10 Elul 5778 / Dienstag, 21. August 2018 | Thora-Parascha: Ki Tetze
 
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„Und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und an deine Tore“ (5. Buch Moses Kapitel 6 Satz 9)

 
Jeder Jude und jede Jüdin besitzt die Pflicht, an jedem Türpfosten (mit Ausnahme des Badezimmers und der Toilette) ihrer Wohnung, ihres Hauses, ihres Büros oder sonstige Einrichtungen eine Mesusa anzubringen, so wie es heißt: „Und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und an deine Tore“ (5. Buch Moses, Kapitel 6, Satz 9) Dieser Satz bildet zugleich den Ursprung für dieses Gebot, in dem das hebräische Wort Mesusot (das Plural von Mesusa) steht. Die wörtliche Übersetzung dieser Worte ergibt im Deutschen das Wort “Türpfosten bzw. Pfosten“. Die Mesusa besteht aus zwei Komponenten:
 
  • Einer Hülse aus Metall, Holz, Silber, Plastik oder sonstigen Materialien,
  • in die man ein Pergament auf dem folgende Thora-Abschnitte handschriftlich mit Hilfe einer Feder eines koscheren Tieres und einer nicht verblassenden, speziell aus pflanzlichen Stoffen hergestellten Tinte erfasst sind:
  •  
5. Buch Moses, Kapitel 6, Satz 4 - 9:
  
„Höre Israel! - Der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist Einzig. Du sollst den Ewigen, deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, deiner ganzen Seele und deiner ganzen Kraft. Diese Worte, die Ich dir heute befehle, seien in deinem Herzen, schärfe sie deinen Kindern ein und sprich davon, wenn du in deinem Haus sitzt, und wenn du unterwegs bist, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. Binde sie zum Zeichen an deine Hand, und sie seinen zum Stirnschmuck zwischen deinen Augen. Und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und deiner Tore.“
 
5. Buch Moses, Kapitel 11, Satz 13 - 21:
 
„Wenn ihr nun auf Meine Gebote höret, die Ich euch heute gebiete, d.h. den Ewigen, euren Gott zu lieben und Ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, so werde Ich den Regen eures Landes zur richtigen Zeit geben, Frühregen und Spätregen, und du wirst dein Getreide, deinen Most und dein Öl einsammeln. - Und Ich werde dir das notwendige Gras auf deinem Feld für dein Vieh geben; und du wirst essen und satt sein. Nehmet euch in Acht, dass euer Herz sich nicht betören lasse und ihr dadurch abweicht und fremden Göttern dienet und euch vor ihnen niederwerfet! Der Zorn des Ewigen würde sich dadurch über euch entbrennen, und Er wird den Himmel verschließen, sodass kein Regen komme, und der Erdboden wird seinen Ertrag nicht geben; und ihr würdet deswegen sehr bald aus dem guten Land schwinden, welches der Ewige euch gibt. Leget diese Meine Worte in euer Herz und in eure Seele, bindet sie zum Zeichen an eure Hand, und sie seien zum Stirnschmuck zwischen euren Augen. Des Weiteren lehret sie eure Kinder und spreche von ihnen, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du unterwegs bist, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. Und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und deiner Tore. - Auf dass eure Tage und die Tage eurer Kinder sich mehren auf dem Boden, den der Ewige euren Vätern geschworen hat, ihn ihnen zu geben, solange wie der Himmel über der Erde steht.“   
 
So sieht das beschriftete Pergament von Juden aus Mittel- und Osteuropa aus:
 
 
So sieht das beschriftete Pergament von den Juden aus dem Süden Europas und aus dem Orient aus:
 
 
Der Unterschied dieser beiden Pergamente bildet nicht etwa der Inhalt sondern ausschließlich die schriftliche Optik.
 
