13 Kislew 5781 / Sonntag, 29. November 2020 | Thora-Parascha: Wajeze
 
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17. Tammus und 9. Aw  
 
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Lass dein Herz denken    

Lass dein Herz denken



Was ist ein Mensch aus Sicht der Kabbala und wie sieht die Kabbala die Zerstörung der heiligen Tempel Jerusalems?

 



Gott erschuf mich und ist mit mir - während meiner gesamten Existenz. Gott erweckte mich und erschuf 10 Dinge in meinem embryonalen Zustand vom Tropfen [bereitgestellt von] meinem Vater und meiner Mutter: Haut und Fleisch, Sehnen und Knochen, Gehirn und Blut, Haar und Fingernägel, das Schwarze der Augen und das Weiß der Augen.

Ähnlich gab Gott mir 10 Dinge vom Göttlichen: die Seele, die Gesichtsausdrücke, die Fähigkeit des Ohrs zu hören, die Fähigkeit der Augen zu sehen, die Fähigkeit der Nase zu riechen, die Fähigkeit der Lippen zu sprechen, die Fähigkeit der Zunge auszusprechen, die Fähigkeit der Hände zu berühren, die Fähigkeit des Fußes zu gehen, Weisheit und Verstand. Weil [Gott] mir all dieses aus Liebe gab, sehe ich [Gott] darin, mit meinem ganzen Herzen.

Der menschliche Geist trägt den gesamten Körper, so wie der Geist, der das gesamte Universum trägt. Das heißt, dass das menschliche Wesen ein Mikrokosmos ist und es gibt keine Luft ohne Wind (Ruach). Folglich soll eine Person denken: Ich bin glücklich! Denn ich bin in der [Göttlichen] Form und Ähnlichkeit erschaffen worden, und mir ist die Sprache gegeben worden, so dass ich dem prachtvollen Souverän dienen kann. Und [Gott] hat innerhalb von mir den Geist (Ruach) und die Seele (Neshamah)gelegt, die der Kontrolle [Gottes] unterliegen. Sollte ich sündigen, kann [Gott] entscheiden, meinen Geist (Ruach) von seiner Hülle zu scheiden, also will ich [Gott] mit Freude dienen und mich an den Diensten [Gottes] erfreuen. Und ich weise die Vergnügen dieser Welt für die Köstlichkeiten zurück, die uns in der kommenden Welt erwachsen werden.

[Auszug aus: Sefer Sodei Razaya (Shalom HaKohen Weiss, ed.)[Jerusalem: Sha'arei Ziv Institute, 1991] pp.19-20. – von Rabbi Elazar ben Judah von Worms (1160-1237)]

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Gott ist das Erste und Letzte, der Herrscher des Universums, und deswegen kann Er mit niemandem verglichen werden.

Genau so ist es mit dem ersten hebräischen BuchstabenAlef. Es steht unumstritten auf dem Haupte der Buchstaben. Gott steht ebenfalls auf dem Haupte der Engel [oder der Könige]. Alef [hat den numerischen Zahlenwert von] Eins, die kleinste Zahl, über die hinaus es nichts kleineres gibt, [während] eine Myriade eine große Zahl ist. Alef ist [auf dem] Haupte des Wortes 'Echad ('Einer') und steht am Ende des Wortes Ribo'('Myriade'). [Schriften] besagen: von 'Echad [empfängst Du] Chad ['Eins' auf Aramäisch] und von Ribo ' [empfängst Du] Rivvan ['Myriade' auf Aramäisch], so wie geschrieben steht: „...da redet einer (Chad) zum anderen ('Echad)...“ (Ezekiel 33:30) [sowie] geschrieben steht: „..und zehntausendmal (Ribo') Zehntausende (Rivvan) standen vor Ihm.“ (Daniel 7:10). 

Das heißt, das Alef, welches am Haupte der Zahl Echad steht, fällt weg, so dass es Chad gesprochen wird, und das Alef am Ende der Zahl Ribo' fällt weg, damit Rivvan gesagt werden kann. Dies geschieht, um dem Volk zu demonstrieren, dass [Gott] Einer ist, ohne ein Zweites, und dass [Gott] Erstes und Letztes ist, wie der Buchstabe Alef, der am Haupte und am Ende des Zählens steht. [Eine Myriade oder Zehntausend, ist die größte Zahl, für die es ein spezielles Wort auf Hebräisch und Aramäisch gibt.]

Das Lesen des [Wortes des Buchstabens] Alef  geschieht mit drei Buchstaben:Alef  [selbst], ein Buchstabe [ausgesprochen in] der Kehle, Lamed, [ausgesprochen] mit der Spitze ('Haupt') der Zunge und der Mitte des Gaumens, [und] Pe, ein Buchstabe, der mit den Lippen [ausgesprochen] wird.

Somit wird [das Wort] Alef  zuerst mit dem Schlund, das heißt der Kehle, [dann] mit der Mitte, dem Gaumen und der Zunge und schließlich mit den Lippen gelesen, um aufzuzeigen, dass Gott der Erste, der Mittlere und der Letzte ist.

