erstgeburt“ (Bereschit 25, 31 – 34). Esaws Bemerkung „Ich gehe zum Tode“ ist nach Rabbiner J.H. Hertz die Übertreibung eines Hungrigen, den ungezügelte Essgier erfüllt. Nach Raschi steckt mehr hinter der Aussage von Esaw: „Esaw fragte, was enthält denn dieser Dienst? Man erklärte ihm, dass viele Verbote, Warnungen und Strafen damit verbunden sind. Wer betrunken diene, der sei des Todes. Da sagte er: Wenn dem so ist, und ich dadurch dem Tode entgegen gehe, was frommt mir dieser Gottesdienst?“

Rabbiner M. Feinstein merkt an, nach Raschis Erklärung könne man es erstaunlich finden, dass die Schrift von Esaw behauptet, er habe die Erstgeburt verachtet. Priester zu sein ist eine schwere Aufgabe, die, wie ihm mitgeteilt wurde, mit vielen Verboten und Strafen verbunden ist. Darf man es Esaw negativ anrechnen, dass er die große Verantwortung nicht auf sich nehmen wollte? Rabbiner Feinstein meint, dass Esaws Bedenken sich bei näherer Prüfung als nicht stichhaltig erweisen. Wenn es um materielle Dinge geht, wie z.B. um eine geschäftliche Transaktion, dann wird der eine das Risiko übernehmen und der andere lieber auf das riskante Geschäft verzichten – und es ist schwer zu beurteilen, wer von den beiden der klügere ist. Aber im Hinblick auf geistige Dinge sollte jeder Mensch wissen, dass ein Minimum an Gottesdienst nicht ausreichend ist; vielmehr sollte er sich anstrengen, mit allen Kräften Gott zu dienen und Fortschritte zu erzielen – da bestehe kein Risiko, der Erfolg sei beinah sicher. Es sei eine falsche Anschauung, wenn ein Großer die mit einem bestimmten Amt verbundene Verantwortung scheue; eine religiöse Aufgabe lehnt man wegen möglicher Gefahren nicht ab. Esaw hat demonstriert, dass das mit der Erstgeburt verbundene Priesteramt ihm nicht wichtig war – deshalb verurteilt ihn die Tora: „Die Schrift bezeugt seine Schlechtigkeit, er verachtete den Gottesdienst“ (Raschi).
 
Esaw ist für uns ein negatives Beispiel. In der Mischna beschreibt Hillel die gewünschte Einstellung: „Wo es an Männern fehlt, da bemühe dich, ein Mann zu sein“ (Sprüche der Väter 2,6). Rabbiner Hirsch kommentiert: „Wo die Angelegenheiten der Gesamtheit gut versorgt sind und das Rechte und Gute hinreichend vertreten ist, da dränge dich nicht vor, da ist Bescheidenheit eine Tugend, dein Hervortreten vielleicht Anmaßung und Verdrängung besserer und tüchtigerer Männer aus ihrer Wirksamkeit. Wo es aber an Männern gebricht, wo das Allgemeine aus Mangel an rechter Leitung zurückgeht, das Gute und Wahre aus Mangel an rechter Vertretung unerkannt und unerfüllt bleibt, da bemühe dich, ein für die Leitung und Vertretung fähiger und tüchtiger Mann zu werden, und bist du es, bemühe dich, an der Leitung und Vertretung teilzunehmen, da wäre ein Zurückbleiben nicht Bescheidenheit, sondern Verbrechen.“
 
Zwischen zwei Extremen gilt es eine mittlere Position einzunehmen (vgl. Maimonides Hilchot Deot, Kap. 1). Im Talmud (Brachot 34a) finden wir ein einprägsames Bild aus dem kulinarischen Bereich: Wer aufgefordert werde, als Vorbeter in der Synagoge zu fungieren, der soll zunächst ablehnen; lehnt er nicht ab, dann ähnelt er einer salzlosen Speise. Und wenn er allzu oft ablehnt, dann ähnelt er einer versalzenen Speise. Der Meiri erklärt: Mit der ersten Ablehnung zeigt der Vorbeter, dass er nicht gierig ist; ziert er sich jedoch allzu lange, dann scheint er hochmütig zu sein. Bei der Ernennung eines Vorbeters ist auf die korrekte Form zu achten. Das gilt natürlich auch für andere Fälle, in denen jemand eine Verantwortung auf sich nimmt.





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