1 Ijar 5781 / Dienstag, 13. April 2021 | Thora-Parascha: Tazria Mezora
 
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Von Stunde zu Stunde    

Von Stunde zu Stunde



Jeder Mensch auf dieser Welt, sitzt in jeder Stunde als Angeklagter vor einem anderen Gerichtshof des Himmels.

 



24 Gerichtshöfe

 

Jeder von uns muss wissen, dass das Himmelsgericht aus 24 Gerichtshöfen besteht. Jeder dieser Gerichtshöfe entspricht einer Stunde eines 24-stündigen Tages. Das heißt, dass jeder Mensch auf dieser Welt in jeder Stunde vor einem anderen Gerichtshof des Himmels als Angeklagter sitzt. Ist das Verhalten gut, urteilt man zu seinen Gunsten und gibt ihm Rechte, die ihm ein Glücksgefühl geben und ihm bei allem was er tut Erfolg haben lässt. Wenn das Verhalten allerdings nicht sonderlich gut ist, urteilt man zu seinen Ungunsten und dies hat zur Folge, dass er sich träge fühlt und Verzweiflung, Kummer und Traurigkeit verspürt.
 
Das Hauptverfahren findet am Neujahrstag, also am Rosch HaSchana statt. An diesem Tag legt Gott am Obergerichtshof fest, ob der Mensch im Laufe des Jahres sterben wird oder nicht; wie viel Geld ihm im Laufe des Jahres zur Verfügung stehen wird, und noch etliche solcher allgemeinen Dinge. Was den tagtäglichen Verlauf eines Menschen betrifft, wird hier nicht entschieden, da dies individuell zu jeder Stunde anhand des Verhaltens entschieden wird.
 
Zum besseren Verständnis hier eine Geschichte: Eines Tages machte Rabbi Israel, der Baal Schem Tov, einen Spaziergang in der Natur. Als er dabei an einem Weiher vorbei ging, sah er einen alten Mann Wasser schöpfen. Rabbi Israel - der Baal Schem Tov - ging auf diesen alten Mann zu und fragte ihn nach seinem Wohlbefinden. Der alte Mann, dessen Arbeit äußerst schwer war, erwiderte voller Freude:
 
Dem Herrn sei Dank! Mir geht es hervorragend, da Gott mich liebt. Siehe, welch großes Erbarmen Er mit mir hat, Er schenkt mir die Kraft und die Gesundheit, dieser schweren Arbeit nachzukommen, damit ich meinen Lebensunterhalt mit Ehre und Stolz verdienen kann.“
 
Rabbi Israel - der Baal Schem Tov - freute sich für ihn und verabschiedete sich. Nach einigen Tagen machte er sich erneut auf denselben Wanderweg. Zu seiner großen Verblüffung traf er den alten Mann völlig verbittert an. Voller Sorge fragte er ihn:
 
Wie geht es dir heute? Ist dir etwas geschehen!?“
 
Der alte Mann konnte daraufhin seine Tränen nicht mehr zurückhalten und erwiderte weinend:
 
Wie es mir geht willst du wissen. Wie soll es einem alten Mann schon gehen, der auf seine letzten Tage so hart schuften muss!?“
 
Rabbi Israel - der Baal Schem Tov - rechnete mit allem, nur nicht mit solch einer Antwort, da er sich den plötzlichen Sinneswandel des alten Mannes nicht erklären konnte. Nachdem er seine Gedanken ordnete, begriff er weshalb sich der alte Mann so verhielt. Er sagte also vor sich hin:
 
