25 Aw 5781 / Dienstag, 3. August 2021 | Thora-Parascha: Re'eh
 
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Eheleben    

Eheleben



Sieht deine Ehe so aus, wie du es dir erträumt hast? Nein? Dann gib dich damit nicht zufrieden! Sie soll perfekt sein!

 



Ich habe einmal in einem Tageszentrum für alte Leute gearbeitet. Eines der besten Dinge dort waren die Gespräche mit den Menschen, die viel Lebenserfahrung hatten.

Eines Morgens kam ich mit sehr schlechter Laune zur Arbeit. Ich hatte mich mit meinem Mann gestritten und fühlte mich schlecht, um es milde auszudrücken. Aber das muss man zur Seite tun und seine Arbeit machen. Ich half also einer alten Dame aus ihrem Mantel, aber dabei fragte ich sie: "Ida, wie gut kann das Eheleben sein?" Ida war Psychologin gewesen. Sie lachte: "So gut wie du es nur ertragen kannst".

Wie gut wollen wir, dass unser Eheleben ist? Wie sähe eine Partnerschaft aus, die immer so ist, wie wir es wollen?

In vierzig Jahren Ehe, und in der Arbeit mit anderen Paaren, und durch das Studieren der Grundsätze des Glaubens, habe ich einige Dinge darüber gelernt.

 

 

Zuerst musst du glauben: du bist mit dem richtigen Menschen verheiratet.

Nach ermüdendem Streit, oder einigen Enttäuschungen, kann ein Mensch den Gedanken haben, dass er vielleicht einen großen Fehler gemacht hat und den falschen Partner geheiratet hat. Das ist ein Gedanke, den der Jezer Ra (der böse Trieb) uns einflüstert. Egal, ob ihr euch auf einem Blind-date kennen gelernt habt, oder euch seit der Kindheit kennt. Ob ihr aus Verzweiflung geheiratet habt, auf Druck der Eltern, oder aus absoluter Verliebtheit. Ob ihr schnell geheiratet habt oder nach jahrelanger Bekanntschaft. Wenn ihr verheiratet seid, heißt das, dass ihr füreinander bestimmt seid. Sogar wenn alle Anstrengunge nichts ändern und eine Ehe mit einer Scheidung endet, heißt das nicht, dass es ein Fehler war, zu heiraten. Ihr hattet viel geistige Arbeit zu tun, und diese Partnerschaft hat euch geholfen, sie zu tun. Wenn ihr nicht hättet heiraten sollen, hätte der Heilige, gepriesen sei er, das verhindert.

 

Wenn es in der Ehe keine Dinge gibt, die aus dem Rahmen des Normalen fallen – Gewalt, Missbrauch, Sucht, oder ähnliches, G-tt behüte! Und wenn beide Partner an ihrem Charakter arbeiten – dann lassen sich Probleme, an denen man ernsthaft arbeitet, mit der Zeit lösen. Es liegt eine unersetzliche Schönheit darin, eine gemeinsame Geschichte zu erschaffen, von Dingen, die man gemeinsam durchgestanden und gemeistert hat; eine Familie groß zu ziehen, fröhlich und besonders, Großeltern zu werden. Will nicht jeder schöne Erinnerungen ansammeln?

 

 

Ihr müsst verstehen, dass die Autoren eurer gemeinsamen Geschichte – das seid ihr! Versucht, zu begreifen, wie viel jeder für den anderen geschafft hat, wie sehr jeder dem anderen geholfen hat, zu wachsen. Genießt, was für ein Mensch euer Partner geworden ist, und nehmt das als euren Verdienst.