Alef  hat sein Gesicht vom Rest der Buchstaben abgewendet, um Dir zu zeigen, [dass] das Eine, das in der Welt ist, das [göttliche] Gesicht bei der Erschaffung von der Welt abwandte, so wie geschrieben steht: „ [Gott] kennt des Truges Leute, Er sieht die Untugend, und sollte es nicht merken?“ (Job 11:11) Denn [Gott] sah die Zerstörung des Tempels voraus und sagte: „Ich habe keine Freude an Meiner Welt. Ich werde Mein Gesicht vor ihr verbergen.“ Du solltest wissen, dass es am Anfang der Welt einen Hinweis auf die Zerstörung des Tempels gibt, denn das Bet von Bereshit  ('im Anfang', 1. Buch Moses 1:1) ist groß [geschrieben] um auszudrücken: Betreshit -- [wörtlich: 'Erstes Haus des Tempels'], dies ist der Tempel, von dem geschrieben steht: „Der Herrlichkeit Thron, von Urbeginn erhaben, unsres Heiligtums Stätte, ist allezeit fest geblieben...“ (Jeremias 17:12)

Das 1. Buch Moses eröffnet mit dem Satz: „Und die Erde war bloß und bar (Tohu Vavohu)“(1. Buch Moses 1:2). Dies bedeutet im [Midrash] Bereshit Rabbah, (2:5) das sich dies auf die Zerstörung des Tempels [bezieht]. ToHU  hat einen numerischen Zahlenwert von 411; der erste Tempel stand 410 Jahre lang und wurde im 411. Jahr zerstört. ToHU VaVoHU hat einen numerischen Zahlenwert von 830; der ersten und der zweite Tempel bestanden für 830 Jahre, der erste für 410 und der Zweite für 420 Jahre. Folglich besagt [der Vers]: „Und ich will unter den Kindern Israel wohnen (VeSHaCHaNTY) und will ihr Gott sein.“ (Exodus 29:45), -- dies bedeutet: SHaCHaN T-Y ' (’[Gott] blieb [für] 410 [Jahre]').

Beziehungsweise, VeSHaCHaNTY [entspricht] VeSHayNiY T-CH ('und [der] zweite [für] 420 [Jahre]'). Dort ist ein weiterer Hinweis: 'Die Erde war bloß und bar (HaYTaH ToHU)' -- Der zweite Tempel war 420 Jahre HaYTaH, und der erste Tempel war 411 Jahre ToHU.

Auf die Zerstörung des Tempels wird [auch] an vielen [anderen] Stellen angespielt. Die [Genesis] beginnt mit einem Bet, um Dir aufzuzeigen, dass zu Beginn der Welt, die Zerstörung von [Gottes] Tempel erwähnt wurde. Bet ist ein Ausdruck [entsprechend ] Batah ('ein Verfall'), [wie im Vers]:  „Ich will ihn wüst liegen lassen...“ (Batah) (Jesaja 5:6) (ein Ausdruck des Abschneidens und der Zerstörung), denn was auch immer [Gott] erschuf, kann [Gott] zerstören, so wie geschrieben steht: „...erhaben ist der Ewige allein an jenem Tage.“ (Jesaja 2:11, 17).

Nun, [Gott] erschuf alles [in] Zweien (Bet [das einen numerischen Zahlenwert von zwei hat]). Folglich beginnt die [Genesis] mit Bereshit, um Dir zu zeigen, dass es zwei Welten gibt. Denn alles hat seinen 'Gefährten': Himmel und Erde, Berge und Hügel, Meere und Flüsse, Gehinnom und der Garten von Eden, Leviathan und die Beißende Schlange (Jesaja 27:1), Sonne und Mond, männlich und weiblich, boshaft und rechtschaffen. Menschen haben zwei Augen, zwei Ohren, zwei Nasenlöcher, Zweierlei: Mund und Zunge, zwei Hände, zwei Füße, Rippen auf beiden Seiten, und das Ohrläppchen ist in zwei Teile geteilt, denn eine Sehne teilt es. [All dies] dient dazu, Dir zu zeigen, dass alles einen 'Gefährten' hat, ausgenommen [Gott], der im göttlichen Königreich einzigartig ist, möge Gott gesegnet sein.

Deshalb ist der Name [Buchstabe] ’Alef  am Haupte der Buchstaben und ’Alef ist am Haupte der Benennung [Gottes] 'ADO_NAI, obgleich Yod am Haupte des speziellen Namens YH_VH  ist... um Dir aufzuzeigen, dass [ Gott ] diese Welt mit zehn Sprüchen erschuf, die alles erfüllen...

[Auszug aus: Sefer Sodei Razaya (Shalom HaKohen Weiss, ed.)[Jerusalem: Sha'arei Ziv Institute, 1991] pp.11-12. - von Rabbi Elazar ben Judah von Worms (1160-1237)]





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