14 Cheschwan 5782 / Mittwoch, 20. Oktober 2021 | Thora-Parascha: Wajera
 
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Acharei Mot – Haschem ist stolz auf jeden Juden    

Acharei Mot – Haschem ist stolz auf jeden Juden



Die Aufgabe des „bezeichneten Mannes“ ist enorm wichtig. Sie besteht darin, den Sündenbock in die Wüste zu führen.

 



"In der Hand eines bezeichneten Mannes in die Wüste" (Levitikus 16:21).

 

 

Die Aufgabe des „bezeichneten Mannes“ ist enorm wichtig und besteht darin, den Sündenbock in die Wüste zu führen. Das gesamte Sühnopfer des Volkes Israel hängt davon ab, daß der „bezeichnete Mann“ seine Arbeit ordnungsgemäß erledigt. Der bezeichnete Mann ist jedoch ein einfacher Jude und nicht unbedingt ein Cohen (Priester). In der jüdischen Geschichte ist ein Sündenbock kein einziges Mal dem sogenannten bezeichneten Mann entkommen. Er hat immer seine Sonderaufgabe richtig erledigt.  

 

 

Der „bezeichnete Mann“ ist ein Symbol für jeden einzelnen anonymen Juden. Wenn das jüdische Volk einem Körper ähnelt, ist jeder einzelne Jude ein lebenswichtiges Organ. Das jüdische Volk wird auch mit einer Tora-Schriftrolle verglichen. Obwohl eine Tora-Schriftrolle mehrere hunderttausend Buchstaben enthält, macht ein fehlender, falscher oder unleserlicher Buchstabe die gesamte Tora-Schriftrolle für einen Segen ungeeignet. In ähnlicher Weise beschädigt jemand, der an einem Juden Schuld findet, das Bild des gesamten jüdischen Volkes.

 

 

Einige Menschen beschränken ihren Respekt auf Mächtigen oder Menschen mit aristokratischem Hintergrund. Die Tora besagt dagegen, daß wir jeden Juden so lieben sollten, wie wir uns selbst lieben. Wie im oben erwähnten Beispiel der Tora-Schriftrolle spielt jeder Jude - egal wie unwichtig er auch sein mag - eine bedeutende Rolle für das allgemeine Funktionieren des jüdischen Volkes. Man kann sich natürlich solche Frage stellen: wie kann ein einfacher Schuhmacher oder Klempner so wichtig sein wie ein großer Tzaddik oder Rosh Yeshiva? Man darf die Tora einfach nicht in Reichweite eines üblen Geruchs lernen. Wenn also die Toiletten von dem Rosh Yeshiva zum Beispiel verstopft sind, kann er seine Gemara nicht ohne die Dienste eines guten Klempners öffnen. Und ohne den Schuhmacher wäre der Rosh Yeshiva barfuß!

 

 

Der „bezeichnete Mann“, wörtlich übersetzt aus dem biblischen Hebräisch, ist der „zeitgemäße Mann“: „ish itti“. Dies ist eine weitere Anspielung aus der Tora, daß jeder Jude nicht nur seine besondere Aufgabe hat, sondern überall dort, wo Haschem er oder sie platziert, zur richtigen Zeit die richtige Person sind. So lernen wir dies im folgenden Gleichnis:

 

 

Das Wohlwollende Königreich war in einen langen und blutigen Krieg mit dem Königreich des Bösen verwickelt. Die friedliebenden Wohlwollenden hatten an allen Fronten unersetzliche Verluste erlitten. Kämpfen war gar nicht ihre Stärke, doch die bösen Angreifer ließen ihnen keine Wahl. Der wohlwollende König beschloß, das Schlachtfeld aus erster Hand zu besichtigen und sich mit seinen Offizieren vor Ort zu beraten.

 

 

Die Nachricht, daß der wohlwollende König irgendwo in der Nähe der Frontlinie war, verbreitete sich wie ein Lauffeuer unter den wohlwollenden Kämpfern. Ein verzweifelter Gegenangriff war kläglich gescheitert und die wohlwollenden Offiziere waren fast verzweifelt. Sogar den Generälen fehlte ein Plan…

 

 

„Pushty“ war ein einfacher Fußsoldat in einem der wohlwollenden Infanteriebataillone. Er hörte, wie seine Kommandeure murmelten, daß die Kampagne bereits verloren war und daß es nur eine Frage von Tagen ist, bis die gesamte wohlwollende Front zusammenbricht. Pushty wurde im Bösen Königreich geboren und ähnelte sogar einem bösen Bürger. Er wußte, wie man die böse Sprache spricht und wie man völlig böse erscheint. Er entwickelte seine eigene Angriffsstrategie…

 

 

Im Finsternis einer mondlosen Nacht überquerte Pushty die feindlichen Linien tief in das Gebiet des Bösen. Tagsüber versteckte er sich und rückte nachts vor. Er erreichte die Hauptstadt. Mit den meisten bösen Kräften an der Front wurde der Palast kaum bewacht. Pushty drang unangefochten in das Schlossgelände ein. In den frühen Morgenstunden schnarchten die Wachposten in einem tiefen Schlaf. Mit einem stillen Gebet auf den Lippen betrat Pushty  die Gemächer des Königs. In einem Augenblick atmete der böse Monarch seinen letzten Atemzug, ohne zu wissen, was ihn traf.

 

 

Die Nachricht erreichte die Front des Bösen, daß eine Kugel aus dem Front von den Wohlwollenden das Gehirn des bösen Königs durchbohrte. Die bösen Truppen waren plötzlich hoffnungslos. Gleich danach führte eine erneute wohlwollende Offensive zum vollständigen Triumph. Man kann sich kaum vorstellen, wie der wohlwollende König seinem treuen und einfachen Fußsoldaten Pushty dankbar war.

 

 

So wie das gesamte Schicksal der wohlwollenden Nation auf einem einfachen Soldaten beruhte, lehren unsere Weisen (Talmud, Kidduschin 40b), daß die Taten eines einzelnen Juden die ganze Welt machen oder zusammenbrechen können. Als solches ist jeder Jude von größter Bedeutung.

 

  

Rebbe Nachman von Breslev betont (Likutei Moharan I: 17), daß Haschem unbeschreiblichen Stolz auf jeden einzelnen Juden hat. Deshalb sollten wir uns oder einen anderen Juden niemals verkaufen. Indem wir uns von dem Vorbild von Haschem inspirieren lassen und das Gute in jedem Juden suchen, stärken wir die brüderliche Liebe und befreien wir uns von den Kämpfen, die zur Zerstörung unseres Heiligen Tempels in Jerusalem geführt haben. Möge er bald und innerhalb unserer Zeit wieder aufgebaut werden. Amen.

 





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