2 Tewet 5782 / Montag, 6. Dezember 2021 | Thora-Parascha: Wa'igasch
 
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Seine Frau hatte recht    

Seine Frau hatte recht



Endlich, nach dem vierten Becher Wein gegen Ende des Seder, hatten Mann und Frau jeweils die Argumente des anderen angehört und angenommen ...

 



Die Thora erzählt, dass Pharao befahl: Alle Söhne, die geboren werden, sollen in den Fluss geworfen werden (2. Buch Moses 1,22)
 
Die Anhänger des Baal Schem Tov waren verärgert. Sie merkten, dass sich etwas verändert hat, dass ihrem Rebbe der sonst übliche Antrieb fehlte.

Sie suchten den Chametz in der Nacht vor Pessach, danach rezitierten der Baal Schem Tov und seine zehn engsten Schüler den Tikkun Chatzot (Mitternachtsgebet zum Gedenken an die Tempelzerstörung). Als sie in der Mitte des Gebetes waren, kam Reb Zvi (der Schreiber des Baal Schem Tov) ins Zimmer gelaufen und schrie: „Herr des Universums! Der Rebbe ist ohnmächtig geworden und auf den Boden gefallen!“
 
Alle waren aufgeregt, aber keiner wagte es zum Rabbi zu gehen und ihn eventuell zu stören. Am nächsten Morgen - vor dem Pessach-Seder - betete der Baal Schem Tov das Morgengebet in verzagter Stimmung. Danach sprach er über das Vertrauen auf Gott. Er erklärte: „Wahrer und vollständiger Glaube an Gott kann sich erst entfalten, wenn ein Mensch ein Problem hat und keinen Ausweg mehr findet. Erst in diesem Augenblick beginnt er voll und ganz zu glauben, dass nur Gott ihm helfen kann. Er zeigt Gott am ehesten dieses absolute Vertrauen durch b'simcha (d.h. durch freudige Einstellung). Durch diese Freude gibt der Mensch zu erkennen, dass er keinen Zweifel daran hat, dass er bald mit Gottes Hilfe alle Schwierigkeiten überwinden wird.“

Sobald der Baal Schem Tov fertig gesprochen hatte, änderte sich seine Stimmung und er wirkte wieder wie zuvor. Seine Schüler flüsterten: „Die Veränderung der Stimmung des Rebben steht nicht in Verbindung mit einem himmlischen Dekret, über das er nachdachte, sondern - und darin waren sich alle einig – nur durch die Veränderung der Stimmung des Rebben fiel das Himmlische Urteil anders aus.“
 
Als am Nachmittag des gleichen Tages die Zeit des Backens der Matza gekommen war, hatte sich die Stimmung des Baal Schem Tov so weit verbessert, dass er glücklich schien. An diesem Abend wurde in der Synagoge des Baal Schem Tov mit besonderer Freude gebetet und gesungen.

Nach dem Gebet begleiteten die Schüler den Baal Schem Tov zu seiner Seder-Tafel. Sie saßen dort in gespannter Erwartung der neuen Erläuterungen des Rebben zur  die Pessach-Haggada. Aber in dieser Pessach-Nacht war alles anders und der Rebbe gab diesmal keine Erklärungen zur Haggada, sondern er las nur leise vor sich hin murmelnd den Text vor, sehr zur Enttäuschung seiner Schüler. Kurz vor dem Ende des Seders schloss der Baal Schem Tov seine Augen. Seine Schüler sahen einander an und fragten sich: „Ist er in einem Zustand tiefer Meditation oder ist er vielleicht eingeschlafen?“

In dem Raum wurde es still. Doch plötzlich fing der Baal Schem Tov laut an zu lachen und bewegte sich dabei so heftig, dass er kaum noch auf dem Stuhl sitzen konnte. „Masel Tov!“ rief er „Gott sei gedankt, der die Thora Mosche Rabenu (= unserem Lehrer) gab und ganz Israel auserwählt hat.“

Die Schüler sollten wissen, dass selbst die einfachsten Juden die Macht haben, ein himmlisches Urteil zu ändern. Die Schüler saßen sprachlos da, als der Baal Schem Tov anfing zu erklären: „Gestern Morgen war man im Himmel nah am Verhängen eines schrecklichen Edikts zu Lasten einer jüdischen Gemeinde im Nachbarort. Ich betete mit meiner ganzen Kraft, um ihnen zu helfen. Aber wir konnten den himmlischen Beschluss nicht ändern. Schließlich gab ich auf und setzte mein vollkommenes Vertrauen in Gott ein, und kurz darauf begann ich Simcha (= Freude) in meinem Körper zu fühlen. Als wir uns an die Seder-Tafel setzten, war die Stunde des himmlischen Gerichtes gekommen. Ich sah keine Chance für die Juden in diesem Stedtl (= Städtchen). Dann aber plötzlich hatte sich alles zum Guten gewendet. In diesem Dorf lebt unter meinen Anhängern ein kinderloses Paar. Auch wenn sie einfache Juden sind, sind sie sehr freundlich, fromm und vollbringen nur gute Taten. Als sie den Abschnitt der Haggada lasen, in der erzählt wird, dass die Ägypter die neugeborenen jüdischen Babys  in den Fluss werfen wollten. Hier nach begann die Frau zu weinen. Ihr Mann wollte sie trösten: „Meine süße Frau, sei nicht traurig, denn schließlich ist doch das jüdische Volk aus Ägypten heraus gekommen.“

Die Frau antwortete: „Wenn Gott mich mit einem Sohn segnen würde, dann würde ich ihn beschützen, damit ihn niemanden verletzen könnte und sicherlich würde ich ihn führen, wie Gott uns vor den Ägyptern beschützt hat.“

Der Mann stand auf und sagte: „Gott ist gerecht in allem, was Er tut, wir sind diejenigen, die nicht immer erkennen können, das es tatsächlich nur zu unserem Besten ist.“

Aber die Frau antwortete: „Warum ist Gott nicht mitfühlender? Warum kann Er uns nur auf diese Weise behandeln? Auch wenn wir Sünden begehen, wir sind doch Seine Kinder.“ Und dies Argument begleitete sie durch den ganzen Text der Haggada. Der Baal Schem Tov fuhr fort: „In dieser Zeit wurde die Anklage gegen die Juden des Dorfes vor dem himmlischen Gericht vorgetragen. Die Engel der Verteidigung waren stärker, wenn die Frau ihre Argumente vorbrachte. Die Engel der Anklage waren stärker, wenn der Mann sprach. Beide waren so überzeugend, keiner konnte vorhersagen, wie das Urteil ausfallen würde.
 
„Endlich, nach dem vierten Becher Wein gegen Ende des Seder, hatten Mann und Frau jeweils die Argumente des anderen angehört und angenommen. Dies ging so weit, dass der Mann sagte: ‚Meine gute Frau, du hast recht. Gott sollte Seine Kinder besser behandeln.’

Die Frau fing an zu lachen, stand auf und tanzte auf dem Seder-Tisch und genau in diesem Augenblick erklärte das himmlische Gericht das negative Urteil für ungültig.“ So beendete der Baal Schem Tov seine Geschichte.

Seine Schüler waren fasziniert von dieser Geschichte. Der Baal Schen Tov bat sie, ihre Hände auf die Schultern des Vordermannes zu legen. Als der Baal Schem Tov dies auch tat, konnten sie auch seine Vision von dem Paar sehen, die gemeinsam auf ihrem Seder-Tisch tanzten. Der Baal Schem Tov sagte lächelnd: „Sie sollen auch wissen, dass sie die Befreiung des ganzen Dorfes feiern.“





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