In deutscher Schrift ergeben die hebräischen Texte der Fünf Bücher Moses folgendes: 
 
5. Buch Moses, Kapitel 6, Satz 4 - 9
 
„We'ahafta et Adonoi Elohecha, bechol levavecha, uwechol nafschecha, uwechol me'odecha. We'haju hadewarim ha'eyleh ascher anochi metsawecha hajom, al lewawecha. Weschinantam lewanecha, wedibarta bam, beschiwtecha beweytecha, uwlechtecha waderech, uwschochbecha uwkumecha. Ukschartam le'ot al jadecha, wehaju letotafot ben eynecha. Uchtawtam al mesusot beytecha uwisch'arecha.“

5. Buch Moses, Kapitel 11, Satz 13 - 21
 
Wehaya im schamoa tischme'u el mitzwotei, ascher anochi metzaweh etchem hajom, le'ahava et Adonoi Elohechem ule'ovdo bechol lewawchem, uwechol nafschechem. Wenatati metar arzechem be'ito jore umalkosch, We'asafta deganecha wetiroschcha we´itsharecha. Wenatati esew besadecha liwhemtecha, we'achalta wesavata. Hischameru lachem, pen ifte lewawchem, wesartem wa'awadetem Elohim Acherim, wehischtachawitem lahem. Wechara af Adonoi bachem, we'azar et haschamaim, welo ihje matar, weha'adama lo titen et jevula, wa'awadetem mehera me'al ha'aretz hatowa ascher Adonoi noten lachem. Wesamtem et devarei ele al lewawchem we'al nafschechem, ukschartem otam le'ot al jedchem, wehaju letotafot ben eneychem. Welimadetem otam et beneychem ledaber bam, beschiwtecha beweytecha uwlechtecha waderech, uwschochbecha uwkumecha. Uchtawtam al mesusot beytecha uwisch'arecha. Lema'an irbu jemeychem wimey beneychem al ha'adama ascher nischba Adonoi la'awotechem latet lahem, kimey haschamaim al ha'aretz.“  
 
Beim Befestigen einer Mesusa an den Türpfosten sagt man folgenden Segensspruch:
 
Auf Hebräisch:
 
 
 Die deutsche Übersetzung:
 

Gelobt bist Du, Ewiger, unser Gott, König der Welt, der uns durch Seine Gebote geheiligt und uns befohlen hat, eine Mesusa zu befestigen.“

 

In deutscher Schrift ergibt dieser hebräische Segensspruch folgendes: 

 

Baruch Ata Adonoi, Eloheinu Melech Ha´Olam, Ascher Kideschanu Bewitzwotav Weziwanu Likboa Mesusa.“

Manche fügen auch den besonderen “Sche´he´che´janu-Segensspruch“ hinzu:

 

Auf Hebräisch:
 
 
Die deutsche Übersetzung:
 

Gelobt bist Du, Ewiger, unser Gott, König der Welt, der uns Leben und Bestand gegeben und uns diese Zeit hat erreichen lassen.“

 

In deutscher Schrift ergibt der besondere hebräische „Sche´he´che´janu“ Segensspruch folgendes: 
 

Baruch Ata Adonoi, Eloheinu Melech Ha´Olam, Schehechejanu, Wekijemanu, Wehigianu Laseman Hase.“

 

Im Babylonischen Talmud heben die Weisen dieser Welt den Besitz und das Fehlen der Mesusa ins Unermessliche. Im Traktat Psachim (Seite 113) sagten sie z.B., dass ein Jude oder eine Jüdin durch eine Missachtung des Gebotes der Mesusa, also indem sie keine Mesusa an ihren Türpfosten befestigen, vom Himmel ins absolute Abseits gestellt werden!!! Die Konsequenz daraus müssen wir - denke ich - nicht weiter erläutern. - Im Gegensatz dazu sagten sie z.B. im Traktat Menachot (Seite 43), dass ein Jude oder eine Jüdin durch die Beachtung und Ausführung dieser Mitzwa (dieses Gebotes) in den Augen Gottes im Bereich jener anzusiedeln sind, die niemals sündigen!!! Hieraus lässt sich eindeutig der unermessliche Segen, aber auch der unermessliche Fluch erkennen, den ein Jude für seine Saat ernten wird. Nach dem Motto: entweder - oder! 
 
