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Der goldene Mittelweg    

Der goldene Mittelweg



... Daher gilt es für uns realistisch zu bleiben und zu akzeptieren, dass der Grund eines unserer Probleme mit Sicherheit eines unserer schlechten Taten war ...

 



Auszug aus dem Buch von Rabbi Schalom Arusch: “Began Ha´Emuna“ (Dieses Buch ist auch auf Deutsch unter dem Titel “Im Garten des Glaubens“ erhältlich

 

 

Der goldene Mittelweg 

 

Es versteht sich von selbst, dass das eben Gesagte in unserer Zeit vielleicht gerade Mal - wenn überhaupt - auf eine Handvoll Menschen zutrifft. Daher gilt es für uns realistisch zu bleiben und zu akzeptieren, dass der Grund eines unserer Probleme mit Sicherheit eines unserer schlechten Taten war. Wenn man sich also aus diesem Grund an Gott wendet und mit Ihm darüber spricht, dann verschwindet dieses Problem genau so schnell wie es kam. Sobald ein Mensch in seinem Leben mit einem Problem konfrontiert wird, muss er zunächst einmal zur Überzeugung kommen, dass es keine Probleme oder Schwierigkeiten ohne vorher begangene Sünden gibt. Folglich muss er als nächstes sein Problem mit seinem eigenen Maßstab messen. Dabei wird ihm bestimmt auffallen, es handelt sich bei seinem Problem exakt um etwas, das mit einem von ihm begangenen Unrecht zusammenhängt. Infolgedessen muss er sich nun sündenreuig an Gott wenden und sich dabei zum einen bei Ihm dafür entschuldigen und zum anderen Ihm versprechen, alles in seiner Macht Stehende zu unternehmen, um diesen Fehler kein zweites Mal mehr zu begehen. Auf diese Weise wird das Problem, das letztendlich nur die Strafe für seine schlechte Tat verkörpert, mit Sicherheit gelöst werden, da Gott keinen Gefallenen daran findet, jemanden zu bestrafen. Im Gegenteil, Er will, dass ein Mensch versteht, dass es Ihn gibt und er deswegen darauf vertraut, dass Er ihn immer und von allen Problemen erlösen wird. 
 
 
Positive Einstellung 
 
Sobald sich ein Mensch in seinem Leben mit Problemen auseinandersetzen muss, wird er gleichzeitig daran glauben, dass es sich dabei um etwas Gutes handelt, da jede von ihm begangene Sünde bzw. schlechte Tat ihm das erhellende Lebenslicht nimmt. Folglich handelt es sich bei den Problemen um etwas sehr Gutes, da sie einen Menschen dazu bewegen, sich Gott anzunähern, und sie somit in den Genuss dieses erhellend wärmenden Lebenslichtes kommen, das einem Menschen das Leben versüßt.  
 
Ein Mensch, der es trotz intensiver Betrachtung einer Situation nicht auf die Reihe bekommt zu verstehen, was Gott ihm mit seinem derzeitigen Problem mit auf dem Weg geben möchte, muss deswegen nicht gleich verzweifeln. Im Gegenteil, er muss sich damit an Gott wenden:
 
„Ach, mein Gott! Bitte öffne mir meine Augen und lass mich dabei erkennen, weshalb du mich dieses Problem durchleben lässt. Zeige mir den Grund und ich verspreche Dir, alles in meiner Macht Stehende zu tun, um diesen Grund für immer aus der Welt zu schaffen...“
 
Auf diese Weise muss man solange verfahren, bis Gott einem den erkennenden Blick schenkt. 
 