Ich verstand nie, weshalb Gott einem Menschen jede Stunde am Tag beurteilt, obwohl er über ihn doch schon am Neujahrstag, also am Rosch HaSchana, für das gesamte Jahr ein Urteil gesprochen hatte. Dieser arme alte Mann öffnete mir meine Augen. Gott legt am Neujahrstag (Rosch HaSchana) fest, wo ein Mensch arbeiten wird, wie viel Geld er verdienen wird usw. Des Weiteren stellt er einem Menschen jede Stunde des Tages vor Gericht und beurteilt ihn gemäß seines Verhaltens. Wenn sein Verhalten im Laufe der Stunde gut war, wird er sich in der folgenden Stunde hervorragend fühlen und wenn sein Verhalten nicht gut war, wird er dafür in der folgenden Stunde teuer bezahlen müssen; so wie der alte Mann. An dem Tag, an dem ich ihn das erste Mal antraf, entschied Gott zu seinem Gunsten und überhäufte ihn dabei mit Glück und Segen für diese Stunde. Folglich fällte Gott allem Anschein nach, bei unserer zweiten Begegnung das Urteil zu seinen Ungunsten und deshalb verspürte er die Hölle auf Erden. Kurz gesagt: Am Jahresanfang (Rosch HaSchana) urteilte Gott, dass der alte Mann seinen Lebensunterhalt mit dem Wasserausschöpfen verdienen wird. Allerdings legte er dabei nicht fest, ob er dies in Liebe oder im Leid akzeptieren wird, da sich dies von Stunde zu Stunde verändern kann.“
 
An dieser Stelle möchte ich dich darauf hinweisen, dass man zu jeder Zeit das am Neujahrstag (Rosch HaSchana) gefällte Urteil Gottes verändern kann, indem man zu Gott betet, mit Ihm spricht, sich bei Ihm für schlechtes Tun sündenreuig entschuldigt und mit großzügiger Hand wohltätig spendet.
 
Die Botschaften wahrnehmen
 
Aufgrund dieser Geschichte kann sich jeder Mensch erklären, weshalb man an einem Tag bzw. von Stunde zu Stunde Situationswechsel oder Gefühlsschwankungen wahrnimmt.
 
Beispiel: In einer bestimmten Stunde am Tag läuft alles wie am Schnürchen, man hat Erfolg, fühlt sich gut, alles passt. Doch plötzlich wendet sich das Blatt und man fühlt sich bedrückt, ist müde und erschöpft, hat Kummer und Sorgen - nichts klappt.
 
In einer bestimmten Stunde am Tag, gleicht ein Ehepaar zwei Turteltäubchen. Sie lieben sich, ihr Zusammensein ist die reinste Harmonie. Doch im nächsten Moment entflammt zwischen ihnen ein Feuer des Streits, wegen irgendeines Blödsinns.
 
Die einzige Erklärung für diese extremen Situationswechsel oder Gefühlsschwankungen ist, dass ein Mensch jede Stunde am Tag gemäß seines Verhaltens geurteilt wird. Wenn Gott dabei nicht zu Gunsten eines Menschen plädiert, kann das Auswirkungen auf seine Gesundheit, seine Finanzlage, seinen Beziehung, seine Laune usw. nehmen.
 
Ein Mensch muss sich dessen bewusst werden, das jede Form einer Qual die er verspürt - wie z.B. ein einfaches Kopfjucken - bedeutet, dass Gott zu seinen Ungunsten plädierte und möchte, dass er sich an Ihn wendet und dieses Übel nicht etwa als natürliche Gegebenheit hinnimmt. Die Gelehrten dieser Welt sagten einst, dass kein Mensch rund um den Globus im Stande ist, seinen Finger zu krümmen, ohne dass Gott entschied, dass er seinen Finger krümme.
 
Des Weiteren beschäftigten sie sich mit der Frage, was den Beginn einer Qual bildet und kamen zu dem Schluss: „Ein Mensch empfindet Qualen,
  • wenn man ihm ein Kleidungsstück anfertigt, dieses ihm bei Erhalt allerdings nicht gefällt;
  • wenn man ihm ein heißes Getränk hinstellt, obwohl er ein kühles wollte. Oder umgekehrt;
  • wenn er seine Hand in die Hosentasche steckt, um sich drei Taler herauszunehmen, und nur zwei erwischte und nun noch einmal gezwungen ist hineinzugreifen.
Folglich muss sich jeder von uns den Glauben ins Herz legen, dass nichts auf der Welt einfach nur so geschieht! Jedes Glücksgefühl und Freude, oder im Gegensatz dazu jedes Leid und Kummer, ist das Ergebnis der stündlichen Verhandlung am Himmelsgericht, die jeden Einzelnen gemäß seines Verhaltens beurteilt.




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