Rabbi Nachman aus Breslev schreibt in seinem Buch Likutey Moharan (Band 1, Kapitel 23), dass ein Jude durch die Beachtung und Ausführung der Mitzwa des Mesusa-Anbringens von Gott mit einem Geld- und Kindersegen belegt wird. Des Weiteren schreibt der Rabbi, dass Gott einem Juden darüber hinaus ein schönes und langes Leben garantiert und dass Er dessen Herz mit dem mit Abstand kostbarsten Geschenk erhellen wird, das auf dieser Welt von jedem Menschen (sein Wille vorausgesetzt) entgegen genommen werden kann:
 
- Den Glauben -
 
Um zu wissen weshalb dies das mit Abstand größte Geschenk für einen Menschen darstellt, muss man das Buch „Im Garten des Glaubens“ vom Autor Schalom Arusch durcharbeiten, das zugleich ein anschaulicher Lebensführer und praktischer Wegweiser für jeden Menschen ist.
 
Der geniale Schutz von außen
 
Im Babylonischen Talmud berichten die Weisen dieser Welt über ein Ereignis, nämlich über den zum Judentum übergetretenen Römer Onkelos. Dort erzählen sie, dass einige Boten des Kaisers auf ihn mit der Frage zugingen, was eine Mesusa sei. Er erwiderte ihnen daraufhin: „Bei der Mesusa handelt es sich um einen weltlichen Verhaltensbrauch. - So wie ein König aus Fleisch und Blut in seinem Königsschloss sitzt und dabei von seinen Wachen, die die ganze Zeit draußen sitzen, von außen her beschützt wird, sodass ihm ja kein Unheil widerfährt. - So sitzt der König aller Könige draußen, wobei seine Kinder - die Söhne und Töchter Israels (alle Juden) - sich in ihren Gebäuden aufhalten. Auf diese Weise beschützt ER sie von außen her vor jedem Unheil!“
 
Nun ist es an der Zeit der Vollständigkeit halber hinzuzufügen, dass auf der Rückseite des Mesusa-Pergaments auf Hebräisch einer der Namen Gottes geschrieben wird. Der Gottesname „Schadai“ (auf Deutsch: „Allmächtiger“). Dieses Wort wird im hebräischen mit drei Buchstaben geschrieben Schadai und ergibt das Initialwort: - Schomer Daltot Israel - „Beschützer der Tore Israels“
 
In der geheimen mystischen Kabbala heißt es, dass Gott bei Seiner Welterschaffung ebenfalls von diesen Namen - also „Schadai“ - Gebrauch gemacht hat. - Als Gott sich entschloss, die Erde so wie wir sie heute kennen zu schaffen, gab Er ihr den Befehl sich auszubreiten. Als diese Naturgewalt letzten Endes die Form und den Inhalt der Erde erhielt, forderte Gott sie mit Seinem heiligen Namen „Schadai“ dazu auf, sich nicht mehr auszubreiten. - Er benutzte dabei allerdings nicht den gesamten Namen „Schadai“, sondern ausschließlich den ersten Buchstaben dieses heiligen Namens. D.h. also nur den hebräischen Buchstaben „Schin“. - Demnach bleiben vom Seinem heiligen Namen nur noch zwei Buchstaben übrig, nämlich die hebräischen Buchstaben „Dalet und Jud“, die gemeinsam das hebräische Wort „Dai“ ergeben. „Dai“ bedeutet sinn- und wortgemäß auf Deutsch so viel wie: „Hör auf, es reicht, stopp, nicht weiter“, sowie noch ähnliche solcher Artikulationen. Infolgedessen verschafft eine Mesusa am Türpfosten außergewöhnlichen Schutz, da sie allem Bösen unmissverständlich sagt: „Hör auf - es reicht - stopp - nicht weiter!!“ Mit anderen Worten bleibt jedes Unheil - dank einer Mesusa - außerhalb der eigenen vier Wände.  
 