Wenn ein Mensch nach alldem allerdings immer noch im Dunklen tappt, dann muss er sich weiterhin mit dem Wissen, dass es keine Probleme oder Schwierigkeiten ohne vorher begangene Sünden gibt, an Gott wenden:
 
„Mein Vater im Himmel, ich weiß, dass es in meinem Leben weder Zufälle noch Schicksalsschläge gibt. Alles was mir widerfährt geht völlig zu Recht von Dir aus. Daher glaube ich mit voller Überzeugung, dass ich meine derzeitigen Probleme und meine Sünden selbst zu verantworten habe. Allerdings bekomme ich es zu meinem Bedauern nicht auf Reihe zu verstehen, was Du jetzt von mir erwartest bzw. von mir möchtest. Mein Gott, vor Dir liegt alles offen, daher bitte ich Dich, mir bitte zu verzeihen und mir zu zeigen, was Du von mir erwartest, damit ich so letzten Endes wiedergutmachen kann, was ich zerstörte...“
 
Ein Mensch, nachdem er immer noch im Dunkeln tappt und sich mit seinem Problem herumzuärgern hat, muss fest daran glauben, das alles nur zum Guten ist, und die Situation mit Liebe annehmen. Innerlich muss er sich dabei denken: „Ist es nicht genug, dass ich meinen Vater im Himmel erboste, sodass er mir als Reaktion darauf ein Problem auferlegen musste! Nein, darüber hinaus gelingt es mir jetzt nicht einmal den Fehler zu finden, für den ich mich eigentlich bei Ihm entschuldigen müsste. Daher wäre es jetzt wohl der Gipfel der Unverschämtheit, wenn ich beginnen würde mich bei Ihm zu beschweren oder dergleichen. Wer weiß, vielleicht handelt es sich bei diesem Problem sogar um eine Sache, die ich aus meinem vorherigen Leben mit mir trage, und die ich jetzt ausbügeln muss. Wie dem auch sei, auf alle Fälle muss ich mich in erster Linie bemühen, meine Probleme demütig und in Liebe zu akzeptieren, denn nur auf diese Weise werde ich die Sühne und Gnade für meine Sünden und Fehler erlangen.“ 
 
Und sobald ein Mensch beginnt, die dritte Glaubensstufe in seinem Leben auszuleben, dann erlangte er somit den Glauben mit voller Überzeugung! 
 
 
Hinderungen und Hindernisse 
 
Nachdem wir nun den dreistufigen Plan zum Erhalt des Glaubens erlernten, bleibt nunmehr davor zu warnen, dass zwei äußerst heimtückische Gefahren auf einen Menschen, der diesen Weg beschreiten möchte, lauern.  
 
Die erste Gefahr verbirgt sich im Gedankengang eines Menschen, der sich einbildet: „Ich komme einfach nicht zurecht. Das ist eine Nummer zu groß für mich!“ - Solch ein Mensch bildet sich aufgrund seines mangelnden Selbstvertrauens ein, er sei nicht dazu im Stande sein von ihm selbst angestrebtes Ziel zu erreichen. Er weiß schlicht und ergreifend nicht, welche Kräfte in ihm stecken, und daher bildet er sich schwarzmalerisch ein, seine Ziele seien etwas zu hoch angesetzt.
 
Um dieses gedankliche Gift zu neutralisieren bedarf es lediglich den Blick auf die Tatsache, dass Gott keinem Menschen auf der Welt mit einer Lebenssituation konfrontiert, der er nicht gewachsen ist! Dies bedeutet mit anderen Worten, dass ein Mensch in der Lage ist mit allen Situationen in seinem Leben fertig zu werden, da Gott den Schwierigkeitsgrad einer Situation gemäß seiner Kräfte, seines Könnens und seines Wissens einstellt. Demnach kann ein Mensch sich niemals in einer Situation wiederfinden, die eine Nummer zu groß für ihm ist, da Gott einem Menschen gar nicht erst in solch eine Situation manövriert.
 