 

Frisch Verheiratete haben in der Regel noch keine lange gemeinsame Geschichte, haben sich noch nicht umeinander verdient gemacht. In der orthodoxen Gesellschaft mussten sie sich noch nicht einmal selbst suchen. Die Eltern haben passende Kandidaten vorgestellt und die Kinder mussten sich nur einen Partner aussuchen. Liebe wächst, während ihr euer gemeinsames Leben baut. Jeder Tag ist eine Einzahlung auf das Konto der Dankbarkeit, die ein Paar verbinden soll. Konzentriert euch auf das, was euer Partner für euch und ihr für euren Partner tut. Messt einzelnen Situationen von Streit keine übergroße Bedeutung zu und vor allem keine schlechten Absichten des Partners, wenn er die doch gar nicht hat.

 

 

Ihr müsst verstehen, dass ihr, die Partner – ihr steht auf der gleichen Seite! Oft schleicht sich in die Partnerschaft Konkurrenz. Dann beginnt ein ständiges Kräftemessen, das zur zerstörerischen Gewohnheit werden kann, die man nur schwer wieder ablegen kann. Es ist auch grausam, zu versuchen, einander zu beherrschen, und Kritik hat sich noch nie als hilfreich erwiesen. Akzeptanz, Geduld, Bescheidenheit und Humor – das sind die Dinge, die in der Partnerschaft am Besten funktionieren, viel besser als Beschwerden und Kritik, Nerven oder Sticheleien. Der meiste Streit beruht auf dem Ruf nach mehr Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Verständnis. Aber die meisten Menschen geben auf, darum zu bitten, was sie wollen.

 

 

Eines der besten Werkzeuge, die Rabbi Nachman von Breslev uns gibt, ist das persönliche Gebet, Hitbodedut, Zeit allein mit HaShem. Durch diese Meditation hören wir uns selbst zu, verstehen, was wir fühlen, brauchen, uns wünschen. Eine Umarmung? Zusammen ausgehen? Ausruhen? Ein Geburtstagsgeschenk? Fühlst du dich einsam, nicht wertgeschätzt, überarbeitet oder im Gegenteil gelangweilt? Redet darüber! Schämt euch nicht! Geht nicht davon aus, dass euer Partner Gedanken lesen kann! Hört mit den Spielchen auf und übernehmt Verantwortung für eure emotionalen Bedürfnisse! Schlüpft nicht in die Opferrolle. Opfer werden am Ende zu Tätern.

 

 

Und denkt daran, dass die Art und Weise, wie ihr etwas sagt, einen Unterschied macht. Sprecht mit Respekt und auf hilfreiche Art und Weise. Und um G-ttes Willen, verliert euren Humor nicht! Wenn ihr nicht über euch selbst lachen könnt, dann ruft jemanden, der es tun kann...

 

 

Wenn ihr das nächste Mal wütend darüber seid, wie euer Partner die Küche hinterlassen hat. Das nächste Mal, wenn ihr über die Kindererziehung streitet. Oder das nächste Mal wenn die Schwiegereltern dazu führen, dass ihr euch übereinander ärgert. Stellt euch vor, wie es wäre, plötzlich ohne den anderen zu sein.

Ich habe als Therapeutin mit Menschen gearbeitet, die ihren Partner verloren haben. Diesen Verlust zu verarbeiten, kann bis zu zehn Jahre dauern. Stellt euch vor, wie schrecklich es wäre, euer Leben plötzlich ohne den anderen zu leben. Tut es euch dann nicht leid um den Streit um nichts und wieder nichts? Um die bösen Worte? Um all die Male, die ihr unnahbar wart und die kalte Schulter gezeigt habt, anstatt ein liebes Wort zu sagen und eine tröstende Schulter anzubieten? Es ist beängstigend, wie sehr wir die guten Dinge im Leben als selbstverständlich nehmen, auch unseren Partner.

 

 

Kein Paar weiß, wie viel Zeit der Schöpfer ihnen zusammen in dieser Welt gibt. Menschen sterben sehr plötzlich, in allen Phasen des Lebens. Macht euch nichts vor, ihr werdet diese Partnerschaft nicht in alle Ewigkeit haben. Macht euer Eheleben zum besten, das es sein kann, zum besten, dass ihr ertragen könnt. Und dann multipliziert nochmal mit zehn!





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