Die Weisen dieser Welt äußerten sich in Bezug auf den Anbringungsplatz einer Mesusa völlig übereinstimmend, indem sie sagten, dass so wie ein Mensch einen Raum von außen nach innen betritt, so benötigt dieser Raum aufgrund dessen einen besonderen Schutz, da ein Eingang ja auch
für alles Schlechte den Eintritt ermöglicht. Infolgedessen forderte Gott von jeden Juden und jeder Jüdin den ultimativen Selbstschutz: „Und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und an deine Tore“(5. Buch Moses, Kapitel 6, Satz 9)

Zum Bestellen einer äußerst hochwertigen Mesusa - oder einem dazu beratenden Gespräch, schreiben Sie bitte direkt an die E-Mail von Rabbi David Kraus: dk.david.kraus@gmail.com
 
 
Die Überprüfung des Mesusa-Pergaments:
 
Eine Mesusa verkörpert etwas sehr Heiliges, daher kann man diese Heiligkeit dauerhaft nur mittels regelmäßiger Intaktheitsprüfungen bewahren. Demnach ist es äußerst wichtig, dass man das Mesusa-Pergament mindestens zweimal innerhalb von sieben Jahren auf ihr Intaktsein von einem Fachmann, dem Sofer überprüfen lässt. Wenn man in seinem Alltag ständige Probleme bzw. Schwierigkeiten durchleidet, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass die Mesusa untauglich wurde, indem die Schrift beispielsweise ihre Farbe verlor usw. Daher sollte man stets danach trachten, das Mesusa-Pergament von einem Sofer (einem sehr religiösen und schriftgelehrten Schreiber) überprüfen zu lassen, um so sicherzustellen, dass keine Buchstaben der Mesusa abgesplittert oder ausgelöscht wurden. D.h. zu überprüfen, ob die Mesusa nach wie vor koscher ist, da nur eine koschere Mesusa in der Lage ist, das jüdische Sicherheitssystem vollends zu erfüllen. - Wenn ein Rabbiner Sie trotz der Tatsache, dass Sie erst vor kurzem eine Intaktheitsprüfung der Mesusa durchführten, auffordert, diese zu wiederholen, dann sollten Sie - wie oben begründet - den Ratschlag des Rabbis beherzigen.
 
Eine unkoschere Mesusa:
 
Eine unkoschere Mesusa darf man auf keinen Fall wegwerfen, da sie trotz ihrem unkoscheren Zustand nach wie vor - aufgrund des darauf befindlichen Namens Gottes - heilig ist. Folglich bildet die Geniza eine ordnungsgemäße Entsorgung. Die Geniza ist ein vermauerter Hohlraum, der zur Aufbewahrung ausgedienter hebräischer Thora-Schriften dient. Meist lässt sich eine Geniza in einer Synagoge oder bei Herstellern von heiligen Schriften ausfindig machen, daher ist sie an solchen Orten abzugeben.
 
Die Farbe der Buchstaben des Mesusa-Pergaments:
 
Zur Beschriftung eines Mesusa-Pergaments darf man ausschließlich eine schwarze Farbe benutzen. Jede andere Farbe hätte zur Folge, dass sie untauglich - also unkoscher - ist.
 
Das Befestigen einer Mesusa:
 
Jeder Jude und jede Jüdin besitzt die Pflicht, auf jedem Türgang (mit Ausnahme des Badezimmers und der Toilette) ihrer Wohnung, ihres Hauses, ihres Büros oder sonstige Einrichtungen, die in ein Zimmer führen, eine Mesusa anzubringen. Als Zimmer gelten auch Vorräume, Flure, begehbare Kleiderschränke, ein Raum zu dem mehrere Türgänge führen (in dem Fall benötigt jeder Türgang eine Mesusa für sich) und türlose Durchgänge, wie z.B. Bogengänge zwischen zwei Zimmern und der gleichen. Eine Mesusa ist dabei am unteren Ende des obersten Drittels des rechten Türpfostens zu befestigen. Als rechter Türpfosten gilt stets jener, der sich zur rechten Seite einer Person befindet, die von der Straße aus das Haus betritt. Wie bereits gesagt muss man auch innerhalb des Hauses an allen rechten Türpfosten eine Mesusa anbringen. Als rechts gilt auch hier die Seite, die sich rechts von der eintretenden Person befindet, und zwar in die Richtung, von der sich die Türe aus öffnen lässt. Wenn ein Raum in einen Balkon oder Wintergarten führt, muss die Mesusa am rechten Türpfosten - von Balkon oder Wintergarten in den Raum kommend - angebracht werden.
 