Die zweite Gefahr verbirgt sich wiederum in dem Gedankengang eines Menschen der sich einbildet: „Ich habe keine keinen Bock auf Auseinandersetzungen! Lasst mich einfach nur in Frieden leben!“ - Solch ein Mensch hat keine Lust, sich seinem Problem mit einer Anstrengung entgegenzustellen. Ihm kann die ganze Welt gestohlen bleiben, Hauptsache er bekommt ein Leben, in dem er tun und lassen kann was er möchte, indem er sich charakterlich entfalten kann wie er will, in dem es weder Auf- noch Abstiege gibt usw. Mit anderen Worten strebt er nach einem Leben ohne Sinn, Zweck und Grund. Darüber hinaus ist er überhaupt nicht daran interessiert, den wahrhaftigen Erfolg in seinem Leben zu erlangen und außerdem stellt er sich weder die Frage, was Gott von ihm möchte, noch was ihn in der kommenden Welt erwarten wird. Das einzige was er will, ist ein Leben ohne Probleme... Doch darin liegt die Absurdität, da ein Mensch ein sorgenfreies Leben  ohne Probleme erst dann austesten kann, nachdem er akzeptiert hat, dass Gott von einem Menschen in allem was ihm widerfährt erwartet, sich mit diesen Situationen auseinanderzusetzen, sowie sie erfolgreich zu bewältigen. Indem er weiß, alles wird von Gottes Hand herbeigeführt, und diese Lebenshürde muss er nur überspringen, um so in seinem Leben positiv voran zu kommen. Doch sobald ein Mensch versucht, sich vor seiner Lebensverantwortung zu drücken oder ihr gleichgültig gegenüber steht, macht er alles nur noch komplizierter, da Gott in solchen Fällen alles andere als nachgiebig ist. Gott lässt einen Menschen solange nicht in Ruhe, bis dieser sein Potential vollends ausschöpfte; dann erhält er die Eintrittskarte für das Paradies auf dieser als auch in der kommenden Welt.  
 
Ein Mensch muss sich hinter seine Ohren schreiben, dass es in seinem Leben Situationen gibt und geben wird, die er einfach durchlaufen muss. Ob er will oder nicht! Daher ist es lächerlich davon auszugehen, man könne ein ruhiges Leben ohne Probleme haben, ohne etwas dafür zu tun, so wie einst einer unserer Weisen sagte: „Ungefragt lebst du, und ebenso ungefragt wirst du sterben, und noch ungefragter wirst du Rechenschaft vor dem König aller Könige - dem Heiligen, gelobt sei Er - abgeben müssen.“ - Dieser wird dich dabei fragen, ob du dich bei allem was dir geschah auf die Suche nach der Wahrheit, dem Sinn, Zweck und Grund deines Lebens machtest.  
 
Es gibt keinen Menschen auf der Welt der die Möglichkeit besitzt, sich selbst aus diesem Spiel zu nehmen. Seine Anwesenheit auf diesem Planeten bedeutet demnach, dass er sich seiner Lebensaufgabe stellen muss! Daran kann er nichts ändern. Daher bleibt ihm lediglich die Wahl sich zu entscheiden, das Gesagte mit Liebe zu akzeptieren und somit ein wunderschönes wie auch ein süßes Leben auf dieser Welt zu führen, das dem noch schöneren Paradies gleicht, das auf ihn in der kommenden Welt wartet. Doch wenn man sich negativ entscheidet indem man versucht, sich von der Lebensverantwortung zu drücken und Gott auf diesem Weg den Rücken kehrt, dann braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn man ständig nur jammernd und Mitleid erwartend das schlechte Leben ertragen muss...  
 
Ein Mensch der versucht, in seinem Leben - in allem was ihm widerfährt - Gott zu erkennen und den Glauben an Ihn zu erlangen, der wird langsam aber sicher in seinem Leben alles erreichen von dem er träumte. Ein Mensch, der sich andererseits hingegen als zu faul erweist, wird sehr schnell erkennen müssen, wie sein Leben zu einem Spießrutenlauf wird. Folglich muss sich jeder sein Selbstvertrauen stärken und an Hand dessen versuchen, alle Lebenslagen erfolgreich zu meistern, indem man sich an das Gebet und die Gottesfürchtigkeit hält.  
 
In den nächsten Kapiteln werden wir mit Gottes Hilfe versuchen zu erklären, wie ein Mensch die eben erlernten Glaubensregeln in jeder Lebenssituation des Alltages anwenden kann.




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