Um festzustellen was exakt das untere Ende des obersten Drittels des rechten Türpfostens ist, muss man die Gesamthöhe des Türpfostens mit Hilfe eines Maßbandes ermitteln. Anschließend muss man den Zahlenwert durch drei teilen. Nun misst man mit einem Maßband von der Türpfosten-Oberkante nach unten ein Drittel, also den Zahlenwert, den man durch die Dreiteilung der Gesamthöhe des Türpfostens erlangt hat. Anschließend markiert man sich diesen Punkt und fixiert dort die Mesusa.
 
Das Mesusa-Pergament und die Mesusa-Hülse:
 
Das Mesusa-Pergament wird mit den Thora-Textstellen nach innen eingerollt und zur Erhaltung und Verschönerung in eine Hülse aus Metall, Holz, Silber, Plastik oder sonstigen Materialien gesteckt. Anschließend wird sie - wie eben geschildert - angebracht.
 
Wann sagt man beim Befestigen einer Mesusa den dazugehörigen Segensspruch?
 
Wenn man an einem Türpfosten eine neue Mesusa befestigt, dann muss man den dazugehörigen Segensspruch sagen. Wenn man seine Mesusa zum Zweck einer Intaktheitsprüfung herabnimmt, und stattdessen zur Zeitüberbrückung eine andere anbringt, dann darf man keinen Segensspruch dafür sagen. Nach Rückerhalt der eigenen Mesusa und der Feststellung, dass diese nach wie vor intakt, also koscher ist, muss man ebenfalls keinen Segenspruch bei der wiederholten Anbringung der ursprünglichen Mesusa sagen.  
 
 
Geschichten 
 
Der übergetretene Römer Onkelos
 
Onkelos war der Neffe des römischen Kaisers, dem Imperator Caesar “Hadrianus“. Eines Tages fühlte sich dessen Neffe (Onkelos) dazu inspiriert die Thora zu studieren. Als er begann in die wunderschöne Materie des Judentums einzutauchen, entschloss er sich äußerst schnell Jude zu werden und daher trat er halachisch (also nach der jüdischen Thora-Gesetzesauslegung) zum Judentum über. Als der Imperator Caesar Hadrianus davon erfuhr, kannte der Zorn auf seinen Neffen, den er aufgrund seines fanatischen Judenhasses verspürte, keine Grenzen.  
 
Der Kaiser Hadrianus wollte alles in seiner Macht Stehende unternehmen, damit sich diese - aus seiner Sicht - Familienschmach ja nicht wie die Pest ausbreitet. - Daher entschloss er sich, seinem Neffen Onkelos einige römische Soldaten auf den Hals zu hetzen, die ihn gefangen nehmen und so schnell wie möglich nach Rom schaffen sollen. Er erwartete damit, dass Onkelos völlig verunsichert zusammenbrechen wird, und dass er ihn dann mit Leichtigkeit dazu zu zwingen könnte, seinen Übertritt zum Judentum wieder zu annullieren; doch wenn der Neffe seinem Befehl nicht nachkommen würde, dann wäre die Strafe für ihn unvorstellbar grausam.
 
So gesagt - so getan! Der Kaiser Hadrianus sandte also einige seiner Soldaten auf die Suche nach seinem Neffen Onkelos, mit dem Befehl seiner Verhaftung und der sofortigen Überführung nach Rom. Als die römischen Soldaten Onkelos ausfindig machten, waren sie von seiner überaus höflichen, freudigen- und zuvorkommenden Erscheinung überrascht. Onkelos empfing sie mit offenen Armen voller Liebe, Freude und Wärme. Er begann mit den Soldaten über den unbeschreiblichen Stellenwert des Volkes Israel, der Thora und dem Judentum zu sprechen. Die Soldaten waren von seinen Aussagen überwältigt. Sie konnten voller Faszination über die von Grund auf neue Welt, die sich vor ihnen offenbarte, ihren Ohren nicht trauen. Infolgedessen fassten alle der damals anwesenden Soldaten des Kaisers, die ursprünglich den Befehl hatten Onkelos zu verhaften und ihn nach Rom zu schaffen, den Entschluss, dem Judentum beizutreten.
 
Als der Imperator Caesar Hadrianus von dem Geschehnis erfuhr, traf ihn fast der Schlag. Er sagte zu sich selbst: „Jetzt ist aber Schluss mit Lustig!“ Dieses Mal hetzte er seinem Neffen eine ganze Kampftruppe an den Hals, die ihn unter allen Umständen und mit allen Mitteln nach Rom schaffen sollten. - Doch auch sie waren - so wie die anfänglich ausgesandten Soldaten - völlig von seiner überaus höflichen, freudigen und zuvorkommenden Art des kaiserlichen Neffen überrascht. Onkelos empfing auch sie - zu ihrer absoluten Überraschung - mit offenen Armen voller Liebe, Freude und Wärme. Des Weiteren bezauberte er die gesamte Kampftruppe mit denselben Faszinationen, die bereits bei den anfänglich ausgesandten Soldaten für die Offenbarung einer von Grund auf neuen Welt sorgte. - Das Ergebnis dieser Begegnung hatte zur Folge, dass sich auch jeder Soldat dieser Kampftruppe dazu entschloss, Jude zu werden! 
 
Der Zorn des Imperators Caesar Hadrianus war nun außer jeglicher Kontrolle. Er ließ natürlich nicht locker und entschloss sich, seinem Neffen wiederum eine nun dritte Kampftruppe an den Hals zu hetzen. Dieses Mal verbot er allerdings jedem Soldaten dieser Kampftruppe jeglichen Wortwechsel mit Onkelos und befahl ihnen, ihn bei Erstkontakt in Ketten zu legen und so nach Rom zu schaffen!
 
Die Soldaten, die den geballten Zorn ihres Kaisers sahen, hatten nun selbstverständlich unbeschreibliche Angst vor einem Versagen. Deshalb verhielten sie sich, nachdem sie im Hause Onkelos ankamen, genau nach dem Befehl des Kaisers. - Ohne einen einzigen Wortwechsel stürmten sie das Haus von Onkelos und legten ihn in Ketten. Als sie ihn aus seinem Haus trugen, streckte Onkelos seine Hand nach der Mesusa, die er an dem Türpfosten seiner Eingangstür angebracht hatte. Er berührte und küsste sie mit einem über das ganze Gesicht gehendem Lächeln. Die Soldaten waren über diesen Anblick völlig erstaunt und brachen deshalb ihr Schweigen mit der Frage: „Da du kein Narr bist, weißt du mit Sicherheit, dass wir dich jetzt nach Rom zu deinem Onkel schaffen, der nur darauf wartet, dir eine außerordentlich schwere Strafe aufzuerlegen, die in die Geschichte eingehen wird. - Deshalb verstehen wir nicht, wie du völlig furchtlos, an Ketten liegend und darüber hinaus noch mit einem über das ganze Gesicht gehende Lächeln dein Haus verlässt! - Und zu allem Überfluss greifst du küssend nach irgendeiner Holzhülse, die an deinem Türpfosten hängt! Was ist mit dir los!?“
 
Onkelos erwiderte ihnen: „Was ist der Unterschied zwischen einem König aus Fleisch und Blut und dem König aller Könige!?“
 
Die Soldaten grübelten einige Zeit über diese Frage, kamen allerdings nicht zu einer schlüssigen Antwort. - Onkelos gab ihnen daraufhin die Antwort auf seine eigene Frage: „Ein König aus Fleisch und Blut sitzt in seinem Königsschloss und seine Wachen sitzen indessen draußen, um ihn so von außen her vor jedem drohenden Unheil zu beschützen. - Der König aller Könige verhält sich hingegen genau umgekehrt! - ER sitzt draußen, wobei seine Söhne, Knechte und Arbeiter in ihren Gebäuden sitzen. Auf diese Weise beschützt ER sie von außen her vor jedem drohenden Unheil! Und genau das verkörpert die - wie ihr sie nanntet – Holzhülse, die an meinen Türpfosten befestigt ist! Es handelt sich dabei um eine Mesusa. Nach eben dieser Mesusa griff ich küssend und lächelnd, da Gott uns befohlen hat, diese an jedem unserer Türpfosten zu befestigen. Dadurch bleibt das Haus und jeder dazugehörige Bewohner vor jedem Unheil verschont! So wie es heißt: - Gott behütet dein Hinausgehen und deine Heimkehr von jetzt an bis in die Ewigkeit - (Psalme Davids, Psalm 121, Vers 8) Deshalb gibt es für mich weder einen Grund zur Panik, noch muss ich mich vor Irgendetwas fürchten, da Gott mich in einem Haus, bei meinem Hinausgehen und bei meiner Heimkehr vor allem und jedem beschützt!“
 
Als die Soldaten diese herzerfüllenden Worte hörten, befreiten sie Onkelos sofort von seinen Ketten und entschlossen sich - so wie bereits viele ihrer Freunde - dem Judentum beizutreten.
 
Mittlerweile begriff der römische Kaiser Hadrianus, dass es keinen Sinn hat, seinem Neffen weitere Soldaten an den Hals zu hetzen und deshalb rückte er kapitulierend von seinem mörderischen Willen ab. (Diese Geschichte basiert auf den Babylonischen Talmud - Traktat Awoda Sa´ra, Seite 11)            
 
Der Edelsteinjuwel und die Mesusa
 
Der persische König Ardaschir sandte damals einen überaus schönen und kostbaren Edelsteinjuwel zu seinem jüdischen Freund, Rabbi Jehuda ha´Nasi (Nasi, ist ein hebräischer Titel eines Fürsten oder eines hohen Staatsbeamten).
 
Rabbi Jehuda ha´Nasi sandte seinem Freund, dem persischen König Ardaschir, daraufhin eine hochwertige Mesusa, inklusive einer bezaubernden Hülse.
 
Der persische König Ardaschir, der nicht den wahren Wert dieses Geschenkes erkannte, sagte daraufhin zum Rabbi: „Ich schenkte dir einen Edelsteinjuwel, dessen Wert ins Unermessliche geht. - Und du schenktest mir als Gegenleistung dafür ein Stück beschriftetes Pergament inklusive einer Hülse, die man sich - gelinde gesagt - für wenig Geld selbst kaufen kann!?“
 
Rabbi Jehuda ha´Nasi erwiderte ihm daraufhin: „Mein geschätzter Freund, König Ardaschir. Fürwahr, du schenktest mir ohne Zweifel einen Edelsteinjuwel, dessen Wert ins Unermessliche geht. - Doch ich schenkte dir dafür eine Mesusa, deren wahrer Wert mit dem gesamten Geld und Reichtum dieser Erde nicht bezahlt werden kann. - Du schenktest mir etwas, auf das ich sehr gut achtgeben muss. - Doch ich schenkte dir etwas, das dich, alle und jeden beschützen wird, so wie es heißt: - Wenn du gehst, wird sie dich leiten. Wenn du dich hinlegst, wird sie über dich wachen; und wenn du aufstehst, wird sie mit dir reden - (Die Sprüche des Königs Salomon Kapitel 6 Vers 22).“
 
Einige Zeit nach diesem Ereignis wurde die Tochter des persischen Königs Ardaschir schwer krank. Er ließ keinen medizinischen Weg unversucht, um seiner Tochter die ersehnte Heilung zu bescheren, allerdings half ihr - zum tiefsten Bedauern des Königs - nichts. Doch plötzlich erinnerte er sich an das Geschenk seines jüdischen Freundes, also an die Mesusa. Er fackelte nicht lange herum und befestigte sie an den Türpfosten des Zimmereingangs seiner schwerkranken Tochter. Zur totalen Überraschung aller, erholte sich die Königstochter bis hin zu ihrer vollständigen Genesung! (Jerusalemer Talmud - Traktat Pea)

Zum Bestellen einer äußerst hochwertiger Mesusa - oder einem dazu beratenden Gespräch, schreiben Sie bitte direkt an die E-Mail von Rabbi David Kraus: dk.david.kraus@gmail.com





 
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